Firmen-Stories
Aktiv, innovativ, abgebrüht: Gründer denken anders

Tests zeigen Vorteile durch Beharrlichkeit und Unvoreingenommenheit
Trier/Wuppertal/Utrecht/Nijmegen (pte013/05.10.2016/11:40) - Unternehmensgründer sammeln viele Informationen und lassen sich nicht von schlechten Erfahrungen abschrecken. Zudem gelten sie als experimentierfreudig, aktiv und innovativ. Sie haben damit auch ein anderes Lernverhalten als Vergleichspersonen, denn sie lernen länger und unvoreingenommener. Das haben Wissenschaftler der Universitäten Trier http://www.uni-trier.de , Wuppertal und Utrecht beziehungsweise Nijmegen herausgefunden.
Wissen um viele Alternativen
Stehen verschiedene unsichere Alternativen zur Auswahl, erforschen Gründer die Optionen ausdauernder, bevor sie die Alternativen als gut oder schlecht bewerten. Insbesondere sammeln Start-up-Chefs im Vergleich zu Nicht-Gründern mehr Informationen über die einzelnen Alternativen. Sie lassen sich auch durch schlechte Erfahrungen weniger leicht von der weiteren Erkundung einer Alternative abbringen.
Um das Zusammenspiel von Kognition und Emotion im Lernverhalten zu untersuchen, haben die Forscher die aus der Neuropsychologie stammende Lernaufgabe Iowa Gambling Task (IGT) genutzt. Dabei steht im Fokus, in welcher Breite Probanden unterschiedliche Alternativen erkunden und wie sie mit negativen Erfahrungen im Zusammenhang mit den verschiedenen Alternativen umgehen. Insgesamt wurde das Lernverhalten von 449 Personen mit unterschiedlich stark ausgeprägter Gründungserfahrung in der IGT untersucht.
Gründer keine "gebrannten Kinder"
Bei der Auswertung der Daten zeigte sich, dass Gründer mehr Infos über die verfügbaren Alternativen (zum Beispiel Technologien, Vermarktungskanäle, Produkte) sammeln, bevor sie zu einer Bewertung kommen. Außerdem lassen sie sich von schlechten Erfahrungen weniger leicht abschrecken. Sie sind also eher geneigt, einer Alternative eine zweite Chance zu geben als Nicht-Gründer, auch wenn sie bereits negative Erfahrungen mit dieser Alternative gemacht haben. Das bekannte Sprichwort "Gebranntes Kind scheut das Feuer" gilt also für Nicht-Unternehmensgründer in viel stärkerem Maße als dies für Gründer der Fall ist.
Zur Charakterisierung des typischen Lernverhaltens der Unternehmensgründer entwickelten die Forscher ein neues theoretisches Konstrukt, die "Beharrlichkeit im Experimentieren". Die Ergebnisse erweitern die bestehende Forschung zum Lernverhalten von Unternehmensgründern daher zunächst konzeptionell um ein neues Konstrukt, das zum besseren Verständnis der Besonderheiten des Lernverhaltens von Unternehmensgründern beiträgt. Empirisch erweitern die Befunde die bisherige Forschung zu Unternehmensgründern durch die Verknüpfung mit etablierten Methoden der Neurowissenschaften.
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IT-Branche sucht verzweifelt nach Top-Fachkräften

Externe Sicherheitsexperten kosten Firmen in der Not drei Mal so viel
Moskau/Rolling Meadows (pte004/19.08.2016/06:15) - Es gibt zu wenige IT-Fachkräfte, die mit Cyber-Attacken richtig umgehen können, so ein Bericht von Kaspersky Lab http://kaspersky.com . Das resultiert darin, dass Firmen, die Probleme haben, IT-Experten an Land zu ziehen, für die Datenrettung nach Attacken drei Mal so viel bezahlen müssen wie Mitbewerber, die ihre eigenen Fachkräfte im Haus haben. Und wie es aussieht, wird das Problem noch länger bestehen: Zu wenige Sicherheitsexperten werden ausgebildet.
Steigende Anforderungen
"Man kann die Internetsicherheit nicht komplett auslagern, aber man kann auch keinen komplett nachhaltigen Plan entwickeln, um die Internetsicherheit im Haus zu haben", meint Christos Dimitriadis, der internationale Präsident vom Berufsverband ISACA http://isaca.org . "Wir rechnen damit, eine Kombination aus Fähigkeiten von hausinternen und externen Mitarbeitern zu sehen, wobei wir auch mit der Verwendung von Cloud-basierten Diensten rechnen", erwähnt er gegenüber "Computer Weekly".
Die Verbesserung der Expertise von IT-Spezialisten zählt zwar zu den drei Hauptgründen von Unternehmen, um in die IT-Sicherheit zu investieren - es fehlen aber qualifizierte Arbeitskräfte. Die Forschung von ISACA zeigt, dass dieses Jahr 90 Prozent der Unternehmen, die nach Internetsicherheitsexperten suchen, Probleme hatten, passende Bewerber zu finden. Nur ein Bewerber von 40 erfüllt laut Kaspersky Lab die Anforderungen für eine Expertenposition.
Allround-Praktiker gesucht
"Während es eine Nachfrage nach hochqualifizierten Allround-Praktikern gibt, investieren relativ wenige Firmen in Erfolgsmethoden, die erfordern, dass Fähigkeiten entwickelt werden, Risiken zu identifizieren, sich gegen Bedrohungen durch Sicherheitskontrollen zu schützen und Attacken zu identifizieren, darauf zu reagieren und die Daten wieder zurückzugewinnen", unterstreicht Dimitriadis. Auch Bildungsanstalten müssten ihre Kurse überarbeiten, um den immer höher werdenden Ansprüchen gerecht zu werden, fordert der Branchenkenner.
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Face4Job: Turbo-Jobvermittlung in sieben Sprachen

Einstellungsgespräche zwischen Arbeitgebern und -nehmern per Handy
Rom (pte002/25.05.2016/06:00) - Der junge italienische Hochschulabgänger Alessio Romeo hat mit Face4Job http://face4job.com eine neue, als Arbeitsvermittlung dienende Online-Plattform entwickelt. Über die gleichnamige App lassen sich weltweit Stellen und Jobs leichter aufspüren und auch vergeben. Als Auswahlkriterien dienen Angaben wie Arbeitsgebiet, Position und Aufgabenstellung.
Multimediale Interaktivität
Die in sieben Sprachen zur Verfügung stehende App steht als Download für die Betriebssysteme Android und iOS zur Verfügung. "Die interessanteste Innovation liegt in der multimedialen Interaktivität", unterstreicht der Geschäftsführer und Firmengründer. Bereits ab Juli dieses Jahres soll die Anwendung zur Verfügung stehen. Das bedeutet, dass der Stellenbewerber beim Gespräch mit dem Firmenvertreter selbst gedrehte Videos zur Beantwortung spezifischer Fragen einspielen kann.
Ähnlich wie bei WhatsApp erhält der Benuzter eine Nachricht, wenn eine auf sein Profil passende Position eingerichtet wird oder neu zu besetzen ist. Daraufhin kann er sich ohne Zeitverlust für die Stelle bewerben. Inzwischen sind über 800.000 Teilnehmer registriert. Im vergangenen Jahr konnten 36.711 Bewerber, darunter 60 Prozent im Alter unter 35 Jahren, vermittelt werden. Zur Finanzierung von FaceFor4Job und weiterer Projekte hat der 34-jährige Ingenieur vor kurzem eine internationale Crowdfunding-Kampagnie in die Wege geleitet.
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Firmen mit älteren Arbeitnehmern sind innovativer

Altersdiskriminierung führt nur zu verminderter Leistungsfähigkeit
Sydney (pte005/22.04.2016/06:15) - Ältere Arbeitnehmer werden zu Unrecht diskriminiert, nicht mehr innovativ zu sein. Das Gegenteil ist der Fall, wie eine an der University of Sydney Business School http://sydney.edu.au/business durchgeführte Studie zeigt: Unternehmen, in denen das Alter der Arbeitskräfte egal ist, sind viel innovativer als die Konkurrenz.
"Unrichtige Wahrnehmungen"
"Wir haben diese falsche Idee, dass nur junge Menschen Innovationen einbringen können. Unsere Forschungsarbeit zeigt, dass das einen sehr großen Einfluss auf die Leistungsfähigkeit in Organisationen hat", erklärt Forscherin Leanne Cutcher. "Während es starke Hinweise darauf gibt, dass ältere Menschen Teil einer nachhaltigen Lösung für Arbeitsmarktprobleme sind, existieren immer noch unrichtige Wahrnehmungen der Babyboomer-Generation, die den Wert von Arbeitnehmern über 50 mindern."
Unter den besonders innovativen Unternehmen befindet sich laut der Forscherin Siemens Healthcare http://healthcare.siemens.com . "Für mich persönlich ist es nicht wichtig, ob sich eine Person in ihren 20ern oder in ihren 60ern befindet - ich suche einfach nach den besten Köpfen mit der besten Einstellung", erklärt Geschäftsführer Michael Shaw.
Ideen stets freien Lauf geben
Cutcher spricht in Bezug auf Altersdiskriminierung von einer selbsterfüllenden Prophezeiung. Wenn Babyboomern nachgesagt wird, sie seien zu alt, um innovativ zu sein, und jungen Menschen, dass sie zu jung dafür sind, werden sie ihre Ideen auch nicht äußern. "Man repliziert dieselben Ideen, wenn man Menschen entweder als zu alt oder als zu jung für eine Rolle einstuft. Wo das passiert, wird der Wissensaustausch erstickt", warnt Cutcher.
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Selbstbewusste Menschen deuten Intelligenz falsch
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Analyse zeigt Zusammenhang zwischen Prahlern und ihrer Lernfähigkeit
Pullman/Tallahassee (pte001/08.03.2016/06:00) - Ein überzogenes Selbstbewusstsein haben mehrheitlich Personen, die glauben, dass Intelligenz ein fixer Zustand ist, der sich im Laufe des Lebens nicht mehr verändert. Die Aufmerksamkeit dieser Menschen ist somit signifikant schlechter. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher der Washington State University http://wsu.edu in ihrer aktuellen Forschungsarbeit.
Zu hohe Erwartungen
In Kooperation mit Ainsley Mitchum von der Florida State University http://fsu.edu und Carol Dweck aus Stanford http://stanford.edu hat Studienautorin Joys Ehrlinger das Selbstbewusstsein von Studenten untersucht. In einem Test zeigte sich, dass Hochschüler, die geglaubt hatten, Intelligenz sei ein unveränderbarer Zustand, viel zu hohe Einschätzungen in Bezug auf ihre Leistung in einem Multiple-Choice-Test aufwiesen.
"Wir wissen, dass ein allzu hohes Selbstbewusstsein Menschen vom Lernen abhält. Man muss empfänglich für das sein, was man noch nicht weiß", erklärt Ehrlinger. Ein zweites Experiment mit den Hochschülern bestätigte das vorangegangene Ergebnis: Die Studenten, die eine veränderbare Intelligenz anfangs bestritten hatten, zeigten erheblich weniger Aufmerksamkeit beim Lösen von ihnen vorgegebenen Problemstellungen.
Auffällige Berufsgruppen
"Ein hohes Selbstbewusstsein kann hilfreich sein. Extremere Formen treiben Menschen allerdings dazu an, eher schlechte Entscheidungen zu treffen und behindern zudem Lernmöglichkeiten", so Ehrlinger. Die Forscher unterstreichen, dass ein überzogenes Selbstbewusstsein bei Autofahrern, Doktoren und Rechtsanwälten ein häufig dokumentiertes Problem ist. Ausführliche Ergebnisse wollen die Forscher in der März-Ausgabe des renommierten "Journal of Experimental Social Psychology" http://bit.ly/1Tlmbhl präsentieren.
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Recruiting: HackerRank liefert Informatik-Talente
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Programmier-Challenges ersetzen traditionelle Bewerbungsgespräche
Palo Alto (pte003/14.01.2016/06:05) - Um passende Software-Entwickler aus einem großen Pool an Bewerbern zu finden, bietet "HackerRank" http://hackerrank.com Unternehmen einen praktischen Service namens "HackerRank Jobs" an. Der Dienst, der sich im Web oder über mobile Endgeräte nutzen lässt, verbindet Informatiker auf Jobsuche mit potenziellen Arbeitgebern, die eine Stelle anbieten. Der Service verspricht Bewerbern, dass sie nach der Lösung von Programmier-Challenges zum Gespräch eingeladen werden.
Traditionelle Methoden out
"Das HackerRank-Team hat eine Mission: Wir wollen die Art und Weise, wie Unternehmen talentierte Programmierer entdecken und bewerten, revolutionieren", heißt es auf der Website des Anbieters aus Palo Alto. Die Idee dazu wurde bereits 2008 von Vivek Ravisankar und Hari Karunanidhi geboren, zwei Software-Ingenieuren, die zu der Zeit bei Amazon und IBM arbeiteten und schnell merkten, dass sie viel zu viel Arbeitszeit mit dem Interviewen von Bewerbern verlieren. Doch auch nach intensiven Gesprächen war es ihnen nicht möglich, mithilfe traditioneller Recruiting-Methoden die größten Talente zu erkennen, so die Gründer.
Um wieder mehr Zeit und Energie für die Entwicklung innovativer Produkte zu haben, beschlossen die beiden, eine neue Methode auszuarbeiten, wie sich Software-Ingenieure basierend auf ihren individuellen Programmier-Skills schneller und einfacher bewerten lassen. "Zusammen haben wir eine Reihe automatischer Codier-Challenges entwickelt, die nicht nur helfen, tausende Recruiting-Stunden einzusparen, sondern auch die Leistungsgesellschaft fördern", erklären Ravisankar und Karunanidhi die Vorteile ihres neuen Ansatzes.
Bereits 40 Firmen vertreten
Dass die Idee gut anzukommen scheint, zeigt das stetig wachsende Kundenportfolio der kalifornischen Website. Rund 40 Firmen suchen eigenen Angaben zufolge bereits über HackerRank Jobs nach neuen Programmier-Talenten - darunter etwa der Fahrdienst-Vermittler Uber, die Software-Schmiede Atlassian oder der Virtualisierungs-Spezialist VMware.
Wie HackerRank-CEO Vivek Ravisankar gegenüber "TechCrunch" verrät, verlangt das Unternehmen derzeit keinerlei Gebühr für das Einstellen von Jobangeboten auf der Webseite. Das soll sich aber in Zukunft ändern. Dann sollen potenzielle neue Arbeitgeber hierfür auch zur Kasse gebeten werden. Der Betrag soll sich dabei nach der Anzahl der qualifizierten Bewerber richten, die sie über den Service vermittelt bekommen, erklärt Ravisankar abschließend.
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Checken von E-Mails kostet 29 Arbeitstage pro Jahr
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Bis zu drei Überstunden täglich treiben viele Manager in den Wahnsinn
London/Amsterdam (pte012/12.01.2016/12:30) - Durchschnittlich arbeiten Manager täglich eine Stunde länger als vorgeschrieben und verbringen etwa den Jahresurlaub eines Angestellten allein mit dem Abarbeiten von E-Mails. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Befragung des Chartered Management Institute (CMI) http://managers.org.uk .
Stress durch digitale Post "Bei schnellem Wechsel von Aufgaben muss die Aufmerksamkeit geteilt werden, was zum Beispiel auf Kosten von Gedächtnisleistung, Kreativität und Produktivität geht. Unterbrechungen einer Arbeit bedeuten zusätzliche Belastungen für das Gehirn, da jede Neufokussierung Energie verbraucht, die Herzfrequenz steigt, wir empfinden Stress - und das auch noch nach der Arbeit. Auf Dauer ist Stress durch Überforderung pures Gift und kann bis zu Depressionen führen", erklärt Doktor Christian Roth http://spieleforschung.de im pressetext-Gespräch.
CMI befragte insgesamt über 1.500 Manager nach ihrem Büroalltag und brachte ans Licht, dass vier von fünf Teilnehmern täglich etwa eine Stunde länger arbeiteten. Dazu gab eine Vielzahl an, sich in den Überstunden weniger produktiv zu fühlen. Oftmals ist es vor allem die Bearbeitung von E-Mails, die die Arbeitszeit in die Länge zieht.
Neue physische Belastungen Viele Manager fühlen sich durch das ständige Checken des Postfaches deutlich gestresst und bemerken sogar gesundheitliche Nachteile. Je eine von zehn Führungskräften ist täglich sogar im Schnitt drei Stunden länger mit der Arbeit beschäftigt. Insgesamt resultieren die Überstunden jährlich in 29 Tagen, die mit dem Bearbeiten von E-Mails verbracht werden.
"Die Produktivität wird weiterhin leiden, wenn Arbeitgeber ihre Manager nicht davon abhalten, sich zu überarbeiten. Es ist eine Balance zwischen Arbeit und Leben notwendig", erklärt Ann Francke von CMI. Weitere bereits bekannte Folgen auf die Gesundheit sind vor allem Nacken- und Rückenprobleme. "Fortschritte in der Technik bedeuten, dass immer weniger Leute physische Arbeiten ausüben müssen. Die meisten Leute bevorzugen eine Arbeit im Büro-Umfeld", unterstreicht Emily Partridge, Physiotherapeutin bei Bupa http://bupa.co.uk . Link zu anderen Stories |
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Facebook’s 2015 Jahresrückblick
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Facebook publiziert eine Top-10-Liste der Themen, welche im Jahr 2015 die FB-Beiträge dominiert haben
So wurden Beiträge aus aller Welt anonym analysiert um zu ermitteln wie häufig ein Thema aufgegriffen wurde.
Die Top 10 (Weltweit):
1. Präsidentschaftswahlen in den USA
2. Terroranschläge in Paris vom 13. November
3. Bürgerkrieg in Syrien und Flüchtlingskriese
4. Erdbeben in Nepal
5. Schuldenkriese in Griechenland
6. Gleichstellung der gleichgeschlechtlichen Ehe
7. Kampf gegen ISIS
8. Angriff auf Charlie Hebdo
9. Proteste in Baltimore
10. Amoklauf in Charleston und die Flaggen-Diskussion
Weitere Top-10-Listen und Statistiken finden Sie auf der offiziellen Webseite.
Zur offiziellen Webseite: Offizielle Webseite
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Weihnachten: Firmen vergeht vermehrt das Feiern
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Streichung nicht aus Kostengründen, sondern wegen Desinteresse
Alexandria (pte004/03.12.2015/06:10) - 2015 sind immer weniger Unternehmen daran interessiert, Weihnachtsfeiern für ihre Angestellten zu veranstalten. Nur 65 Prozent laden am Ende des Jahres zum großen Fest - 2012 waren es noch 72 Prozent, 1998 sogar 83 Prozent. Mangelnde finanzielle Ressourcen, die nach der Wirtschaftskrise 2009 die Feierwut auf nur 61 Prozent der Firmen reduziert hat, sind dafür aber nicht verantwortlich: Die meisten Unternehmer geben an, die Feierlichkeiten "einfach so" ausfallen zu lassen.
Niemand vermisst Firmenfeiern
"Vielleicht haben sie festgestellt, dass sie niemandem abgehen", sinniert Evren Esen von der Society for Human Resource Management (SHRM) http://shrm.org über die Motive der Managements. Das Unternehmen hatte die Befragung durchgeführt. Möglicherweise steht aber auch der verlorengegangene Nutzen des Feierns im Vordergrund.
"Firmen suchen immer nach neuen Wegen, um ihre Gewinne effizienter zu maximieren", meint Esen. "Sie sehen sich diese strategisch an. Was schätzen Angestellte? Vielleicht können sie das Geld für etwas anderes nutzen, das vorteilhafter wäre." Darüber wären die Mitarbeiter laut einer anderen Umfrage auch gar nicht abgeneigt: Viele hätten Geld oder Geschenke gegenüber der Weihnachtsfeier bevorzugt - jedoch bieten nur 23 Prozent der Unternehmen laut SHRM am Jahresende Präsente an, die nicht auf der Leistung der Angestellten basieren.
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TV und Internet leisten Verblödung Vorschub
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Cambridge-Forscher weisen Vorteile klassischen Lesens nach
Cambridge (pte002/07.09.2015/06:05) - Fernsehen, Internet und Computerspiele machen nicht unbedingt schlau. Im Gegenteil, jede zusätzliche Stunde vor den Geräten sorgt für merklich schlechtere Noten beim General Certificate of Secondary Education (GCSE), dem britischen Gegenstück zur mittleren Reife. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie der University of Cambridge . Mehr Zeit für Hausaufgaben oder klassisches Lesen dagegen ist - zumindest in Maßen - gut für die schulische Leistung.
845 britische Schülern analysiert
Theoretisch kann Fernsehen über das Zeitgeschehen informieren und dank Dokumentationen bilden, während das Internet im Informationszeitalter unverzichtbar für den Wissenserwerb scheint. Die Praxis allerdings sieht anders aus, wie die aktuelle Studie an 845 britischen Schülern zeigt. Denn diese haben beim GCSE umso schlechter abgeschnitten, je mehr Zeit sie vor Bildschirmen verbrachten. Wer mit 14,5 Jahren eine Stunde mehr moderne Medien konsumiert hat, kam der Cambridge-Studie zufolge dann mit 16 bei der Prüfung auf 9,3 Punkte weniger. Das entspricht zwei Notengraden in einem oder je einem Notengrad in zwei Fächern.
Während Fernsehen und Internet offenbar tatsächlich eher zur Verdummung der Bevölkerung beitragen, hat ein gutes Buch den gegenteiligen Effekt. Für jene Schüler, die mehr Zeit mit Hausaufgaben oder auch Lesen zum Vergnügen verbracht haben, gab es beim GCSE deutlich bessere Noten. Eine Stunde mehr dieser sinnvollen Beschäftigung entspricht der Studie zufolge gleich 23,1 Punkten bei der Prüfung. Allerdings galt das in der Studie nur, wenn diese Aktivitäten maximal vier Stunden täglich beanspruchten. Das liegt den Forschern zufolge wohl daran, dass nur sehr schwache Schüler noch mehr Zeit in Hausaufgaben investieren müssen, davon aber nicht wirklich etwas haben.
Sport statt Sitzen vor der Glotze
"Wir gehen davon aus, dass Programme zur Reduktion von Bildschirm-Zeiten wichtige Vorteile für Prüfungsnoten von Teenagern haben könnten und auch für ihre Gesundheit", meint daher Esther van Sluijs, Expertin für Verhaltensepidemiologie in Cambridge. Denn im Gegensatz zum Herumsitzen vor der Glotze oder dem PC hat physische Betätigung der Cambridge-Studie zufolge keinen Einfluss auf die schulische Leistung. Gesunder Sport wäre also ein viel sinnvollerer Ausgleich zum Lernen als Fernsehen oder Computerspielen.
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DreamSpark Premium
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Microsoft unterstützt Studierende für den Berufseinstieg in die Softwareentwicklung mit kostenfreien Tools
Meldung
Wallisellen, im April 2014¦ Mit DreamSpark Premium können Studierende kostenlos professionelle Entwicklerwerkzeuge beziehen und für den Berufseinstieg wichtige Kompetenzen aufbauen.
Im Arbeitsmarkt besteht eine hohe und zunehmende Nachfrage nach Softwareentwicklern. Microsoft erleichtert Studierenden mit DreamSpark Premium den Karriereeinstieg und bietet kostenfreien Zugang zu unlimitierten Vollversionen von Entwicklerwerkzeugen wie Visual Studio und Software Development Kits für Apps und Games, Robotiklösungen, Kinect, Webprojekte und Desktop-Applikationen. Studierende können zudem mit Vollversionen von SQL Server, Visio, MS Project, SharePoint Designer sowie SharePoint Server und BizTalk Server eine vollständige Entwicklerumgebung aufbauen. Eine professionelle Umgebung ermöglicht die Programmierung in den Sprachen HTML, C++, C#, JavaScript und vielen mehr, womit die modernsten Softwareprojekte realisiert werden können: Cloud Computing, Social Media Lösungen, Enterprise Software, mobile Apps für Tablets und Smartphones, Tools und Spiele. Die Nachfrage in der Softwarebranche – ob bei Softwaredienstleistern oder Unternehmen, die eigene Entwicklerabteilungen unterhalten – ist sehr hoch. Studierende, die über diese Kompetenzen verfügen, können sich damit einen starken Karrierestart in der Praxis sichern.
DreamSpark Premium an Hochschulen
Nahezu alle Schweizer Hochschulen und Universitäten mit einem technischen Hintergrund verfügen über ein DreamSpark Premium Abonnement. Interessierte Studierende haben über den Login ihrer Hochschule oder von SWITCH Zugang zu den Downloads: www.microsoft.ch/dreamspark.
App Entwicklung
Mit Tablets und Smartphones sind Endgeräte im Markt erschienen, die mit Apps eine neue Nutzererfahrung bieten. Apps stellen eine besondere Form von Software dar, die schnell, flüssig und touch-optimiert ist. Entwicklertools von Microsoft unterstützen die Programmierung von Apps für Mobilgeräte und ermöglichen auf der Windows Plattform Zugriff und Nutzung von nativen Funktionen des Betriebssystems. Die Stores für Windows und Windows Phone sind ideale Marktplätze für App-Entwickler, sie bieten ein hohes Potenzial für die Veröffentlichung und Verbreitung der entwickelten Apps und weisen eine attraktive Struktur für die Monetarisierung auf. Für Studierende ist der Zugang zu den Stores ebenfalls kostenfrei.
Links
DreamSpark Premium: www.microsoft.ch/dreamspark
Kontakt
Siwan A. Levy, Developer Audience Marketing Managerin, siwan.levy@microsoft.com
Microsoft Schweiz GmbH, Richtistrasse 3, 8304 Wallisellen
Telefon: +41 (0)78 844 63 93; Fax +41 (0)434 56 44 44
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Mit einem Studium der Literatur- und Sprachwissenschaften ins Personalmarketing, wie geht das?
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Als Ansprechperson an rund 30 Hochschulmessen und Präsentationen an Universitäten kam mir diese Frage häufig zu Ohren. Wieso und wie das geht lesen Sie auf den folgenden Zeilen.
Von: Konrad Merz
Zu meinen Hauptaufgaben gehört das Organisieren sämtlicher Hochschulauftritte der Bundesverwaltung. So habe ich dieses Jahr die Bundesverwaltung an rund 30 Hochschulmessen und Präsentationen an Universitäten in der ganzen Schweiz repräsentiert. Dabei organisiere ich die gesamte Infrastruktur unseres Standes, erstelle Verträge mit den Veranstaltern, koordiniere die dazugehörigen Publikationen und die Zusammenarbeit mit den sechs anderen Departementen. An den Messen stehe ich potentiellen Kandidatinnen und Kandidaten für Fragen zum Berufseinstieg bei der Bundesverwaltung zur Verfügung. Ganzjährig bin ich zudem erste Ansprechperson für die genannte Zielgruppe, von welcher die Bundesverwaltung pro Jahr rund 400 bis 500 rekrutiert. Somit bereitete ich eine jährlich stattfindende Tagung für alle aktuellen Hochschulpraktikantinnen und Hochschulpraktikanten vor und gestaltete diese mit interessanten Inhalten zu den Karriereperspektiven nach dem Hochschulpraktikum. Das Bewirtschaften und Weiterentwickeln sämtlicher Kommunikationsmittel und -kanäle für das Hochschulsegment, das Analysieren von Grundlagendaten sowie Trends zum internen und externen Arbeitsmarkt (Marktmonitoring) runden diese überaus vielseitige und spannende Tätigkeit ab. Zusätzlich bin ich Teil des Social Media Teams der Bundesverwaltung, welches aus einer Zusammenarbeit des Personalmarketings und der Kommunikationsabteilung hervorging.
Angestellt bin ich im Ressort Personalmarketing und Diversity Management im Eidgenössischen Personalamt (EPA), welches dem Eidgenössischen Finanzdepartement (EFD) zugehört. Für das Hochschulmarketing sind drei Personen zuständig. Ein ziemlich kleines aber junges und dynamisches Team, wenn man bedenkt, dass wir für rund 37‘000 Angestellte zuständig sind. Die Bundesverwaltung fördert die Diversität wie z. B. die Mehrsprachigkeit, die Chancengleichheit sowie die Gleichstellung zwischen Frau und Mann; unser Ressort ist sehr durchmischt und beschäftigt Frauen und Männer aus allen drei Sprachregionen der Schweiz mit den unterschiedlichsten Hintergründen. So ist es gut möglich, dass während der Kaffeepause in Deutsch, Französisch oder Italienisch kommuniziert wird. Gerade diese Durchmischung der Sprachen und Persönlichkeiten gefällt mir. Sicherlich auch, weil ich selber Anglistik und Germanistik studiert habe und mich für Sprachen und Interdisziplinarität allgemein interessiere.
Während meinem Studium war ich Teilzeit als Sales Agent bei einer Fluggesellschaft und als Stellvertretungslehrperson an diversen Schulen tätig. Den Bezug zur Beratung, Kommunikation und Öffentlichkeit hatte ich also bereits. Sicherlich auch deshalb sprach mich das Stelleninserat für dieses Praktikum auf Anhieb an; Voraussetzung war ein universitärer Master in Betriebswirtschaft, Sozial- oder Geisteswissenschaften, Kenntnisse aller drei Landessprachen sowie eine gute Schreibe. Das von mir mitgebrachte Gesamtpaket passte. Darüber hinaus hatte ich nur Gutes über die On-the-job-Ausbildung bei der Bundesverwaltung gehört; diese sind das Rekrutierungsinstrument denn rund 35% erhalten direkt danach eine Festanstellung. Was mich täglich motiviert ist, dass ich mich für die Schweiz engagieren kann und dabei herausfordernde Aufgaben mit viel Eigenverantwortung und Gestaltungsfreiraum übernehmen kann. Meine Praktikumsverantwortliche ist vor vier Jahren selber mit meiner Stelle ins Unternehmen eingestiegen und ist heute stellvertretende Leiterin des Ressorts.
Den idealen Berufseinstieg nach dem Abschluss des Studiums zu finden ist nicht leicht; oft scheitert es an der fehlenden, mehrjährigen Berufserfahrung im Bereich. Ihre Eignung für eine Stelle fängt aber viel früher an; studieren Sie was Ihnen auch gefällt und Ihren persönlichen Fähigkeiten sowie Interessen entspricht und sammeln Sie neben dem Studium Berufserfahrung wo immer möglich um neue Kompetenzen zu gewinnen. Achten Sie penibel auf ein genaues, zielorientiertes und aussagekräftiges Bewerbungsdossier; sind Sie einmal zum Gespräch eingeladen können Sie ihre Begeisterung und Motivation für die betreffende Stelle erst richtig zum Ausdruck bringen. Und bleiben Sie flexibel sowie anpassungsfähig.
Über mich:
Mit einem Masterabschluss der Universität Basel in Anglistik und Germanistik absolviere ich ein einjähriges Hochschulpraktikum beim Eidgenössischen Personalamt (EPA) im Ressort Personalmarketing und Diversity Management in Bern. Während meinem Studium war ich unter anderem als Sales Agent bei der Fluggesellschaft SWISS sowie als Stellvertretungslehrperson beim Kanton Basel-Stadt tätig.
Über die Bundesverwaltung:
Die Bundesverwaltung ist die grösste öffentlcihe Verwaltung der Schweiz. Rund 37’000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in den sieben Departementen und der Bundeskanzlei tätig. Die Budnesverwaltung pflegt zwischenstaatliche Beziehungen, schafft gute Rahmenbedingungen für Gesellschaft und Wirtschaft, stellt Infrastrukturen bereit und sorgt für die Sicherheit von Staat, Bürgerinnen und Bürgern. Das Ressort Personalmarketing und Diversity Management sorgt unter anderem durch Personalgewinnung dafür, dass der jährlichen Bedarfs an Absolventinnen und Absolventen aller Fachrichtungen gedeckt ist.
Dieser Artikel erschien im 'SCROGGIN-career' Ausgabe 11 - 2013. |
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Generation Y - Das Recruiting der Zukunft
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Vieles deutet darauf hin: Das Recruiting von neuen Mitarbeitern ist im Wandel. Neue, jedoch schon seit längerem absehbare Herausforderungen kommen auf die Unternehmen zu und erfordern neue Wege bei der Suche nach Nachwuchskräften.
Von: Orlando Grand
Macht man sich Gedanken über das Recruiting-Vorgehen der Zukunft, kommt man nicht umhin, die Generation Y einzubeziehen. Die heutige Generation der 20- bis 30-Jährigen wird die Arbeitswelt nachhaltig beeinflussen. Vorhang auf für eine Generation von Mitarbeitenden, für die selbstverständlich ist, dass Unternehmen individuell auf sie eingehen! Verdenken dürfen wir ihnen diese Einstellung nicht. Wurde ihnen doch schon von Kindesbeinen an vermittelt, dass ihnen die Welt offensteht. Und dieses Selbstbewusstsein – oder besser gesagt, Selbstverständnis – trifft nun auf die harte Realität unserer Geschäftswelt. „Willkommen im Club“, möchten wir aus der Generation 50+ rufen, denn uns ging es doch auch nicht anders. Aber der jungen Generation geht es anders. Und zwar nicht nur aufgrund des demografischen Wandels, der ihre Bedeutung noch deutlich steigen lässt, sondern auch aufgrund ihrer grundsätzlich anderen Einstellung. Während meine Generation noch vermeintlich respektvoll die Arbeitswelt mit dem Bild der klassischen Karriere verband, kommen die jungen Menschen heute mit einer Vielzahl von individuell unterschiedlichen und immer wieder neuen Vorstellungen des eigenen Werdeganges in die Unternehmen. Kommt dieses den Vorstellungen nicht nach, sind die Einsteiger schneller beim nächsten Arbeitgeber, zurück an der Uni oder im eigenen Start-up, als sich das ein Arbeitgeber ausmalen kann. Dieses unerschütterliche Vertrauen in die Richtigkeit der eigenen Entscheidung – und sei sie auch noch so kurzfristig – ist der wahre Unterschied dieser neuen Generation. Will ein Unternehmen sie für sich gewinnen, muss es zwangsläufig auf diese Vorstellungen eingehen und so manchen Prozess im Recruiting umformen.
Videoformate und mobile Stellensuche
Unternehmen können die fortschreitende Digitalisierung und die zunehmende Beliebtheit des Web 2.0 in der Generation Y heute bei der Gewinnung qualifizierter Nachwuchskräfte nicht mehr ignorieren. So ist die Rekrutierung über Online-Jobbörsen längst zum Standard geworden. Immer höhere Übertragungsgeschwindigkeiten im stationären und mobilen Internet eröffnen neue Kommunikationswege, die früher als dauerhaft verschlossen galten. Wo immer neue technische Möglichkeiten entstehen, müssen Personaler auch über die Präsentation der Inhalte, zum Beispiel eine ausgeschriebene Stelle, nachdenken. Videoformaten und mobile Plattformen kommen zunehmend ins Spiel. Während Unternehmen bis in die späten 1990er-Jahre das Gros neuer Mitarbeitenden mehrheitlich durch Stellenanzeigen in Printmedien suchte, stehen heute Online-Stellenbörsen im Zentrum des Recruiting-Mixes.
Ein „Must-have“ im Kommunikations-Mix des Recruitings im digitalen Zeitalter wird immer mehr die Einbindung von Bewegtbildern. Über Arbeitgeber-Videos können die Unternehmen sich aufmerksamkeitsstark, ansprechend, anschaulich und glaubwürdig als attraktiver Arbeitgeber präsentieren. Der nächste logische Schritt wird somit die direkte Einbeziehung von Unternehmensvideos in Stellenausschreibungen sein. So kann das Unternehmen den Bewerbern durch Verbildlichung und Vertonung einen ersten Eindruck vom Unternehmen, dem zukünftigen Arbeitsplatz und den Kollegen geben. Wie aktuelle Statistiken unter anderem vom Branchenverband Bitkom belegen, hat die vermehrte Nutzung von Smartphones und Tablet-PCs dazu beigetragen, dass die Jobsuche sich mobilisiert. Wer junge „Digital Natives“ erreichen möchte, darf diesen Kanal nicht vernachlässigen. Eine Umfrage unter den Nutzern des Stellenportals JobStairs hat jüngst ergeben, dass schon heute 14 Prozent der Befragten von einem attraktiven Arbeitgeber die Möglichkeit zur Bewerbung über mobile Endgeräte erwarten. Gerade in der mobilen Zukunft des Recruitings gilt dabei: Bilder erregen mehr Aufmerksamkeit als Texte. Insofern deutet vieles darauf hin, dass die Erfolgsgeschichte des Bewegtbildes für das Recruiting gerade erst begonnen hat.
Ein neues Selbstverständnis der Generation Y sowie Videoformate und mobile Stellensuche sind nur zwei offensichtliche Trends. Im Sammelsurium der Veränderungen im modernen Recruiting treffen wir daneben auf weitere Entwicklungen in Social-Media-Netzwerken (Facebook, Twitter, Xing usw.) – aber auch im Umgang mit der Generation Y.
Über Orlando Grand:
Orlando Grand ist Coach, Trainer und Unternehmensberater für Führungs- und Personalmanagemententwicklung hauptsächlich in kleinen und mittelständischen Unternehmen. Er arbeitet in der Personalberatung von Fach- und Führungskräften, in der Erwachsenenbildung als Dozent für die Fächer Leadership, Kommunikation und Personalmanagement sowie als Trainer und Coach in der Umsetzung von unternehmensspezifischen Problemstellungen. 2004 gründete er das Beratungsunternehmen gipfelstürmer.ch gmbh.
Über gipfelstürmer.ch gmbh:
Der Name gipfelstürmer.ch steht als Metapher für Führungskräfte, Leaderhip und Persönlichkeitsentwicklung. Täglich Menschen zu führen, deren Entwicklung zu fördern und mit entsprechenden Zielen Erfolge zu erreichen, ist eine grosse Herausforderung, der sich Führungskräfte täglich stellen. Die Berater unterstützen Unternehmen, Organisationen, Führungskräfte und Mitarbeitende in der Entwicklung von Leadership-Merkmalen.
Dieser Artikel erschien im 'SCROGGIN-career' Ausgabe 11 - 2013. |
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Machen Titel Leute?
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Wohlklingende Titel sind in der Schweiz zu Tausenden zu erwerben: so viele Abschlüsse – so wenig Übersicht. Braucht die Schweiz mehr «Bildungs-Regulierung»? Welche Weiterbildung lohnt sich? Was geniesst Anerkennung? Und wie steht es mit dem lieben Geld?
Von: Claude Meier, Delegierter Bildungspolitik beim Kaufmännischen Verband Schweiz
Wer vor Weiterbildungsentscheiden steht, sieht sich mit einem ausgesprochen unübersichtlichen Dschungel konfrontiert. Laufend schiessen neue Bildungsgänge aus dem Boden, der Titelwirrwarr ist gross und es ist nicht alles Gold, was im Weiterbildungsmarketing so glänzend daherkommt. Von Überblick kann schon lange keine Rede mehr sein und man läuft Gefahr, vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr zu sehen. Dagegen hilft schon die Orientierung an wenigen Grundüberlegungen. Bildungsinvestitionen sollen rentieren. Wert kann dabei nur entwickeln, was die Praxis auch tatsächlich nachfragt: für Arbeitnehmer/innen, die ihre beruflichen Kompetenzen festigen oder den Grundstein für ihren nächsten Laufbahnschritt legen möchten genauso wie für Unternehmen, die ihre Position am Markt auch über Weiterbildungsmassnahmen stärken wollen.
Sichere Werte gefragt.
Verlässlich sind dabei eidgenössisch anerkannte Abschlüsse, vor allem die geschützten Titel der Höheren Berufsbildung: Fachausweise (Berufsprüfung) und Diplome (Höhere Fachprüfung und Höhere Fachschule). Ihre Qualifikationen werden direkt von den Verbänden und Branchenorganisationen definiert und auf die aktuellen Anforderungen im Arbeitsmarkt hin ausgerichtet. Wer diesen Weg wählt, ist beruflich am Puls der Zeit und kann sich darauf verlassen, dass die Abschlüsse in der Branche verstanden werden. Die Hochschultitel nach dem Bologna-System (Bachelor, Master) sind sowohl eidg. wie auch international anerkannt, doch schon bei der Weiterbildung beginnt auch an Universitäten und Fachhochschulen eine gewisse Unübersichtlichkeit: Offizielle Anerkennung und Titelschutz bestehen nur für die Weiterbildungs-Master (MAS) und nur in der Schweiz. Zertifikate und Diplome (CAS, DAS) unterliegen keinem eidg. Reglement. Daneben existiert eine Vielzahl an Abschlüssen ohne offizielle Anerkennung. Sie machen die Weiterbildungslandschaft erst zum Dschungel. Hier gilt es genau hinzuschauen, welchen Rückhalt sie in der Wirtschaft geniessen.
«Alle Titel tönen gut, aber ...».
Viele Weiterbildungen werden direkt von Verbänden oder Branchenorganisationen getragen, z.B. Sachbearbeiter oder Zertifikatslehrgänge. Die Wirtschaft definiert somit ihre Anforderungen selbst. Die Qualifikationen verbandsgetragener Weiterbildungen werden darum in der Praxis verstanden – ein entscheidender Vorteil, auch ohne staatliche Anerkennung. Rein schulischen Abschlüssen dagegen fehlt diese institutionalisierte Abstützung in der Praxis. Hauseigene Titel klingen zwar oft überzeugend. Nur nützt das wenig, wenn das Qualifikationsprofil unscharf und der Titel auf dem Markt unbekannt ist – beides durchaus Gründe, warum aus einer Weiterbildungsinvestition Enttäuschung statt Rendite resultieren kann. Eine bessere Lesbarkeit und Vergleichbarkeit von Abschlüssen, mehr Transparenz und Durchlässigkeit sind Ziele, die auch bei den derzeit laufenden Vorarbeiten für ein Weiterbildungsgesetz des Bundes verfolgt werden sollen. Eine neue «Bildungs-Regulierung» braucht die berufliche Weiterbildung allerdings nicht. Mehr Transparenz heisst hier nicht weniger, sondern besserer Markt.
Grenzen überwinden …
Vordringlich ist eine breitere Anerkennung der Schweizer Berufsabschlüsse der Höheren Berufsbildung: Die Globalisierung der Wirtschaft bringt auch eine Internationalisierung der Bildungslandschaft mit sich, doch findet diese bislang weitgehend unter Ausblendung der dualen Berufsbildung statt, welche die Schweiz prägt: Bologna ist in aller Munde, der Kopenhagen-Prozess (das «Bologna der Berufsbildung») ist über einen kleinen Expertenkreis hinaus kaum bekannt. Ähnlich ergeht es den Schweizer Berufsabschlüssen selbst: Vor allem die Höhere Berufsbildung steht vor der Herausforderung, sich in der Konkurrenz mit den Hochschulen und im internationalen Umfeld zu behaupten, um nicht unter Wert gelesen zu werden. Wie soll heute ein amerikanischer Manager verstehen, dass z.B. ein eidg. dipl. Experte in Rechnungslegung und Controlling einen Abschluss auf Meister-, sprich Master-Niveau hat? Erste Hürde ist dabei die Landesgrenze: Eine hochwertige betriebliche Berufsbildung wie in der Schweiz existiert nur in wenigen Staaten. Vor allem aber kennt kein anderes Land ein vergleichbares System praxisbasierter höherer Bildung. Weil in den allermeisten Ländern höhere Qualifikationen nur akademisch erworben werden, wird die Qualität der Schweizer Berufsabschlüsse oft verkannt.
… und Übersetzbarkeit schaffen.
Der akademischen Welt sind auch in der Schweiz die Qualitäten der (Höheren) Berufsbildung alles andere als vertraut. Diese zweite, grundsätzlichere Hürde führt darum auch auf dem heimischen Markt zu Benachteiligungen: Gerade in multinationalen Konzernen fällt immer häufiger ein akademisch geprägtes Management die Personalentscheide. Wasnicht den Titel Bachelor oder Master trägt, ist für sie nichts wert. Zur Stärkung von Schweizer Berufsleuten erweist sich darum die «Übersetzungsarbeit» als zentral. Hier zeigt sich nun, dass die Bewertung berufspraktisch erworbener Kompetenzen im Vergleich zu schulischer Bildung in den Kinderschuhen steckt – und bislang zu Ungunsten der Berufsbildung ausfällt. Dieser Schieflage können die laufenden Bestrebungen im Rahmen des «Kopenhagen-Prozesses» entgegenwirken,
alle Bildungsabschlüsse – berufliche wie akademische – in einen einheitlichen Qualifikationsrahmen einzubinden. Dabei muss die Idee im Vordergrund stehen, dass zählt, was jemand kann – und nicht, wo und wie er sich die Kompetenz erworben hat. Dass Titel Leute machen, soll auch für unsere bewährte Berufsbildung Gültigkeit behalten.
Das liebe Geld.
Die beste – auch die anerkannteste – Bildung nützt jedoch nichts, wenn sie nicht nachgefragt wird.
Hier spielen auch die Kosten eine Rolle. Im Gegensatz zur akademischen ist die berufliche Bildung in der Schweiz weitgehend privat finanziert. Qualitativ hochwertige Bildungsgänge sind darum für die Kundschaft kostspielig (umgekehrt heisst teuer aber nicht automatisch gut!). Eine stärkere öffentliche Mitfinanzierung anerkannter Formen der Höheren Berufsbildung drängt sich darum auf – ebenso wie die gezielte Förderung von Menschen am anderen Ende der Bildungsskala: Wer heute nicht richtig lesen und schreiben oder mit dem Computer umgehen kann, hat auf dem Arbeitsmarkt längerfristig kaum noch Chancen. Eine breite Bildungsoffensive bedeutet darum zwingend zweierlei: die Förderung von Grundkompetenzen als vorsorgende Sozialpolitik und die Stärkung hochstehender Weiterbildung als weitsichtige Wirtschaftspolitik.
Was streben «Bologna» und «Kopenhagen» an?
Die Bologna-Reform zielt auf die Verwirklichung eines wettbewerbsfähigen und dynamischen
Hochschul- und Forschungsraums in Europa. Kernpunkte der Reform sind das zweistufige Studiensystem mit Bachelor als Erst- und Master als Zweitabschluss sowie die Einführung des Leistungspunktesystems ECTS für den gesamten Hochschulbereich zur Förderung von Transparenz und Mobilität.
Der Kopenhagen-Prozess ist eine arbeitsmarktorientierte Strategie der EU. Sie soll die Qualität und Attraktivität der Berufsbildung steigern sowie die Mobilität fördern. Diese Ziele werden durch die Vergleichbarkeit, Durchlässigkeit und Transparenz von Qualifikationen angestrebt. Zu den wichtigsten Umsetzungsinstrumenten zählen der Europäische Qualifikationsrahmen (EQF) und das Europäische Leistungspunktesystem für Berufs- und Weiterbildung (ECVET):
> Mit dem ECVET (European Credit system for Vocational Education and Training) wird ein Leistungspunktesystem für die Berufs- und Weiterbildung etabliert. Im Gegensatz zum ECTS misst es den Output von Lernen. Es soll Lernergebnisse messbar machen – egal ob schulisch oder praxisbasiert erworben: Von Interesse ist, was jemand wirklich kann. Die praktische Umsetzung ist noch nicht geklärt und wird derzeit in einzelnen Ländern getestet.
> Der Europäische Qualifikationsrahmen (EQF: European Qualification Framework) dient dem länderübergreifenden Vergleich von nationalen Qualifikationen. Seine acht Niveaus umfassen sämtliche Abschlüsse von Ende Grundschule bis zur höchsten Stufe akademischer oder beruflicher Aus- und Weiterbildung. Dieser Vergleich ermöglicht Lernenden, Arbeitgebern, Behörden und Ausbildungsstätten, Qualifikationen aus anderen Ländern richtig einzuschätzen und mit Qualifikationen aus dem Heimmarkt zu vergleichen. Für die internationale Anerkennung der Schweizer Berufsabschlüsse ist ein solches «Übersetzungssystem» zentral.
Ausführliches Glossar: www.kvschweiz.ch/Bildung/Publikationen
Dieser Beitrag erschien in "Bildungsmarkt Schweiz 2011", einer Sonderpublikation der Zeitschrift ORGANISATOR
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Dieser Artikel erschien im 'SCROGGIN-career' Ausgabe 11 - 2013.
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Mehr Liebe zum Geld: Die Sahnehäubchen-Taktik

Frauen verdienen prozentual immer noch weniger als Männer und auch die aktuelle Renten-Diskussion zeigt: Monetärer Verzicht in jungen Jahren rächt sich im Alter. „Frauen fehlt die Liebe zum Geld“, sagt Melanie Vogel, Initiatorin der women&work. „Wenn Frauen nicht um die Sahnehäubchen verhandeln, bleiben ihnen am Ende des Berufslebens nur die Brotkrumen.“
Von: Melanie Vogel und Claudia Kimich
Altersarmut ist weiblich, doch der Grundstein dafür wird in jungen Jahren gelegt. Befragt nach den Wünschen und Anforderungen an potenzielle Arbeitgeber, wählten 300, von den Veranstaltern der women&work befragte Frauen, ein gutes Einstiegsgehalt nur auf Platz 26 von insgesamt 51 zur Wahl stehenden Kriterien. „Vielen Frauen ist Geld weniger wichtig als ein gutes Betriebsklima oder eine wertschätzende Führungskultur“, sagt Melanie Vogel. „Sie vergessen dabei, dass eine gute Leistung auch einen finanziellen Gegenwert haben muss.“
Das bestätigt auch Claudia Kimich, Verhandlungsexpertin und Autorin des Buches „Um Geld verhandeln“. „Frauen versäumen zu oft, in Gehaltsverhandlungen geschickt zu taktieren.“ Die Expertin hat daher drei Tipps zusammengestellt, die helfen, bei Gehaltsverhandlungen geschickt auch die Sahnehäubchen abzugreifen.
1. Gehaltskompromiss ohne Gesichtsverlust
Wollen Frauen in einem Bewerbungsgespräch 60.000 Euro Jahresgehalt, der Arbeitgeber bietet aber nur 40.000 Euro, bedeutet ein Nachgeben einen Gesichtsverlust für die Bewerberin, selbst wenn sich beide in der Mitte einigen. 30 Prozent Unterschied sind laut der Verhandlungsstrategin zu hoch. Die einzige Chance das Gesicht zu wahren und gleichzeitig Selbstsicherheit auszustrahlen liegt ihrer Meinung nach in folgender Antwort: "Während der Probezeit arbeite ich zu Ihren Bedingungen, danach richten Sie sich nach meinen!" Wichtig ist, sich auf diesen Deal nur bei sofortiger schriftlicher Vereinbarung einzulassen.
2. Nachlass nur mit Gegenleistung
Handeln belebt das Geschäft, doch Vorsicht: Glaubwürdigkeit heißt die Devise und ein Nachlass sollte laut Kimich nie ohne Gegenleistung erfolgen. „Wenn Frauen zuerst ein Gehalt X verlangen und sich dann um 30 Prozent drücken lassen, hätten sie ja gleich weniger verlangen können. Die Glaubwürdigkeit leidet.“ Sie rät, anstelle eines Nachlasses z.B. weniger Stunden, andere Aufgaben, mehr Urlaub, Weiterbildung, Zuschüsse zu Kinderbetreuung oder Kantinenessen oder Dienstwagen als Gegenleistung zu verlangen. „Nur dann bleiben Frauen bei ihrer Gehaltsverhandlung auf Augenhöhe und werden auch anschließend im Job ernst genommen.“
3. Schmerzensgeld-Aufschlag
Wenn bei einem zukünftigen Arbeitsplatz nicht alle Komponenten ideal sind und von diesem einen Jobangebot nicht die gesamte Existenz abhängt, dann sollten Bewerberinnen ganz genau überlegen, was sie gerne tun und was nicht. Claudia Kimich schlägt vor, für die weniger angenehmen Dinge entsprechende Mehr-Entlohnung zu verlangen, z.B. wenn der Job viele Reisen vorsieht oder die Arbeit unter bestimmten Umständen erfolgen soll. „Ich verlange bei meinen Klienten und Kunden vor 10 Uhr morgens als Schmerzensgeld den doppelten Satz. Ich bin einfach kein früher Vogel und wenn ich schon vor 10 Uhr arbeite, dann zumindest mit Schmerzensgeldaufschlag.“
Über Claudia Kimich:
Claudia Kimich ist Diplom-Informatikerin, systemischer Coach und Autorin des Buches „Um Geld verhandeln“. Nach IT- bzw. Vertriebsleitungspositionen trainiert und coacht sie seit 1998 für Geld verhandeln, Selbstmarketing und Schlagfertigkeit. Ihr Erfolgsrezept liegt in ihrer professionellen und authentischen Art, gewürzt mit Kreativität und einer klar strukturierten Vorgehensweise.
www.kimich.de
Über Melanie Vogel:
Melanie Vogel ist Geschäftsführerin der AoN – Agentur ohne Namen GmbH. Als Initiatorin der women&work, Deutschlands größtem Messe-Kongress für Frauen, wurde die AoN 2012 mit dem Innovationspreis „Land der Ideen“ ausgezeichnet. Auf der women&work treffen ambitionierte Besucherinnen am 8. Juni 2013 in Bonn von 10.00 bis 17.30 Uhr das Who-is-Who der deutschen Unternehmen. Vorterminierte Vier-Augen-Gespräche, spannende Kontakte mit über 80 Top-Unternehmen aus Deutschland und ein umfangreiches Kongress-Programm helfen den Frauen beim persönlichen Networking und bei der erfolgreichen Karriereplanung. Die women&work findet unter der Schirmherrschaft von Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen statt. Die Teilnahme ist kostenfrei. www.womenandwork.de
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Geistige Nahrung für nach dem Studium

Endlich können Sie das Gelernte als Führungskraft oder Schlüsselmitarbeiter in Unternehmen anwenden. Doch Sie stellen bald fest: Zuweilen ist die gelernte Theorie von der Praxis ziemlich weit entfernt. Gut gibt es Fachmagazine, welche Erfahrungswissen weitergeben und etwaige „Bildungslücken“ schliessen helfen.
Von: Thomas Berner
Wie organisiere ich einen Kunden-Event? Was mache ich mit einem „schwierigen Mitarbeitenden“? Wie beuge ich Stress und Burnout vor? Patentrezepte zur Bewältigung von Herausforderungen dieser Art gibt es kaum. Nützlich sind da Tipps von Menschen, welche über einen breiten Erfahrungshorizont verfügen und bereit sind, diese Erfahrung auch weiterzugeben – etwa in Fachzeitschriften für Führungskräfte.
Titel wie der ORGANISATOR, ein Fachmagazin für KMU, haben sich auf die Fahne geschrieben, Erfahrungswissen zu sammeln und lesbar aufzubereiten. Prägnant formulierte und mit Checklisten angereicherte Texte zeigen Lösungswege für – scheinbar – alltägliche Problemstellungen. Oder haben Sie sich auch schon gefragt, wie andere Firmen es schaffen, erfolgreich zu bleiben? Journalistisch aufbereitete Portraits von Menschen hinter den Unternehmen bieten wertvollen Anschauungsunterricht.
Mit der Lektüre von Fachmagazinen halten Sie sich auf dem Laufenden und werden stets auf die aktuellen Trends in der Arbeitswelt aufmerksam gemacht. Ein Abo ist deshalb eine lohnende Investition.
Kurzportrait ORGANISATOR
Der ORGANISATOR ist seit mehr als 90 Jahren ein Garant für praxisbezogene Informationen für Führungskräfte in KMU. In zehn Ausgaben pro Jahr schreiben Fachleute zu Themen wie Führung, Organisation, Finanzen, Personalwesen, Marketing, IT oder Betriebliches Gesundheitsmanagement. In jeder Ausgabe wird zudem ein aktuelles Thema in Form eines Dossiers umfassend behandelt. Übers Jahr verteilt erscheinen zudem die Sonderpublikationen „IT & Business Software“, „Bildungsmarkt Schweiz“ und „KMU-Monitor“.
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Ãœberall und immer bestens gebildet
«NZZ Campus» bietet Studierenden und Hochschulabsolventen im Web, über Social Media und als Heft Wissenswertes und Unterhaltsames für den Studentenalltag. Das viermal im Jahr erscheinende Magazin unterstützt die Studierenden in der Gestaltung des Studiums und berät beim Berufseinstieg. Mehrmals wöchentlich aktuelle Online-Beiträge greifen hochschulpolitische Themen auf und lassen Blogger aus verschiedenen Semestern und Universitäten zu Wort kommen.
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Der Königsweg für Betriebsökonominnen und -ökonomen
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Die vier MSc-Programme der ZHAW School of Management and Law
Streben Sie nach dem Bachelorstudium einen weiterführenden Abschluss an, und wollen Sie gleichzeitig in Teilzeit berufstätig sein? Dann sind die zweijährigen Master of Science (MSc) der ZHAW School of Management and Law eine attraktive Option. Die Programme, die Praxisorientierung und wissenschaftliches Fundament verbinden, machen Sie auf einem Gebiet zur Spezialistin bzw. zum Spezialisten und werden nachfolgend vorgestellt.
MSc in Business Administration with a Major in Marketing
Der MSc in Business Administration with a Major in Marketing bietet eine fachliche Vertiefung in modernem Marketing, in Kommunikation und kundenorientierter Unternehmensführung. Er schafft die Voraussetzung für eine erfolgreiche berufliche Entwicklung in allen Marketing- und marketingverwandten Bereichen von Unternehmen.
MSc in Business Administration with a Major in Public and Nonprofit Management
Die Weltorganisation UNO, das Staatssekretariat für Wirtschaft seco oder das Internationale Komitee vom Roten Kreuz IKRK: Die Schweiz kennt eine erfolgreiche, lange Tradition von öffentlichen Institutionen und Betrieben. Dieser Kooperationsmaster mit der Hochschule Luzern bereitet die Studierenden gezielt auf eine spannende und aktiv gestaltende Tätigkeit im öffentlichen Bereich und in Nonprofit Organisationen vor.
MSc in Banking & Finance
Falls Sie Ihr Fachwissen in den Bereichen Finanzierung, Investments, Alternative Investments und Risk Management vertiefen wollen, ist dieser Master das richtige Angebot. Der MSc ist ein Kooperationsangebot der ZHAW School of Management and Law und des Bereiches Wirtschaft der Hochschule Luzern. Beide Hochschulen verfügen über renommierte Institute im Bereich Banking and Finance und werden von der Schweizerischen Bankiervereinigung offiziell als Anbieter von Studiengängen empfohlen.
Neu: MSc in Wirtschaftsinformatik**
Dieser neue Studiengang vermittelt Ihnen fundierte Kompetenzen in den Bereichen IT-Management, strategisches und operatives Prozessmanagement sowie Projekt- und Change-Management. Es finden Spezialisierungen in Wissens- und Informationsmanagement, IT Governance sowie Risk and Compliance statt.
* * Der Start des Studiengangs erfolgt zum Herbstsemester 2012 vorbehältlich der Bewilligung des Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartements (EVD).
Weitere Infos unter www.sml.zhaw.ch/master
Masterstudiengänge
• MSc in Business Administration with a Major in Marketing
• MSc in Business Administration with a Major in Public and Nonprofi t Management
• MSc in Banking & Finance
• MSc in Wirtschaftsinformatik
Semestergebühren
• 720 Franken (Semestergebühr für das Studium inkl.
pauschale Prüfungsgebühr). Zusätzliche Kosten fallen für
studiengangspezifische Leistungen an.
• 100 Franken (Einschreibung zum Aufnahmeverfahren)
Standort: Winterthur (100 000 Einwohner)
ZHAW School of Management and Law
Sekretariat konsekutive Masterstudiengänge
St.-Georgen-Platz 2, Postfach, 8401 Winterthur
Tel. +41 58 934 68 34
Mail info-master.sml@zhaw.ch
Web www.sml.zhaw.ch/master
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Mit IAESTE in eine erfolgreiche Zukunft
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Bist du offen, neugierig und interkulturell Interessiert? Möchtest du internationale Arbeitserfahrung sammeln? Dann ist ein Auslandspraktikum genau das Richtige für dich.
Sowohl profunde Fremdsprachenkenntnisse wie auch internationale Arbeitserfahrung werden heutzutage von Arbeitgebern gesucht und geschätzt. Durch ein Praktikum im Ausland erlangt man diese Voraussetzungen ebenso wie ein hohes Mass an Selbstständigkeit, Eigenverantwortung und Flexibilität. Doch ein Auslandspraktikum birgt noch weit mehr als einen Pluspunkt im CV. Einige Zeit im Ausland zu arbeiten ist eine grossartige Chance, sich auch persönlich weiterzuentwickeln. Durch das Leben und Arbeiten in einem fremden Land und einer anderen Kultur, bekommt man die Möglichkeit, neue, unterschiedliche Denk-und Arbeitsweisen kennenzulernen. Die einmaligen Erfahrungen, die neuen Freundschaften, die geschlossen werden, überwiegen eventuelle Startschwierigkeiten und das anfängliche Heimweh. Dieser „Blick über den Tellerrand“ und die Horizonterweiterung beinhalten Erlebnisse, die noch lange nach der Rückkehr in Erinnerung bleiben.
Die non-profit Organisation IAESTE Switzerland hat es sich zum Ziel gemacht, motivierten Studierenden genau diese einzigartige Erfahrung zu ermöglichen und den Prozess zum Erhalt eines Auslandspraktikums zu vereinfachen. Im Austausch mit anderen IAESTE-Büros in über 80 Ländern weltweit bietet sie Studierenden einer Schweizer Hochschule jedes Jahr ca. 150 Stellen an, vor allem im naturwissenschaftlichen und technischen Bereich. Details zum Bewerbungsprozess findest du auf www.iaeste.ch/Students.
Fragen an Sabine Bock, Outgoing Exchange Coordinator IAESTE Switzerland Wie sieht die ideale Vorbereitung für ein Auslandspraktikum aus? |
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Wirkung klassischer Stellenanzeigen verpufft
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Soziale Netzwerke immer stärker neue Spielwiese für Headhunter
München/Düsseldorf (pte022/30.04.2012/13:50) - Die Zeiten, in denen soziale Netzwerke fast ausschließlich für private Zwecke genutzt wurden, sind vorbei. Längst dienen die Seiten auch der Information, etwa über Produkte und Dienstleistungen oder - immer häufiger - über potenzielle neue Arbeitgeber. Dabei geht es nicht nur um die primären Angaben von Unternehmen, sondern vor allem um die Einschätzungen von anderen Interessenten und Mitarbeitern.
Employer Branding
Einer Umfrage von Unicum http://unicum.de und Microsoft unter 1.000 Studenten und Hochschulabsolventen nach nutzen 73 Prozent der Befragten das Internet, um sich über mögliche Arbeitgeber zu informieren. Bewerber suchen auf Plattformen wie Facebook oder Bewertungsportalen gezielt nach Erfahrungsberichten (58 Prozent) und Informationen zum Arbeitsklima (32 Prozent). Die Mehrheit der Befragten (62 Prozent) vernetzt sich über Online-Netzwerke bereits bei der Arbeitgebersuche aktiv mit den Unternehmen.
Aber auch anders herum funktioniert das Prinzip: Rund 20 Prozent der Studierenden bauen über Business-Netzwerke gezielt einen direkten Kontakt zu Personalabteilungen und Unternehmen auf. Dagegen nimmt die Bedeutung klassischer Messen für Rekrutierung und Karrieren deutlich ab. "Die Umfrage zeigt, wie wichtig das 'Employer Branding' im Internet ist: Unternehmen müssen dabei vor allem glaubwürdig sein. Jobbeschreibungen, die nicht zur Realität passen, werden über den Austausch mit anderen schnell als unrealistisch enttarnt", so Georg Bachmaier, Leiter der Recruiting-Abteilung bei Microsoft Deutschland.
Xing zunehmend out
"Auf Stellenanzeigen bekommen wir einen immer schwächeren Rücklauf. Viele Hochqualifizierte spielen zwar mit dem Gedanken, den Job zu wechseln, haben es aber nicht nötig, aktiv Bewerbungen zu schreiben. Dementsprechend verstärken wir bereits länger unsere Suche in sozialen Netzwerken und sprechen dort Kandidaten an", sagt Maximilian Nobis vom IT-Personaldienstleister Harvey Nash http://harveynash.com/de gegenüber pressetext "Xing ist out, Facebook wird zum In-Netzwerk", verdeutlicht die bekannte Karriere-Expertin Svenja Hofert.
Ihre These: Xing-Mitglieder wollen nicht dauernd von Kontakt-Sammlern angesprochen werden, vor allem, wenn sie keinen neuen Job suchen. Sie würden ins internationalere LinkedIn wechseln. Oder sie gehen zu Facebook und pflegen dort ihr Vitamin B. Wer allerdings - zumindest hin und wieder - mit dem Gedanken spielt, den Job zu wechseln, der sollte sowohl auf Xing als auch LinkedIn bleiben, dort vor allem sein Profil professionell gestalten - und so die Anfragen kanalisieren.
"Einfach nur 'neue Herausforderungen' oder 'neue Kontakte' ins Suchfeld zu schreiben, bringt nichts und den Chef nur auf falsche Gedanken", sagt Nobis. Für IT-Experten heißt das: Basisarbeit am eigenen Profil. Fachkenntnisse wie Programmiersprachen, Branche, Arbeitsort und ein professionelles Foto sind ein Muss. Die eigenen Aufgabengebiete abseits der technischen Fähigkeiten sollten möglichst konkret beschrieben werden.
Facebook-Timeline als Tippgeber
Auf Facebook vermischt sich das private mit dem beruflichen Netzwerk immer mehr - auch ein Trend aus dem Vorjahr. Die eigene Facebook-Timeline verwandelt sich nicht nur in einen News-Kanal, sondern auch in einen kleinen Stellenanzeigen-Tippgeber. Headhunter fragen zum Beispiel, ob sie in kleinen "internen" Gruppen, zum Beispiel Gruppen von befreundeten Angestellten eines Unternehmens, ein Jobangebot posten können. Allerdings trennt sich hier noch schneller die Spreu vom Weizen.
"Aufdringlichkeit schätzt niemand in seinem privaten Netzwerk", sagt Nobis. Umgekehrt müsse sich jeder User gut überlegen, was er auf Facebook veröffentlicht und was nicht. Die eigenen Freunde spielen nicht nur online, sondern generell eine wichtige Rolle, wie eine Studie von Ökonomen aus Mailand und Bonn gezeigt hat. Die Forscher konnten empirisch beweisen, dass mit jedem engen Freund, der beschäftigt war, die Chance stieg, ebenfalls schnell wieder einen Job zu bekommen. Wer das wieder etwas offener begreift, könne auch hier ausgewählte Headhunter mit ins Boot holen, wirbt Nobis für die eigene Branche.
Bild oben: pixelio.de, Corinna Dumat Link zu anderen Stories |
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Karriere.at Umfrage: Unternehmensziele bei Mitarbeitern häufig unklar
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Mehrheit der Arbeitgeber hält Informationspolitik für wichtigen Erfolgsfaktor
Linz (pts007/17.04.2012/09:00) - Wissen ist Macht - auch im Arbeitsleben. Allerdings fühlt sich nur jeder zweite Arbeitnehmer ausreichend über die Unternehmensziele informiert. Jeder Dritte beklagt sogar, nichts über größere Zusammenhänge in seinem Arbeitsumfeld zu wissen. Die Ergebnisse der Online-Umfrage der österreichischen Online-Jobbörse karriere.at (http://www.karriere.at ) unter 430 Arbeitnehmern und 171 Unternehmensvertretern zeigt einen Wahrnehmungsunterschied zwischen beiden Parteien auf. Während Führungskräfte großen Wert auf Informationspolitik legen, erleben Mitarbeiter die Umsetzung dieser im Job eher selten.
"Wissen Sie über Unternehmensziele Bescheid?" wollte das Jobportal karriere.at per Online-Befragung von seinen Usern wissen. Das Ergebnis überrascht: Lediglich ein knappes Viertel (23 Prozent) der befragten 430 Arbeitnehmer gab an, direkt vom Vorgesetzten informiert zu werden. 27 Prozent wissen im Groben Bescheid, da Informationen durchsickern würden. Fazit: Jeder zweite befragte Mitarbeiter glaubt vom Unternehmen über Strategie und Ziele informiert zu werden. Die Jobbörse zeigt weiters auf, dass 14 Prozent der Umfrage-Teilnehmer Dinge nur dann erfahren, wenn sie selbst nachfragen. Etwa ein Drittel (36 Prozent) beklagt, nichts oder nur wenig über die Unternehmensziele zu wissen.
Erfolgsfaktor Unternehmenswissen
Dass bei Vermittlung von Wissen im Unternehmen eine Diskrepanz zwischen Idealvorstellung und Wirklichkeit herrscht, geht aus der Befragung des Jobportals karriere.at von 171 Führungskräften und HR-Managern hervor: Zwei Drittel (65 Prozent) sind überzeugt, dass Mitarbeiter möglichst viel wissen sollten, da nur dann gute Arbeit möglich sei. 22 Prozent sehen den Informationsfluss als Aufgabe der jeweiligen Teamleiter. Jede elfte Führungskraft (9 Prozent) sagt, es reiche, wenn jeder im Unternehmen seine Aufgabe kenne. Nur 4 Prozent verweisen die eigenen Mitarbeiter auf die Firmen-Website.
Wissen schafft Identifikation
"Die Ergebnisse zeigen sehr deutlich, dass das Thema Mitarbeiter-Information für viele Unternehmen nach wie vor problematisch ist. Zwar ist man sich über weite Strecken der Wichtigkeit bewusst, wie viel dann allerdings tatsächlich bei der Belegschaft ankommt, steht oft auf einem anderen Blatt", kommentiert Jürgen Smid, Geschäftsführer der Online-Jobbörse karriere.at die Umfrageergebnisse.
Nur wer gerne arbeite, mache dies auch mit vollem Einsatz - und das wiederum setze Wissen zum Unternehmen voraus. Smid: "Es geht nicht darum, dass jeder Mitarbeiter über Details informiert werden muss, sondern um Überblickswissen zu den wichtigsten Zielen und Visionen. Dieses Wissen hilft Arbeitnehmern, die eigene Leistung im Unternehmenserfolg wiederzufinden und schafft eine Basis, mit der man sich identifizieren kann."
Das Umfrageergebnis im Detail:
Wissen Sie über Unternehmensziele Bescheid? (430 Arbeitnehmer)
Ja, unser Chef informiert uns direkt. 23 Prozent
Im Groben - manches sickert durch. 27 Prozent
Nur wer selbst nachfragt, wird schlau. 14 Prozent
Nein. Mitarbeitern wird wenig kommuniziert. 36 Prozent
Strategie, Ziele & Co: Wie viel müssen Mitarbeiter wissen? (171 Arbeitgeber)
Möglichst viel. Nur wer weiß, wofür er arbeitet, ist gut. 65 Prozent
Information ist Aufgabe der jeweiligen Teamleiter. 22 Prozent
Alle wichtigen Infos stehen auf unserer Website. 4 Prozent
Nein. Es reicht, wenn jeder seine Aufgabe kennt. 9 Prozent
Bild oben: Jürgen Smid, Geschäftsführer karriere.at, Copyright: karriere.at |
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Auslandskarriere attraktiv wie nie
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Deutschland belegt fünften Platz als beliebtestes Zielland
Düsseldorf (pte001/18.04.2012/06:00) - Nie waren mehr Menschen offen für die Karriere-Option Ausland. 68 Prozent der internationalen Fachkräfte sind gewillt, fern der Heimat zu arbeiten - ein Anstieg von vier Prozent gegenüber 2009, wie eine Studie der Online-Jobbörse StepStone http://stepstone.de in Kooperation mit "The Network" und der Intelligence Group zeigt. Insgesamt wurden mehr als 162.000 Fach- und Führungskräfte aus 66 Ländern befragt. "Der Anstieg erklärt sich unter anderem durch den Fachkräftemangel, der ein internationales Phänomen ist", so StepStone-Sprecher Sascha Theisen gegenüber pressetext.
Wirtschaftlich gutes Image
Während zwei Drittel aller befragten Arbeitnehmer grundsätzlich Interesse an einer Stelle im Ausland haben, kommt Deutschland für ein Drittel als Zielland infrage. Damit belegt der EU-Staat Platz fünf auf der Liste der bei internationalen Spitzenkräften beliebtesten Staaten - und ist nach den USA, Großbritannien, Kanada und Australien das bestplatzierte nicht englischsprachige Land.
"Deutschland hat im Ausland wirtschaftlich gesehen ein starkes Image. Interessenten sehen die Stabilität der Wirtschaft und damit verbunden die gute Lebensqualität", erklärt Theisen. Die attraktivsten deutschen Städte sind aus Sicht potenzieller Jobwechsler Berlin, München, Hamburg und Frankfurt.
Junge, gut ausgebildete Menschen stehen einer Karriere in Deutschland besonders aufgeschlossen gegenüber: Die Mehrheit ist jünger als 35 Jahre, verfügt über einen Bachelor- oder Masterabschluss, möchte in den Bereichen IT, Beratung und Management arbeiten und hat Interesse an einer längerfristigen Anstellung in Deutschland. Von international rekrutierenden Unternehmen erwarten sie neben guten Beschäftigungsbedingungen auch aktive Unterstützung bei der Suche nach einer Unterkunft am neuen Arbeitsort und beim Erlernen der deutschen Sprache. "Während große Unternehmen hier sehr vorbildlich sind, gibt es bei mittelständischen Unternehmen noch einige Hausaufgaben zu machen", betont Theisen.
Abwanderung als Gefahr
Aufschlussreich sind auch die deutschen Ergebnisse der Studie: Jede zweite Fach- und Führungskraft aus Deutschland ist interessiert an einer beruflichen Auslandserfahrung. Zwar fällt die Bereitschaft der deutschen Umfrageteilnehmer im internationalen Vergleich damit etwas geringer aus, die Zahl verdeutlicht aber die große Herausforderung, mit der Arbeitgeber sich heute auseinandersetzen müssen.
"Angesichts des Fachkräftemangels ist die potenzielle Abwanderung qualifizierter Mitarbeiter eine zusätzliche Bedrohung für deutsche Unternehmen. Sie stehen im Wettbewerb um die Top-Mitarbeiter nicht mehr nur in Konkurrenz zu anderen deutschen Unternehmen, sondern auch zu Arbeitgebern im Ausland, die Talente zunehmend aktiv anwerben", so Sebastian Dettmers, Geschäftsführer der StepStone Deutschland.
Bild oben: pixelio.de/berlinpics |
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USA: Akademiker-Heer leistet unbezahlte Praktika
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Ausbeutung keine Seltenheit - Auch Absolventen von Elite-Unis betroffen
New York (pte003/07.05.2012/06:10) - Viele Universitätsabsolventen in den USA arbeiten in unbezahlten Praktika, um so einen Kontakt zu einem potenziellen Arbeitgeber herzustellen. Wie die New York Times berichtet, hat es diese Art von Praktika seit langem in der Filmbranche und im Nonprofit-Bereich gegeben. Nun gibt es diese Art der Beschäftigung jedoch verstärkt auch in Modehäusern, Buch- und Zeitungsverlagen, Marketingfirmen, PR-Agenturen, Kunstgalerien und sogar in Rechtsanwaltskanzleien.
Berufserfahrung vs. Ausbeutung
Viele Praktika bieten wertvolle Berufserfahrungen. Manche unbezahlte Praktikanten klagen jedoch auch über untergeordnete Arbeit und wenig Ausbildung. Die Betroffenen berichten, dass es oft keine guten Alternativen gibt. 13,2 Prozent der 20- bis 24-Jährigen hatten im April keine Arbeit. Das Arbeitsministerium weist in diesem Zusammenhang auf klare Regelungen hin. In der Praxis gibt es jedoch wenig Optionen, die Ausbeutung der Praktikanten zu verhindern. Auch hier fehlt es an Ressourcen. Zusätzlich scheuen viele Betroffene Beschwerden.
Es gibt keine Statistiken über die Anzahl von Hochschulabsolventen, die für unbezahlte Praktika arbeiten. Es wird jedoch allgemein davon ausgegangen, dass ihre Zahl stark angestiegen ist. Dafür spricht auch, dass der Prozentsatz der arbeitslosen Hochschulabgänger unter 24 Jahren und darunter auf 9,4 Prozent angestiegen ist. Das ist der höchste Wert seit Beginn dieser Aufzeichnungen im Jahr 1985.
Kopierarbeiten sowie Botengänge
"Vor einigen Jahren hat man kaum von einem Absolventen gehört, der ein unbezahltes Praktikum macht", so Ross Eisenbrey, Vizepräsident des Economic Policy Institute http://epi.org . "Heute wird sogar darüber geredet, dass Absolventen von Elite-Unis unbezahlte Praktika machen." Laut dem Wissenschaftler machen sich viele Unternehmen den schwachen Arbeitsmarkt zunutze. Sie setzten Praktikanten gratis für Kopierarbeiten oder Botengänge ein. Dieses Vorgehen kann aber sehr rasch zu Problemen mit dem Gesetz führen.
Bild oben: pixelio.de, Hofschlaeger |
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Karriere.at Umfrage: Jeder dritte Arbeitnehmer fühlt sich im Job unterfordert
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Viele Unternehmen sehen Burnout-Vorsorge als Privatsache der Mitarbeiter
Linz (pts008/09.05.2012/09:00) - Sind Österreichs Arbeitnehmer im Job über- oder unterfordert? Diese Frage stellte karriere.at (http://www.karriere.at), Österreichs reichweitenstärkste Online-Jobbörse, seinen Usern. Ergebnis: Jeder dritte Arbeitnehmer fühlt sich in seinem Job unterfordert. Fast ebenso viele Umfrage-Teilnehmer (29%) werden von ihren Aufgaben jedoch "extrem" in Beschlag genommen und erleben Stress am Arbeitsplatz. Die Jobbörse zeigt weiter auf, dass Arbeitgeber unterschiedlich mit dieser Belastung der Mitarbeiter umgehen: Während viele Unternehmen Stress und Burnout in Mitarbeitergesprächen thematisieren oder aktiv vorsorgen, sieht jeder zweite Unternehmensvertreter "Anti-Stress-Vorsorge" als Privatsache.
Die Jobbörse karriere.at fragte 586 Arbeitnehmer per Online-Umfrage nach ihrem Belastungsgrad im Job: Exakt 34% gaben an, im Job unterfordert zu sein. Jeder sechste Umfrage-Teilnehmer (16%) fühlt sich in seinen Aufgaben genau richtig belastet und wertet Stress als positiv. Etwas mehr als ein Fünftel (21%) beantwortet die Stress-Frage mit "Geht so. Mehr soll es nicht mehr werden." 29% der Arbeitnehmer sehen sich hart an den Leistungsgrenzen: Sie müssten alle Kraft in den Job investieren.
Stress im Job: 22% der Unternehmen sorgen aktiv vor
Auf Seiten der Unternehmen sind die Themen Stress und Burnout zwar Thema, aktive Vorsorge gibt es allerdings nur in rund jedem fünften Unternehmen (22%). Denn fast jeder zweite befragte Firmenvertreter (47%) ist der Meinung, dass Anti-Stress-Vorsorge Privatsache der betroffenen Mitarbeiter sei. Neun Prozent der 162 Führungskräfte, HR-Manager und Unternehmer sind überzeugt, dass die Arbeitsbelastung ihrer Mitarbeiter nicht zu hoch sei. Immerhin 22% der Teilnehmer thematisieren die Arbeitsbelastung einzelner Arbeitnehmer in Mitarbeitergesprächen.
"Herausforderung für Führungskräfte"
"Die richtige Mischung im Belastungslevel der Mitarbeiter zu finden ist eine der größten Herausforderungen für verantwortungsbewusste Führungskräfte", kommentiert Jürgen Smid, Geschäftsführer des österreichischen Jobportals karriere.at, die Ergebnisse der Online-Umfrage. Um das Stressniveau der einzelnen Mitarbeiter zu ergründen, gehe für Führungskräfte kein Weg an persönlichen Gesprächen vorbei, ist Smid überzeugt: "In Mitarbeitergesprächen sollte nicht nur Raum für die Beurteilung der Leistungen von Arbeitnehmern sein, sondern auch für das Besprechen von allgemeinen Arbeitsbedingungen. Es sollte im Interesse jeder Unternehmensführung liegen, dass Mitarbeiter einerseits ausgelastet aber auf Dauer nicht überlastet sind, da beide Extreme letztlich zu erhöhter Fluktuation führen."
Das Umfrageergebnis im Detail:
Wie stark fordert Sie Ihr Job? (586 Arbeitnehmer)
Zu wenig. Ich bin unterfordert. (34%)
Genau richtig. Stress empfinde ich positiv. (16%)
Geht so. Mehr soll es nicht mehr werden. (21%)
Extrem. Mein Job braucht all meine Kraft. (29%)
Stress & Burnout: Thema in Ihrem Unternehmen? (162 Arbeitgeber)
Anti-Stress-Vorsorge ist Privatsache. (47%)
Arbeitsbelastung der Mitarbeiter ist nicht zu hoch. (9%)
Dafür gibt es Mitarbeitergespräche. (22%)
Ja, wir sorgen aktiv vor. (22%)
Bild oben: Jürgen Smid, Geschäftsführer karriere.at, Copyright: karriere.at |
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Bereits 6 von 10 Unternehmen informieren sich online über BewerberInnen
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Wien (pts008/11.05.2012/09:30) - 59 Prozent aller Personalverantwortlichen informieren sich zumindest gelegentlich im Internet über BewerberInnen, 2011 waren es im Vergleich dazu nur 49 Prozent.
"Der Trend geht mehr und mehr dahin, BewerberInnen zu googeln und bei einem negativen Rechercheergebnis nicht einzustellen", sagt Mag. Ulli Röhsner von MAKAM Market Research. So gab 2011 jedes zehnte Unternehmen an, eineN BewerberIn aufgrund der Onlinerecherche nicht eingestellt zu haben, 2012 war es bereits jedes achte.
Sechs von zehn Unternehmen informieren sich zumindest gelegentlich
Bevor interessante BewerberInnen zum Gespräch eingeladen werden, suchen 24 Prozent der Personalverantwortlichen immer oder meistens im Internet nach zusätzlichen Informationen. Das ist um ein Drittel mehr als noch 2011. 17 Prozent tun dies manchmal und 18 Prozent zumindest ab und zu. Vier von zehn Unternehmen haben sich noch nie im Internet über BewerberInnen informiert.
Google an erster Stelle
Drei Viertel der HR-Verantwortlichen greifen bei ihrer BewerberInnen-Recherche auf die populäre Suchmaschine zurück. Das sind um 8,5 Prozent mehr als noch 2011. Großer Beliebtheit erfreuen sich aber auch Social Media Plattformen, wenn es um die Suche nach persönlichen Informationen über BewerberInnen geht: 52 Prozent informieren sich über Facebook, Xing und Twitter werden von 36 Prozent bzw. 15 Prozent befragt. Xing wird im Vergleich zu 2011 von mehr als doppelt so vielen Personalisten zu Rate gezogen. Aber auch Facebook und Twitter werden etwas häufiger als 2011 für die Recherche genutzt.
Sample und Methodik
Die Ergebnisse resultieren aus einer telefonischen Befragung von 500 GeschäftsführerInnen und PersonalleiterInnen - repräsentativ für die österreichische Unternehmenslandschaft ab 25 MitarbeiterInnen - im CATI-Telefonstudio der MAKAM Market Research GmbH. Befragungszeitraum: April 2012.
Bild oben: MAKAM Market Research |
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USA: Bachelor treibt Studenten in Schuldenfalle
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94 Prozent borgen sich Geld für Ausbildung aus - Doppelbelastung droht
Ada (pte002/14.05.2012/06:05) - Aktuellen Angaben von US-Behörden steht derzeit über eine Mrd. Dollar an Studentendarlehen aus. Unter drückenden Schulden leiden nicht mehr nur Studienabbrecher oder Doktoranden, die die Kosten für ihre jahrelange Ausbildung zurückzahlen müssen. Heute borgt sich einem Bericht der New York Times nach fast jeder, der einen Bachelor anstrebt, Geld aus.
Elite-Studenten haben es leichter
Einer aktuellen Analyse der Zeitung nach leihen sich 94 Prozent der Studenten, die mit einem Bachelor abschließen, Geld für ihre Ausbildung. Grundlage für diese Erhebung sind die neuesten Daten des U.S. Department of Education http://ed.gov . Zum Vergleich: 1993 waren es nur 45 Prozent. Die Darlehen stammen von der Regierung, privaten Geldgebern und Verwandten.
Bei allen Darlehensnehmern lag die Verschuldung 2011 bei 23.300 Dollar. Zehn Prozent hatten mehr als 54.000 Dollar Schulden, drei Prozent mehr als 100.000, wie die Federal Reserve Bank of New York http://newyorkfed.org erhoben hat. Die durchschnittliche Verschuldung nach einem Bachelor-Abschluss beträgt von weniger als 10.000 Dollar, bei Elite-Unis wie Priceton und Williams College bis zu fast 50.000 Dollar an Privatuniversitäten mit weniger wohlhabenden Studenten und weniger finanzieller Unterstützung.
Ohio besonders stark betroffen
Die Studenten an der Ohio Northern University http://onu.edu , die gerade mit einem Bachelor abgeschlossen haben, gehören zu den am höchsten verschuldeten Amerikas. Die Studienabgänger der mehr als 200 Colleges und Universtitäten des Bundesstaates Ohio sind jene, die landesweit am stärksten verschuldet sind.
Auch Kelsey Griffith hat vor kurzem ihr Studium an der Ohio Northern University abgeschlossen. Um ihre Studentendarlehen über 120.000 Dollar abzubezahlen, arbeitet sie bereits in zwei Restaurants. Bald wird sie wieder zu ihren Eltern ziehen. Die Studentin hat gewusst, dass eine Privat-Uni viel Geld kostet. Nach ihrem Abschluss wird sie im Monat Raten von über 900 Dollar zurückzahlen müssen.
Bild oben: pixelio.de, adel |
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Tageslicht hilft gegen Schläfrigkeit
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Auswirkungen reichen bis in frühe Abendstunden hinein
Lausanne (pte001/15.05.2012/06:00) - Die kognitive Leistung und Aufmerksamkeit eines Menschen hängt stark davon ab, unter welchen Lichtbedingungen er sich tagsüber befindet. Während künstliche Beleuchtung schnell zu Müdigkeit führt, hält das deutlich intensivere Tageslicht Körper und Geist munter und hat sogar noch in den frühen Abendstunden positive Auswirkungen. Das berichten Forscher vom Ecole Polytechnique Federale de Lausanne http://epfl.ch in der Zeitschrift "Behavioral Neuroscience".
Fenster und Kunstlicht im Test
Die Forscher brachten eine Woche lang die innere Uhr von 29 Personen in Einklang. Dazu verpassten sie ihnen einen fixen Schlafstundenplan sowie Armbänder, in denen Lichtsensoren und Beschleunigungsmesser zur Abstimmung des Aktivitätsniveaus integriert waren. Für den eigentlichen Versuch saßen die Probanden dann an zwei Tagen für jeweils acht Stunden (von 12:00 bis 20:00 Uhr) im Labor. Die ersten sechs Stunden davon hielten sie sich beim ersten Termin in einem mit Tageslicht beleuchteten Raum mit einer Lichtintensität 1.000 bis 2.000 Lux auf, das zweite Mal in einen fensterlosen Raum mit Kunstlicht (170 Lux).
Vorteile auch am Abend
Besonderes Augenmerk legten die Forscher auf die jeweils zwei abschließenden Versuchsstunden, bei denen die Probanden in einem halbdunklen Raum (sechs Lux) saßen. Sie entnahmen ihnen dabei Speichelproben zur Feststellung der Konzentration von Cortisol und Melatonin - zweier Hormone, die der Körper im 24-Stunden-Rhythmus produziert und mit deren Hilfe die innere Uhr ausrichtet. Parallel dazu gab es Merktests und die Teilnehmer wurden auch befragt, wie schläfrig oder geistig anwesend sie sich fühlten.
Vorteile von Tageslicht zeigten sich bereits in den Ergebnissen der Befragung alle 30 Minuten, wie aufmerksam oder schläfrig sich die Probanden fühlten - und erst recht in den Gedächtnistests: "Lichtintensität hat direkte Auswirkungen sowohl auf das subjektive Gefühl von Schläfrigkeit als auch auf die kognitive Leistung. Zudem konnten wir zeigen, dass die Vorteile von intensiverem Licht am Tag deutlich länger andauern als die Zeitspanne, in der man ihm ausgesetzt ist", sagt Studienleiterin Mirjam Münch.
Innere Zeitgeber
Knackpunkt für die Auswirkung der Lichtintensität dürfte das Melanopsin sein. Dieses erst kürzlich entdeckte Protein wird in den lichtsensiblen retinalen Ganglienzellen (RGC) der Netzhaut des Auges produziert, von wo aus Nervenimpulse an den inneren Zeitgeber des Gehirns gesendet werden. Im Unterschied zu den Stäbchen und Zapfen bildet diese dritte Art von Photorezeptoren kein Bild, sondern erkennt und empfängt Photonen im sichtbaren Lichtspektrum und wird zusätzlich vom blauen Licht stimuliert (pressetext berichtete: http://pressetext.com/news/20110325013 ).
Abstract zum Artikel unter http://infoscience.epfl.ch/record/174780
Bild oben: pixelio.de/Sturm Link zu anderen Stories |
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Kinder können nicht früh genug Sprachen lernen
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Wissenschaftler evaluiert Helen-Doron-Early-English
Eichstätt (pte005/21.05.2012/06:15) - "Man kann nicht früh genug anfangen, Englisch zu lernen", zu diesem Schluss kommt Heiner Böttger, Professor für Englischdidaktik an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt http://ku.de . Eine umfassende empirische Untersuchung der Helen-Doron-Early-English-Methode http://helendoron.at hat ergeben, dass Kinder, die früh mit dem Fremdsprachenlernen beginnen, deutliche Vorteile gegenüber jenen aufweisen, die keine Sprachvorkenntnisse haben.
"Das gelungene didaktische Konzept der Helen-Doron-Early-English-Kurse trägt dazu bei, dass ein wiederholter, kontinuierlicher Besuch zu besseren schulischen Noten im Fach führt", meint Böttger im pressetext-Interview. Die didaktischen Schwerpunkte der Kurse - das Hörverstehen und das elementare Sprechen - bilden zunächst die Hauptlernziele der Grundschule ab, festigen sie und führen im Anschluss zum gesicherten Aufbau von Lesen und Schreiben.
Aufräumen mit alten Falsch-Argumenten
Auch das alte Argument, dass Kinder zuerst einmal richtig Deutsch lernen müssen, lässt Böttger so nicht stehen. "Alles was man dabei beachten muss, ist, dass Deutsch als Muttersprache nicht vernachlässigt werden sollte. Denn was wir nicht wollen, ist eine doppelte Halbsprachigkeit", führt der Wissenschaftler aus.
Böttger nimmt auch Stellung zur aktuellen Debatte über den Englisch-Unterricht in der Grundschule. Entscheidend für den späteren Nutzen sei hier eine gute Qualifikation der Lehrkörper. Als besonders lobenswert bezeichnet er in diesem Zusammenhang die Zertifizierung der Sprachlehrer in den Helen-Doron-Lernzentren. "Das führt zu einer Standardisierung auf hohem Niveau."
Höhere Kontaktzeiten nutzen viel
"Die in den Lernzentren früh geförderten Sprachkompetenzen haben Auswirkungen auf die schulische Performanz", so der Experte. "Höhere Kontaktzeiten, intensiver Gebrauch der englischen Sprache in kleinen Gruppen und kindgerechte Methodik sind da maßgebliche Parameter." Zudem dürfe auch der Humor nicht zu kurz kommen, was ein ganz wesentlicher Beitrag zum Lernerfolg ist. "Die Untersuchung zeigte, dass mehr als 94 Prozent der Kinder große Freude am Kursgeschehen haben." Das sei ein starkes Teilnahmemotiv.
"Für den Lernerfolg ist das Englischsprechen zuhause mit den Eltern im Forschungsfeld nicht wesentlich", erklärt der Forscher. Vielmehr spiele die Beschäftigung mit authentischen Materialien eine Rolle: Sie geben außerhalb der Lernzentren das sprachliche Vorbild, das imitiert werden soll. Sind die Eltern nicht bilingual, würde das sogar zur Gefahr der Fossilierung von sprachlichen Fehlern der Eltern führen. Deshalb ist die gezielte Organisation der englischsprachigen Begegnungen außerhalb der Lernzentren durch Hör-/Sehmaterialien zu fokussieren.
Spielerischer Umgang schafft Freude
Die Untersuchung des Forschers hat auch ergeben, dass alle abgefragten Items zur genauen Begründung der Freude von Kindern und Erwachsenen gleichermaßen mit "sehr gut" oder "gut" bewertet wurden: Englische Sprache, Materialien, Themen allgemein sowie Methoden. "Das gleiche Ergebnis kam übrigens auch bei den Kursinhalten heraus", bestätigt Böttger. Damit kommt die Studie zum Schluss, dass Helen-Doron-Early-English eine von Experten bestätigte erstklassige Methode zum Erlernen der englischen Sprache ist.
Bild oben: Prof. Heiner Böttger (Foto: privat) |
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Sportunterricht verbessert Schulnoten
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Besonders Buben profitieren von täglicher Bewegungseinheit
Malmö/Bern (pte001/25.05.2012/06:00) - Zusätzlicher Sportunterricht an Schulen bessert nicht nur die motorischen Fähigkeiten von Kindern, sondern auch die Lernfähigkeit und Schulleistungen. Zu diesem Schluss kommen schwedische Forscher von der Universität Malmö http://mah.se in einer neunjährigen Interventionsstudie. "Die Unterschiede zwischen üblichem und erweitertem Sportunterricht sind signifikant - besonders bei Jungen", berichtet die Studienleiterin Ingegerd Ericsson im "Scandinavian Journal of Medicine & Science in Sports".
Vorteil für Sprachen und Mathe
Die Forscher begleiteten 220 schwedische Schüler zweier Schulen von der ersten bis zur neunten Schulstufe. Die Hälfte davon erhielt jeden Tag Sportunterricht, die andere zweimal pro Woche, wobei sich die Gruppen im Alter, in soziodemografischen Daten der Familie als auch in deren Einstellung gegenüber Sport nicht unterschieden. Gleichgewicht und Körperkoordination der Schüler wurden regelmäßig überprüft und die Schulnoten verglichen.
Kinder der Intensivsport-Gruppe schafften die neun Pflichtschuljahre eher - 96 Prozent im Vergleich zu 89 Prozent bei der Kontrollgruppe, wobei bei Jungen dieser Unterschied mit 96 versus 83 Prozent deutlicher ausfiel als bei Mädchen. Die Sportgruppe hatte zudem in den Fächern Schwedisch, Englisch, Mathematik und Sport die Nase vorne. Erwartungsgemäß verfügten sie in der neunten Schulstufe auch weit eher - zu 93 Prozent - gute motorische Fähigkeiten, was in der Vergleichsgruppe nur auf 53 Prozent zutraf.
Förderung der Kognition
"Wir haben somit wissenschaftlich bestätigt, dass eine tägliche Sporteinheit nicht nur motorische Fähigkeiten, sondern auch die Schulnoten verbessert. Gibt es mehr Sportunterricht, schaffen Schüler deutlich eher die Schule", schließt Forschungsleiterin Ericsson. Frühere ähnliche Studien hatten bereits gezeigt, dass Schulsport soziale Unterschiede ausgleicht (pressetext berichtete: http://pressetext.com/news/20100831044 ) und Aggressionen besser bewältigen lässt (siehe: http://pressetext.com/news/20110711018 ).
"Es gibt bisher mehrere Hinweise dafür, dass körperliche Aktivität mit kognitiven Fähigkeiten zusammenhängt. Man vermutet bisher, dass dies entweder direkt über die Nutzung derselben Gehirnareale geschieht - oder über die Förderung kognitiver Funktionen wie Aufmerksamkeitssteuerung oder Konzentrationsfähigkeit", sagt Achim Conzelmann, Direktor des Instituts für Sportwissenschaft der Uni Bern http://www.ispw.unibe.ch , im pressetext-Interview. Auch verbesserte Duchblutung könnte im Spiel sein, doch steht ein Nachweis in größerem Umfang bislang noch aus.
Lust auf Sport wecken
Mehr Schulsport ist allerdings in der heutigen Schulrealität Wunschdenken: Informatik und andere neue Fächer sollen der komplexen Gesellschaft gerecht werden, und der Zwang zur Reduktion anderswo bringt Sport, Musik oder Werken in Legitimationsnot. Conzelmann sieht den Sport außer Gefahr - "wegen der Gesundheitsprobleme durch Bewegungsmangel sowie aufgrund der erhofften positiven kognitiven Wirkungen". Es sei aber falsch, das Fach zu instrumentalisieren. "Nicht bessere PISA-Leistungen, sondern das Schmackhaftmachen von Sport als sinnvolle Freizeitbeschäftigung muss das Ziel sein", betont der Experte.
Detailergebnisse unter http://bit.ly/JYz2lG
Bild oben: Flickr/tlc Link zu anderen Stories |
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Gehaltsverhandlung: Mitarbeiter/innen motivieren, ohne mehr zu zahlen
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Expertentipp für Führungskräfte im Vertrieb von jobs Personalberatung
Wien (pts005/29.05.2012/09:00) - Im Vertrieb geht es fast immer nur ums Geld. Schließlich ist es das oberste Ziel jedes Vertrieblers, den maximalen Umsatz für sein/ihr Unternehmen zu erzielen. Klassische Angestellte im Vertriebsbereich sind meist auch beim eigenen Gehalt bestrebt, für sich persönlich das Maximum herauszuholen. Dementsprechend positionieren Verkäufer/innen bei den Gehaltsverhandlungen mit ihren Vorgesetzten das Thema Geld an die erste Stelle.
Verkäufer/innen besser gewinnen und länger behalten
Als Personalberatungsunternehmen besetzt die jobs Personalberatung http://www.jobs-personalberatung.com seit 13 Jahren erfolgreich Vertriebspositionen bei ihren Kunden. "Wir möchten unser Wissen rund um Mitarbeitergewinnung, Mitarbeitermotivation und Mitarbeiterbindung mit Ihnen teilen und leiten Ihnen gerne Tipps weiter, wie Sie als Führungskraft im Vertrieb Verkäufer/innen besser gewinnen und länger behalten können", erklärt Mag. Peter Marsch, Geschäftsführer und Gesellschafter der jobs Personalberatung.
Eine der sensibelsten Aufgaben von Führungskräften ist die Gehaltsverhandlung. Mitarbeiter/innen wollen ihren Vorgesetzen oft weismachen, dass sie mit einer Gehaltserhöhung motiviert seien, mehr zu arbeiten, sie sehr viel kreativer würden und ihre Leistung gewaltig steige, wenn es mehr Geld gibt. Aber Vorsicht: Die Erfahrung lehrt, dass niemand ausschließlich mit Geld motivierbar ist. Schon nach wenigen Monaten ist jede Gehaltserhöhung in den Lebensstandard eingelebt, der zusätzliche Geldanreiz vergessen und Leistung sowie Motivation wieder auf dem Niveau angelangt, wo sie vor der Gehaltserhöhung waren.
Aber wie können Führungskräfte im Verkauf ihre Mitarbeiter/innen auch ohne Geld dazu bringen, besser und stärker zum Unternehmenserfolg beizutragen? Die Towers Perrin Global Workforce Study hat drei Bereiche identifiziert, die auch für Führungskräfte und HR-Management wichtig sind, um Mitarbeiter/innen dazu zu bewegen, am Unternehmenserfolg mitzuwirken: Mitarbeitergewinnung - Mitarbeitermotivation - Mitarbeiterbindung. Diese wurden dann danach analysiert, welchen Stellenwert die Vergütung darin jeweils einnimmt.
Vergütung hat keinen hohen Stellenwert bei Mitarbeiter/innen
Überraschende Erkenntnis: Bei der Mitarbeitergewinnung liegt die Vergütung HINTER flexiblen Arbeitszeiten und einer herausfordernden Tätigkeit erst an dritter Stelle. Bei der Mitarbeitermotivation scheint die Vergütung erst gar nicht auf und bei der Mitarbeiterbindung liegt die Vergütung auch nur an dritter Stelle HINTER dem Ruf des Unternehmens als guter Arbeitgeber und der Gewährung ausreichender Entscheidungsfreiheit. (Quelle: Towers Perrin Global Workforce Study)
Fazit für das Thema Gehaltsverhandlung: Die Bezahlung hilft somit nur bei der Mitarbeiterbindung und nicht bei der Motivation. Mitarbeitermotivation ist ein vom Einkommen losgelöster Faktor und somit nicht Teil einer Gehaltsverhandlung, auch wenn dies von den Mitarbeitern/innen anders gesehen wird.
Kostenfreie Methoden, zufriedene Mitarbeiter/innen zu bekommen
Eine Umfrage unter Verkäufern/innen im Netzwerk von jobs Personalberatung hat ebenfalls einige für das richtige Führen von Gehaltsverhandlungen interessante Ergebnisse ans Tageslicht gebracht. Die Frage lautete: "Wie sorgt man für zufriedene Mitarbeiter?" Die Antworten können Führungskräften dabei helfen, bei Gehaltsverhandlungen auch andere Faktoren zu berücksichtigen. Der große Vorteil: Viele dieser Faktoren sind für Sie als Arbeitgeber KOSTENFREI.
Quelle: Gehaltsstudie Verkauf 2012 http://www.jobs-personalberatung.com/index.php?idp=621&hxpage |
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USA/DE: Geistesblitze erfordern Ablenkung
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Kreativität entsteht durch Schweifenlassen der Gedanken
Santa Barbara/Heidelberg (pte004/29.05.2012/06:15) - Wer schon tagelang an einem Problem grübelt, sollte sich besser ablenken: Nicht durch angestrengtes Nachdenken, sondern durch Zerstreuung werden Kreativität und Aha-Erlebnisse möglich. Das berichten Forscher der University of California in Santa Barbara http://ucsb.edu in der Zeitschrift "Psychological Science". Vermeintlich zeitverschwendende Ablenkung soll kreatives Denken ähnlich gut fördern wie der REM-Schlaf - und nicht zuletzt Geistesgrößen wie Archimedes, Newton oder Einstein zu ihren bahnbrechenden Erkenntnissen und "Heureka"-Ausrufen verholfen haben.
Verwendung eines Zahnstochers
Getestet wurden 145 Studenten, denen die Forscher Wörter von Alltagsgegenständen - Zahnstocher, Kleiderbügel oder Ziegelstein etwa - vorlegten. Ihre Aufgabe lautete, in zwei Minuten möglichst viele unübliche Verwendungsformen dafür zu notieren. Dann gab es für manche Studenten zwölf Minuten Pause, anderen stellte man eine die volle Aufmerksamkeit beanspruchende Aufgabe. Eine weitere Gruppe sah in dieser Zeit Zahlen und sollte bloß beurteilen, ob diese gerade oder ungerade warem. Man weiß, dass diese stark unterfordernde Übung Tagträume auslöst. Die vierte Gruppe machte keine Pause.
Anschließend wurde in einem zweiten Durchgang die Anfangsaufgabe wiederholt, und zwar mit den ursprünglichen als auch mit neuen Objekten. Einzig nach den Tagträumen brachte dieser zweite Anlauf Verbesserungen, und zwar gleich um 41 Prozent. Das traf allerdings nur auf die Aufgaben zu, bei denen Objekte zum zweiten Mal gezeigt wurden, nicht bei völlig neuen Gegenständen. "Seine Gedanken schweifen lassen, hilft also nur bei Problemen, mit denen man sich schon zuvor beschäftigt hat. Einen grundsätzlichen Anstieg an kreativer Problemlösungskompetenz bringt es nicht", sagt Studienleiter Benjamin Baird.
Gedächtnis wichtig
"In der modernen Neuropsychologie heißt dieser Effekt 'Random episodic silent thinking' (Rest)", berichtet der Heidelberger Psychologe Rainer Holm-Hadulla http://www.holm-hadulla.de im pressetext-Interview. Das Gehirn träumt dabei still vor sich hin und erlaubt den einzelnen Arealen, im Austausch neue Assoziationen herzustellen statt sie zur Bearbeitung konkreter Aufgaben zu drängen. Damit dieses Kombinieren und intuitive Denken anspringt, muss man die Konzentration abstellen. "Vorbedingung ist aber auch, dass die Inhalte bereits im Gedächtnis abgespeichert sind. Es reicht nicht, sie bloß bei Bedarf im Internet zu finden", so der Kreativitätsforscher.
Ausflug in die Unmöglichkeit
Für die konkrete Umsetzung rät der Psychologe Harald Braem http://haraldbraem.de , das lineare Denken abzustellen und mit Unmöglichem zu spielen: "Das ist etwa der Gedanke von 1 + 1 = 3, eine imaginäre Weltraumreise, die Frage, wie ein neues Auto wohl tanzen würde, wenn es ein Tier wäre, oder die Aufgabe, beim Zeichnen die Vorlage auf den Kopf zu stellen und statt Figuren deren Zwischenräume abzuzeichnen." Musik, jedoch auch Farben sind hilfreich: "Besonders die Blaupalette lässt uns wegfliehen und weckt Sehnsucht. Nicht umsonst zog es Goethe oft zum Meer und viele merken nach einem Urlaub mit Fliegen, Schwimmen oder Seefahrt Veränderung."
Wenngleich das Marketing mit diesen Methoden ständig spielt, belastet der heutige Zeitgeist meist nur die linke, "digitale" Gehirnhälfte, die für Logik und Sprache zuständig ist. Die rechte Hemisphäre, in der etwa Gefühle, Intuition und Kreativität verortet sind, wird hingegen meist vernachlässigt und verkümmert, worin Braem einen Mitauslöser für aktuelle Probleme wie Depressionen und Burnout erkennt. "Um Kreativität zu wecken, braucht es Ausgleich zwischen links und rechts, den durch ein derartiges Gedankenwandern gefördert wird. Kreative haben den Corpus callosum, das Bindeglied der Gehirnhälften, messbar stärker aktiviert als andere", berichtet Braem gegenüber pressetext.
Bild oben: pixelio.de/Hofschläger |
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Investoren entdecken Studenten als Kapitalanlage
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Schweizer Verein vermittelt private Bildungskredite
Frankfurt/St. Gallen/Graz (pte015/29.05.2012/12:20) - Der in der Schweiz ansässige Verein Studienaktie http://studienaktie.org bringt private Investoren und Studenten bzw. Bildungswillige zusammen. Mit dieser innovativen Idee erhalten Studenten den für ihre Ausbildung benötigten Kredit und private Geldgeber können ihr Kapital gewinnbringend investieren. Studenten zahlen nach ihrer Ausbildung den Kredit zurück. Die Zinsen hängen von der Höhe des späteren Einkommens ab.
Ausbildung oft kostspielig
"Diese Form der Finanzierung des Studiums ist sowohl für die Studierenden als auch die Kreditgeber ein interessanter Weg", erklärt David Reisner, Betreiber der Kreditvergleichsplattform Kreditklick http://kreditklick.com , im Interview mit pressetext. Im Gegensatz zu anderen Investments kann hier durch den Kreditgeber direkt in die Zukunft und Bildung einer ausgewählten Person investiert werden, so der Branchenkenner.
Die Grundidee der Vereinsaktivitäten geht auf die persönliche Studiensituation des späteren Gründers Lars Stein zurück, wie dieser pressetext gegenüber verriet. Der aus dem Saarland stammende Stein ging nach St. Gallen studieren. "Die Kosten in der Schweiz habe ich jedoch unterschätzt und war auf der Suche nach einer kreativen Lösung", so Stein. Er hat sich einen Kredit aufgenommen und diesen später als Teil seines Gehalts zurückgezahlt.
Gegenseitiges Kennenlernen
Bei der Kreditvergabe sind die Aspiranten, so werden die Geförderten genannt, verpflichtet, das geliehene Geld einzig und allein für Bildung und die daran geknüpften Nebenkosten auszugeben. Einer erfolgreichen Vermittlung geht ein beidseitiges Kennenlernen voraus. Der Aspirant stellt dabei sich und seinen Bildungsweg vor. Ändert er Letzteren, so wird er vertragsbrüchig und kann zur Rückzahlung innerhalb von drei Monaten gezwungen werden. Investoren setzen bei der Auswahl der Bildungswilligen entweder gezielt auf Zukunftsbranchen oder auf Ziele, die sie selbst gerne verwirklicht hätten.
In der Regel werden Verträge mit vier- bis fünfjähriger Laufzeit abgeschlossen. Bei Vertragsunterzeichnung schätzt der Aspirant sein künftiges Jahreseinkommen. Der Standardzinssatz liegt bei fünf Prozent. Fällt das Einkommen höher aus, steigen auch die Zinsen. Hier liegt die Obergrenze allerdings bei 15 Prozent. Verdient der Aspirant weniger als angenommen, verringern sich die Zinsen. "Viele Investoren sichern sich aber mindestens zwei Prozent vertraglich als Inflationsausgleich zu", ergänzt Stein.
Social Business
Der 2006 gegründete Verein aus St. Gallen hat seit Bestehen etwa 80 ambitionierte Studenten dadurch finanziert. Über eine vermehrte Nachfrage hat sich Studienaktie jedoch erst im vergangenen Jahr freuen können. Im Jahr 2011 hat man 45 Studierenden einen dementsprechenden Kredit vermittelt. Für 2012 erwartet Stein insgesamt rund 80 neue, lernfreudige Kunden. Finanziert wird der Verein zurzeit von Spenden. Er beschäftigt elf Mitarbeiter, die zu rund 50 Prozent ehrenamtlich arbeiten.
Bild oben: pixelio.de, Marcel Klinger |
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Messe-Kongress women&work am 5. Mai 2012
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Frauenpower und Business-Ambiente im Plenarsaal in Bonn
„Die women&work ist ein Business-Event der besonderen Art. Die Kombination aus Messe-Atmosphäre, Fachkongress und persönlichem Netzwerken ist bundesweit einmalig“, sagt Melanie Vogel, Initiatorin der women&work, die am 5. Mai zum zweiten Mal in Bonn statt findet. Über 80 Top-Unternehmen, mehr als 50 Experten aus Verbänden und Organisationen, ein Kongress-Programm mit mehr als 40 Vorträgen sowie Rita Süssmuth als Ehrengast versprechen inspirierende Erfahrungen im World Conference Center in Bonn.
Mit der Adecco Personaldienstleistungen GmbH engagiert sich in diesem Jahr ein Unternehmen als Kongress-Hauptsponsor, an dessen Spitze eine Frau steht. „Es ist uns ein wichtiges Anliegen, die Karriere von Frauen und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu fördern,“ erklärt Geschäftsführerin Petra Reinholz. „Als Personaldienstleister verfügen wir über gute Voraussetzungen dafür, denn wir bringen täglich zahlreiche Unternehmen mit Arbeitskräften zusammen und auch die Personalentwicklung zählt zu unseren Kernkompetenzen.“
„ Karriere-Tools und Erfolgsstrategien für Frauen“, „Zwischen Kind und Karriere“ und „Female Leadership“ lauten die Themen, denen sich der women&work-Kongress 2012 widmet. Charismatische Redner wie der Trendforscher Sven Gabór Janszky, der Management-Berater und Bestseller-Autor Frank M. Scheelen oder Zukunftsforscherin und Vice President von Capgemini Consulting, Imke Keicher, sind nur einige der über 40 Referentinnen und Referenten, die am 5. Mai mit spannenden Themen aufwarten.
Spannende Diskussionen in historischem Ambiente
Parallel zu den Vorträgen und Workshops finden im Plenarsaal des Bonner Bundeshauses, in dem bis 1999 der Deutsche Bundestag tagte, insgesamt sechs Podiumsdiskussionen statt.
Rita Süssmuth, Bundestagspräsidentin a.D., wird um 15 Uhr im Rahmen der Podiumsdiskussion “Erfolgreiche Ingenieurinnen – es gibt sie doch” über erfolgreiche Karrierewege in Männerdomänen diskutieren.
Und auch bei Podiumsdiskussion der Süddeutschen Zeitung um 17 Uhr geht es um einflussreiche Menschen in Deutschland und die kritische Frage “Leadership 2020 – brauchen wir in Deutschland eine neue Führungskultur?” Martin Siebert, Redaktionsleiter des Diversity-Management-Magazins der Süddeutschen Zeitung, wird dazu mit hochkarätigen Podiumsteilnehmern diskutieren, die ihm – vielleicht – eine Antwort darauf geben, welche Führungskultur wir in Deutschland brauchen. Auf dem Podium stehen Imke Keicher, Vice-President Capgemini, Zukunfts- und Trendforscherin, Sven Gabór Janszky, Trendforscher, Frank M. Scheelen, Management-Berater und Bestseller-Autor, Dorothee Stolzenberg, Senior Director OEM Microsoft Germany, Dr. Regina Umbach, Head of Media Buying Solutions, Google.
Preisverleihung „365 Orte im Land der Ideen“
Einen weiteren einmaligen Höhepunkt bietet die women&work direkt zum Messebeginn um 10 Uhr. Im Rahmen der Kongresseröffnung wird der Innovationspreis „365 Orte im Land der Ideen“ an die Veranstalter der women&work vergeben. Neben Corinna Pregla von Land der Ideen und Franz-Josef Conrad, Repräsentant der Deutschen Bank, werden Prof. Dr. Zimmermann, Direktor des Instituts zur Zukunft der Arbeit, Sven Gabór Janszky und Petra Reinholz, Geschäftsführerin von Adecco Personaldienstleistungen als Keynote-Speaker auf den Messetag einstimmen.
„Ich freue mich auf den Austausch und möchte die Frauen von heute dazu ermutigen, ihr Potential voll auszuschöpfen,“ sagt Petra Reinholz. „Wie die women&work zeigen wird, stehen ihnen immer mehr Unternehmen als Wegbereiter zur Seite, darunter auch die Adecco Personaldienstleistungen.“
Der Besuch der women&work ist kostenfrei. Sitzplatzreservierungen für Vorträge und Workshops können auf Wunsch online vorgenommen werden.
Weitere Informationen gibt es unter www.womenandwork.de
women&work - Deutschlands grösster Messe-Kongress für Frauen PRESSEKONFERENZ zur women&work Über die women&work Über die Adecco Personaldienstleistungen GmbH Link zu anderen Stories |
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Karrierestart mit angezogener Handbremse
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Bundesweite Umfrage zeigt: Frauen erwarten Benachteiligungen im Job
Studentinnen und junge Berufseinsteigerinnen sind ambitioniert: 35% streben eine Management-Laufbahn an, 22% wünschen sich eine Teamleitungsfunktion. Damit sind Frauen karriereorientierter als Männer, die nur mit 34% bzw. 17% eine Management- oder Teamleitungsfunktion als Karriereziel definiert haben. Dennoch befürchten knapp 50% der jungen Frauen Benachteiligungen im Job. Sie glauben, Erziehungszeit und Babypause seien auch in Zukunft noch Karrierekiller. Das ergab eine gemeinsame Umfrage der AoN - AGENTUR ohne NAMEN GmbH (Veranstalter des Messe-Kongresses women&work) und der Studentenorganisation MTP – Marketing zwischen Theorie und Praxis e.V..
Von: Melanie Vogel und Claudia Kimich
Der Student Survey “Karriere, Familie & Co.” wurde bundesweit unter 1.190 Studierenden unterschiedlicher Fachrichtungen durchgeführt. Ziel der Befragung war es, mehr über die Denkweise der Studierenden zu den Themen Karriere-/Familienplanung, Rollenmuster und Chancengleichheit zu erfahren.
Frauen stellen sich unbewusst selbst ein Bein
„Die Umfrage zeigt deutlich, dass Frauen Karriereambitionen haben – sogar stärker ausgeprägt als Männer – sie aber aufgrund manifestierter Glaubenssätze mit angezogener Handbremse in den Job einsteigen“, kommentiert Melanie Vogel, Geschäftsführerin der AoN und Initiatorin der women&work das Ergebnis. „Glauben Frauen schon beim Berufseinstieg, später im Job benachteiligt zu sein, wird vermutlich auch genau das eintreten. Frauen erliegen der sich selbst erfüllenden Prophezeiung.“
Dabei ist es laut Karriere-Expertin Vogel gerade für Frauen extrem wichtig, sich der eigenen Chancen und Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt bewusst zu sein, den beruflichen Werdegang strategisch zu planen und zielsicher zu verfolgen. „Wer nichts fordert, bekommt auch nichts. Und wer sich von Beginn an chancenlos sieht, wird auch mit deutlich weniger Selbstbewusstein in Bewerbungsgesprächen oder Gehaltsverhandlungen agieren – und dann zwangsläufig weniger überzeugen.”
Erlauben statt Glauben
Dass Glaubenssätze eine sehr starke Wirkung entfalten können, weiß auch Claudia Kimich, Verhandlungsexpertin und Autorin des Buches „Um Geld verhandeln“.
„Glaubenssätze sind Meinungen und Überzeugungen, die wir gelernt oder von anderen Menschen übernommen haben. Doch nicht immer werden "alte" gelernte Verhaltensweise durch neue ersetzt. Gerade die unbewusst immer noch vorhandenen Glaubenssätze schaden.”
Typische Glaubenssätze, denen Frauen erliegen sind zum Beispiel „Karriere oder Familie – ich muss mich entscheiden, beides geht nicht“ oder: „Eine berufstätige Mutter ist keine gute Mutter.“
Die Expertin rät Frauen, die persönlichen Glaubenssätze zum Thema „Karriere und Erfolg” zu identifizieren und sie durch positive Erlaubnissätze zu ersetzen. Beipiel: „Ich kann Karriere machen und eine Familie haben” oder: „Ich kann berufstätig und trotzdem eine gute Mutter sein.”
„Die gute Nachricht ist”, so Kimich, „was gelernt wurde, kann auch wieder verlernt werden. Grundsätzlich gilt es, sich aus der eigenen Komfortzone zu trauen, mutig und neugierig zu sein und die Glaubenssätze zu erkennen, zu überprüfen und in einen Erlaubnissatz umzuformulieren, der Frauen bei der eigenen Berufs- und Karriereplanung nicht mehr behindert."
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Erfolgreiche Ingenieurinnen – es gibt sie doch!
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Rita Süssmuth, Bundestagspräsidentin a.D., ist ein besonderer Ehrengast auf der women&work, Deutschlands größtem Messe-Kongress für Frauen, der am 5. Mai 2012 in Bonn stattfindet. Im Rahmen der Podiumsdiskussion “Erfolgreiche Ingenieurinnen – es gibt sie doch” diskutiert Frau Prof. Dr. Süssmuth von 15:00 - 16:00 Uhr mit sechs der insgesamt Top 25-Ingenieurinnen, die der deutsche ingenieurinnenbund 2011 gekürt hat. Rita Süssmuth gehörte zur unabhängigen Jury für die Auswahl der 25 einflussreichsten Ingenieurinnen Deutschlands.
“Es gibt erfolgreiche Ingenieurinnen in Deutschland, aber in der Öffentlichkeit sind sie kaum zu sehen”, sagt Sylvia Kegel, Vorstandsmitglied des deutschen ingenieurinnenbundes e.V. und Moderatorin des Thementalks auf der women&work. “Ziel der Aktion TOP25 war es daher auch, den Blick auf besonders erfolgreiche Ingenieurinnen zu lenken, um die Vorbilder, die es inzwischen gibt, öffentlich vorzustellen.”
Auf der women&work am 5. Mai in Bonn diskutieren mit dem Jurymitglied Rita Süssmuth Dipl.-Ing Martina Beyer, Abteilungsleiterin Ford Werke, Dipl.-Ing. Ludgera Decking, Geschäftsführerin der RSAG, Dipl.-Ing. Simin Lostar Schräpfer, Leiterin der Fiesta-Montage der Kölner Ford-Werke, Dipl.-Ing./Dipl.-Wirt.-Ing. Anja Neuber, Geschäftsführerin der Siempelkamp Giesserei Service GmbH, Prof. Dr.-Ing. Stefanie Reese, Leiterin des Lehrstuhls und des Instituts für Angewandte Mechanik in der Fakultät für Bauingenieurwesen der RWTH Aachen, Dipl.-Ing. Gabriele Riedmann de Trinidad, Senior Vice President "Strategic Market Energy" bei der T-Systems International.
“Wir freuen uns sehr, ein so hochkarätig besetztes Podium auf der women&work präsentieren zu können”, freut sich Melanie Vogel, Initiatorin der women&work. “Der MINT-Bereich bietet exzellente Karriere-Chancen für Frauen. Das werden nicht nur die Podiumsteilnehmerinnen beweisen, sondern auch die zahlreichen Unternehmen aus der MINT-Branche, die auf der women&work präsent sind.”
Über 80 Top-Unternehmen – darunter accenture, adidas, BASF, Bayer, E.ON, GE, Google, Siemens, ThyssenKrupp oder Vodafone – präsentieren sich auf der women&work und stehen den Messebesucherinnen für alle Fragen rund um Jobeinstieg und -wechsel, Wiedereinstieg oder den Weg nach oben zur Verfügung.
Wer sich gezielt auf die Gespräche mit den Unternehmen auf der women&work vorbereiten möchte, kann sich noch bis zum 30. April für vorterminierte Vier-Augen-Gespräche bei den ausstellenden Unternehmen anmelden.
Der Messebesuch ist kostenfrei.
Alle weiterführenden Informationen unter www.womenandwork.de
Über die women&work
Die women&work ist Deutschlands größter Messe-Kongress für Frauen, der 2012 mit dem Innovationspreis "Land der Ideen" in der Kategorie "Wirtschaft" ausgezeichnet wurde. Auf der women&work treffen ambitionierte Besucherinnen am 5. Mai 2012 in Bonn von 10.00 bis 18.00 Uhr das Who-is-Who der deutschen Unternehmen. Vorterminierte Vier-Augen-Gespräche, spannende Kontakte mit über 80 Top-Unternehmen aus Deutschland und ein umfangreiches Kongress-Programm helfen den Frauen beim persönlichen Networking und bei der erfolgreichen Karriereplanung. Die women&work findet unter der Schirmherrschaft von Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen statt.
Die Teilnahme ist kostenfrei. www.womenandwork.de
Über den deutschen ingenieurinnenbund e.V (dib)
Der dib ist seit 25 Jahren der Berufsverband für Frauen in technischen Berufen. Das bundesweit aktive Netzwerk besteht aus derzeit 17 Regionalgruppen. Neben gegenseitiger persönlicher Unterstützung in beruflichen und fachlichen Fragen liegt der Schwerpunkt in der nationalen und internationalen Lobby- und Gremienarbeit. Der dib ist unter anderem im Deutschen Frauenrat, in Landesfrauenräten und verschiedenen Ingenieurkammern der Länder sowie im International Network of Women Engineers and Scientists (INWES) vertreten.
Der dib ist auf der Karriere-Meile mit einem Stand, zusammen mit „komm mach MINT.“ vertreten. Alle weiterführenden Informationen unter www.dibev.de.
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Karriere-Taktiken für Frauen - 7 Tipps für Frauen, die in Führung gehen wollen
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Frauen in Führungspositionen sind nach wie vor unterrepräsentiert: Laut einer aktuellen Studie des DIW Berlin liegt der Frauenanteil in den Vorstandsetagen der 200 größten Unternehmen Deutschlands nur bei drei Prozent – und damit genau so niedrig wie im Jahr davor. Zur Vorbereitung auf die women&work, Deutschlands größten Messe-Kongress für Frauen am 5. Mai in Bonn, hat Henrike von Platen, Unternehmensberaterin und Präsidentin BPW Germany e.V., sieben Tipps für Frauen zusammengestellt, die in Führung gehen wollen.
Von: Melanie Vogel
1. Überwinden Sie begrenzende Glaubensmuster
Althergebrachte Rollenstereotype halten sich hartnäckig und auch eigene Glaubensmuster schmälern unser Selbstbewusstsein. „Das kannst Du nicht“, „Das ist für Dich zu schwer“, solche Sätze halten sich oft ein Leben lang – außer man ersetzt sie durch neue, Mut machende Aussagen. Probieren Sie Dinge aus, die Sie noch nie gemacht haben – was kann schon passieren?
2. Erkennen Sie Ihre Stärken
Gerade Frauen wissen oft besser, was sie nicht können, als was sie können. Notieren Sie sich Ihre Stärken und konzentrieren Sie sich darauf.
3. Definieren und verfolgen Sie Ihre Ziele und lassen Sie sich von Rückschlägen nicht entmutigen
Wer sich Ziele setzt, hat gute Chancen, dorthin zu gelangen. Überlegen Sie, wo Sie hin möchten oder was Sie tun wollen. Brechen Sie langfristige Ziele auf kleine Zwischenziele herunter und verfolgen Sie diese beständig. Lassen Sie sich von Rückschlägen nicht entmutigen – auch Umwege führen zum Ziel. Nutzen Sie stattdessen die Chance, aus Ihren Fehlern zu lernen.
4. Widerstehen Sie dem Perfektionismus
Gerade für Frauen ist Perfektionismus ein echter Karrierekiller. Alles, was Sie tun, kann natürlich immer noch besser und schöner gemacht werden. Aber führt der Aufwand dafür wirklich zu einem größeren Nutzen? Setzen Sie Prioritäten – und seien Sie mit „fast perfekt“ zufrieden. Fleiß allein führt nicht zu beruflichem Erfolg.
5. Ergreifen Sie Chancen, wenn Sie sich Ihnen bieten
Streichen Sie einen Satz aus Ihrem Kopf, nämlich: „Das kann ich nicht, das hab ich ja noch nie gemacht.“ Wenn Ihnen eine interessante Position vorgeschlagen wird, zweifeln Sie nicht an Ihrer Qualifikation. Zögern Sie nicht und greifen Sie zu. Männer machen das auch!
6. Genießen Sie Ihre Erfolge – und reden Sie darüber
Sie haben ein wichtiges Projekt erfolgreich abgeschlossen? Sie haben ein positives Feedback von einem Kunden erhalten? Sorgen Sie dafür, dass andere davon erfahren! Nur wenn die Entscheidungsträger in Ihrer Firma wissen, was Sie leisten, können Sie eine Gehaltssteigerung oder eine Beförderung bewirken. Vergessen Sie die anerzogene weibliche Bescheidenheit – Eigenlob stinkt nicht!
7. Suchen Sie sich Unterstützung
Gerade Frauen versuchen oft, als Einzelkämpferinnen zu bestehen. Wer aber im Beruf wirklich weiterkommen möchte, braucht Kontakte und ein Netzwerk, das Unterstützung, Tipps und Hilfestellung bietet.
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women&work 2012 ist ausgebucht
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Über 80 Top-Unternehmen auf Deutschlands größtem Messe-Kongress für Frauen
Deutschlands Unternehmen sind auf der Suche nach weiblichem Führungskräftenachwuchs. Das beweist eindrucksvoll der Messe-Kongress women&work, der am 5. Mai 2012 unter der Schirmherrschaft von Ursula von der Leyen stattfindet. Ambitionierte Frauen haben zum zweiten Mal die Gelegenheit, sich in Workshops oder Talkrunden im historischen Ambiente des Plenarsaals in Bonn berufliche Inspiration zu holen und mit über 80 Top-Unternehmen aus Deutschland in Kontakt zu treten.
Von: Melanie Vogel
„Nach dem erfolgreichen Start im letzten Jahr freuen wir uns sehr, dass die women&work in diesem Jahr ein noch größeres Interesse auf Unternehmensseite verzeichnen kann“, freut sich Initiatorin und Veranstalterin des Messe-Kongresses, Melanie Vogel. „Es ist ein überaus positives Signal an die Frauen. Die Unternehmen sind zunehmend daran interessiert, sich in der Zielgruppe der weiblichen Talente als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren. Das eröffnet für alle Messebesucherinnen am 5. Mai tolle Chancen, sich über Karriereperspektiven, Wiedereinstiegsoder Aufstiegsoptionen zu informieren.“
Unternehmen, die bereits jetzt schon zugesagt haben, den Besucherinnen am 5. Mai 2012 Rede und Antwort zu stehen sind: A.T. Kearney, accenture, Adecco Personaldienstleistungen, Adidas, Allianz, arvato systems, AXA, Axel Springer, BASF, Bayer, Bearing Point, Bertrandt, BOSCHGruppe, Brose, Brunel, BTC Business Technology Consulting, Bundesnachrichtendienst, Capgemini Consulting, CGI Information Systems and Management Consultants, Cisco, Coca-Cola, comdirekt bank, Continental, DELL, Deloitte, Deutsche Bank, Deutsche Bundesbank, Deutsche Post DHL, Deutsche Postbank, Deutsche Telekom, DIS AG, DZ BANK, E.ON, EADS, easyCredit/TeamBank, Eaton Industries, ERGO Versicherungsgruppe, Ernst&Young, Fraport, Fujitsu, Generali, Hermes Logistik, Hewlett Packard, h&z Unternehmensberatung, IBM, Infineon, K+S Aktiengesellschaft, Kautex Textron, KfW Bankengruppe, KPMG, Lenze, Mainova, Mazars, Medtronic, Merck, METRO, Microsoft, MLP, MTU Maintenance, OC&C Strategy, Oracle, OTIS, Philips, Pierre Fabre Dermo-Kosmetik, PPI, PwC, REHAU, REWE Group, RWE, SAP, Siemens, SKF, SMA Solar Technology, The Boston Consulting Group, ThyssenKrupp, Vattenfall, Vestas, Vodafone, VOITH und Weidmüller.
Viele der Unternehmen bieten vorterminierte Vier-Augen-Gespräche an, für die sich interessierte Besucherinnen ab Februar und bis zum 30. April online anmelden können.
Was die weiblichen Talente sonst noch tun können, um beruflich erfolgreich zu sein, erfahren sie auf dem parallel statt findenden Kongress. In insgesamt drei verschiedenen Foren – „Karriere-Tools und Erfolgsstrategien für Frauen“, „Zwischen Kind und Karriere“ und „Female Leadership“ – stehen Experten aus der Praxis als Ansprechpartner zur Verfügung.
Als Referenten zugesagt haben unter anderem der erfolgreiche Management-Berater und Erfolgs-Autor Frank M. Scheelen, Deutschlands innovativster Trendforscher Sven Gabór Janszky, Imke Keicher, Vice President von Capgemini, Humor-Expertin Jumi Vogler zum Thema „Führen mit Humor“ und Claudia Kimich, die Gehalts- und Verhandlungsexpertin.
Parallel zur women&work findet 2012 erstmalig auch das „Jahrestreffen weiblicher Führungskräfte“ statt. Deutschlands Führungsfrauen haben am 5. Mai 2012 von 10-18 Uhr die Möglichkeit, in der „Leadership-Lounge“ ihre Karriere auf den nächsten Level zu bringen. Neben Existenzgründungsberatung und Gesprächen mit Headhuntern stehen Ansprechpartner zu den Themen persönliche Karrierestrategie und Aufstieg ins Top-Management oder in Aufsichtsräte zur Verfügung. Und für die Frauen, die mit einer sinnvoll genutzten Auszeit liebäugeln, bieten die „Manager für Menschen“ interessante Optionen für eine schöpferische Pause.
„Die women&work ist das Highlight für Frauen, die auf der Suche nach einem passenden Arbeitgeber für ihren Berufseinstieg nach dem Studium sind, den Wiedereinstieg nach der Elternzeit planen, einen Job-Wechsel erwägen oder sich konkret über Karrierechancen und Aufstiegsmöglichkeiten informieren möchten“, fasst Vogel das umfangreiche Angebot zusammen.
Der Eintritt für Messebesucher/Innen ist kostenfrei. Eine Platzreservierung für einzelne Workshops und Vorträge im Kongressprogramm ist ab Februar 2012 online unter www.womenandwork.de möglich – ebenso wie die Anmeldung zu vorterminierten „Vier-Augen-Gesprächen“ mit Unternehmensvertretern auf der Messe.
Weitere Informationen online unter www.womenandwork.de.
Informationen für die Presse unter http://www.womenandwork.de/presse/
Melanie Vogel steht für Anfragen und Interviews zur Verfügung.
- Schirmherrin: Ursula von der Leyen
- Über 80 Top-Unternehmen: 20 Firmen mehr als bei der Premiere im Mai 2011
- Top-Referenten: u.a. der erfolgreiche Management-Berater und Erfolgs-Autor Frank M. Scheelen, Deutschlands
innovativster Trendforscher Sven Gabór Janszky, Imke Keicher, Vice President von Capgemini, Humor-Expertin Jumi
Vogler zum Thema „Führen mit Humor“ und Claudia Kimich, die Gehalts- und Verhandlungsexpertin
- Parallel findet das "Jahrestreffen weiblicher Führungskräfte" statt
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So wird aus guten Vorsätzen Wirklichkeit
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Ziele umsetzen mit der BIRD-Methode und der KIMICH-Strategie
Der Jahreswechsel ist für viele Menschen Anlass, mit alten Gewohnheiten aufzuräumen. Getreu dem Motto „Ab morgen wird alles anders“, überleben die guten Vorsätze allerdings oftmals nicht einmal den ersten Kalendermonat. Damit aus den hehren Zielen Wirklichkeit wird, haben Melanie Vogel, Trainerin und Veranstalterin der women&work, und Claudia Kimich, Verhandlungsexpertin und Coach, effektive Tipps zur Zielerreichung in der BIRD-Methode und der KIMICH-Strategie zusammengefasst.
Von: Melanie Vogel und Claudia Kimich
Diäten, Sport treiben oder weniger Alkohol trinken sind die Klassiker der mehr oder weniger ernst gemeinten Neujahrsvorsätze. Alles auf einmal, wenig durchdacht und nicht selten feuchtfröhlich in der Sylvesternacht beschworen, in diesem neuen Jahr alles anders zu machen. Nur, um dann nach wenigen Tagen oder Wochen festzustellen, dass die alten Marotten wie ein falscher Fünfziger wieder auftauchen.
Das frustriert – vor allem dann, wenn es um existenziellere Ziele geht wie ein Jobwechsel, der Wiedereinstieg oder die Lösung eines beruflichen oder privaten Konfliktes.
Fakt ist, um beruflich und privat erfolgreich sein zu können braucht jeder Mensch klar formulierte Ziele. Individuelle Ziele, die einem persönlichen, inneren Antrieb folgen, der dem Ziel-Besitzer die Kraft verleiht, die gesteckten Ziele auch zu erreichen. Wie das funktionieren kann, zeigt Melanie Vogel, Persönlichkeits-Trainerin und Veranstalterin der women&work, anhand der BIRD-Methode:
B = Bauchgefühl wecken
Stellen Sie sich folgende Fragen: Was ist Ihr Herzenswunsch? Wie möchten Sie bei anderen Menschen in Erinnerung bleiben? Was möchten Sie mit Ihrem Leben anfangen? Folgen Sie Ihrem Bauchgefühl, hören Sie auf Ihre innere Stimme. Besinnen Sie sich auf Ihre Werte, Ihre Wünsche, Ihre Lebensideale – und überdenken Sie dann Ihre aktuelle Situation noch einmal. Wie antworten Sie jetzt auf folgende Fragen: Warum möchten Sie Ihre momentane Situation ändern? Was stresst Sie? Warum sind Sie im Job / im Privatleben unzufrieden? Ihre Lebensplanung und Ihre Lebenswerte sind zwingend nicht die von anderen. Sollte Sie das aufhalten? Sicher nicht, denn Sie haben das Recht, Ihr Leben nach Ihren eigenen Wünschen und Vorstellungen zu gestalten. Entfesseln Sie Ihr Potenzial, Ihre Stärken und Talente. Seien Sie ehrlich zu sich selbst: Werden Ihr Potenzial, Ihre Stärken und Talente in Ihrem Leben von Ihnen (und anderen) gewürdigt? Falls nicht, ist jetzt der Zeitpunkt einer Änderung gekommen.
I = Individualität akzeptieren
Ihre Lebensplanung und Ihre Lebenswerte sind zwingend nicht die von anderen. Sollte Sie das aufhalten? Sicher nicht, denn Sie haben das Recht, Ihr Leben nach Ihren eigenen Wünschen und Vorstellungen zu gestalten. Entfesseln Sie Ihr Potenzial, Ihre Stärken und Talente. Seien Sie ehrlich zu sich selbst: Werden Ihr Potenzial, Ihre Stärken und Talente in Ihrem Leben von Ihnen (und anderen) gewürdigt? Falls nicht, ist jetzt der Zeitpunkt einer Änderung gekommen.
R = Richtung festlegen
Menschen sind nur dann wirklich glücklich und zufrieden, wenn sie sich Stück für Stück auf etwas zubewegen, was ihnen Freude bereitet. Glück und Erfolg brauchen folglich eine Richtung – und den Kompass halten Sie in der Hand. Wenn Sie Ihre eigene Lebensrichtung festgelegt haben, finden sich die Ziele oft von selbst – und Veränderungen machen weniger Angst.
D = Durchstarten
Sie haben nun eine Richtung gefunden, in die Sie Ihr Leben und Ihre Ziele lenken wollen – jetzt gilt es: Mutig sein und Durchstarten! Mit dem Durchstarten – also der konkreten Umsetzung eines Vorsatzes – beginnt das Abarbeiten von Zielen und Teilzielen.
Um in diesem „Zielformulierungslabyrinth“ den Überblick behalten zu können, hat die Verhandlungsexpertin Claudia Kimich sechs Schritte zur Zielfindung in der KIMICH-Strategie zusammengefasst. Die K I M I C H–Strategie hilft Ihnen dabei, dass Ihr Ziel konkret – intuitiv – messbar – initiativ – creativ – herausfordernd wird.
K – wie: Werden Sie konkret!
Schreiben Sie Ihre Ziele konkret und detailliert auf. Das führt zu besserer Struktur und schafft sofort mehr Klarheit im Kopf. Behandeln und bearbeiten Sie jedes Ziel individuell, niemals mehrere Ziele auf einmal. Das verwirrt und überfordert.
I – wie: Vertrauen Sie Ihrer Intuition
Formulieren Sie positiv, d.h. schreiben Sie nur auf, was Sie erreichen wollen und nicht, was Sie nicht erreichen wollen. Ihr Unterbewusstsein hört nicht nicht. Vertrauen Sie bei der Umsetzung Ihrer Ziele auf Ihre Intuition. Hören Sie auf ein mögliches Bauchgrummeln und gehen Sie ihm auf den Grund.
M – wie: Messen Sie Ihren Erfolg
Schreiben Sie Zahlen, Daten, Mengen und Deadlines auf. Notieren Sie alles, was messbar ist, dann können Sie auch den Erfolg besser kontrollieren. Vermeiden Sie Verallgemeinerungen. Setzen Sie sich selbst – und nur sich selbst – in Bezug zu Ihrem persönlichen Ziel und übernehmen Sie Verantwortung.
I – wie: Ergreifen Sie die Initiative
Verwenden Sie Tatsachen statt Möglichkeiten. Ersetzen Sie würde, hätte, möchte, könnte und dürfte durch die Tatsachenformen: werde, habe, will, kann und darf. Bei Tatsachen sind wir sofort handlungsfähiger. Weniger denken – mehr tun!
C – wie: Seien Sie creativ
Schreiben Sie alle Ideen auf, die Ihnen beim Erreichen Ihres Ziels helfen können. Werten Sie Ihre Ideen nicht, oft sind die mutmaßlich verrücktesten Ideen die Besten. Setzen Sie auf creative Methoden, z.B. schreiben Sie alles auf, womit Sie Ihr Ziel garantiert nicht erreichen - und dann drehen Sie es einfach um.
H – wie: Nehmen Sie die Herausforderung an
Streichen Sie das Wort müssen in jeder Variante aus Ihrem Sprach- und Schreibgebrauch. Es hat eine gewaltige Widerstandswirkung auf Ihr Unterbewusstsein. Formulieren Sie „müssen“ in ein aktives Verb um. Anstatt "Ich muss mit meinem Chef über mein Gehalt reden" sagen Sie besser: " Ich spreche mit meinem Chef über mein Gehalt".
Und am Ende gilt: Durchhalten, durchhalten, durchhalten. Beharrlichkeit ist praktizierte Selbstdisziplin – und ein Beweis dafür, dass Ihnen ihr eigenes Ziel wichtig ist.
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Social Media: Wer braucht noch PR-Profis?
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pressetext-Convention am 28.9. in Zürich gibt Antworten
Zürich (pts014/20.09.2011/10:45) - Können Mitarbeiter eines Unternehmens quer durch alle Abteilungen Markenbotschafter werden? Was kann ein Unternehmen von seinen Mitarbeitern im Social Web erwarten? Und wo sind die Grenzen? Die Social Media Convention Zürich am 28. September gibt Antworten auf die Frage, wie und woran sich Verantwortliche in der Unternehmenskommunikation 2.0 zukünftig orientieren können. http://pressetext.com/convention-zuerich
Der von Key Note Speaker Johannes Kleske postulierte "Social Layer", der alle Abteilungen eines Unternehmens überlagert, führt zwangsläufig zur Frage, ob sich die PR-Abteilung selbst abschafft, oder ob die neue Verteilung der Kommunikationsaufgaben in Unternehmen zu mehr Verantwortung, Koordination und Kontrolle für die Kommunikationsabteilungen führen muss. Es ist dabei klar, dass sich das Unternehmen nicht mehr auf die Markenbotschafter als zentralen Kommunikationskanal verlassen kann.
Hilfe, wer steuert die Kommunikation?
Monica Glisenti, Direktion Corporate Communications beim Migros-Genossenschafts-Bund (MGB), wird an der Convention in Zürich auf die organisatorischen Herausforderungen und Veränderungen in der Unternehmenskultur eingehen, die mit dem Social-Media-Einsatz unweigerlich eintreten. Und darüber referieren, welche Auswirkungen diese Fragen auf die Strategie- und Ressourcenplanung haben.
Die PR-Beraterin und Social-Media-Spezialistin Marie Christine Schindler zeigt, wie Unternehmen ihre eigene Online-Reputation aufbauen. Gezielte Imagepflege mit PR im Social Web und der passende Mix aus Identitäts-, Beziehungs- und Informationsmanagement sind dabei die Kernelemente.
Wenn Social Media über alle Abteilungen eines Unternehmens eingesetzt und von mehreren Kanälen im Unternehmen bespielt und betreut wird, dann bedarf es guter Koordination und Erfolgsmessung. Dazu wird Mike Schwede von Goldbach Interactive Schweiz Stellung nehmen, unter dem Thema "Die Social Conversion: User bewusster finden, ansprechen und binden".
Die Social Media Convention Zürich am 28. September ist das Highlight der diesjährigen Veranstaltungen der Nachrichtenagentur pressetext in der Schweiz. Zehn Kommunikationsprofis zeigen an einem Tag aus eigener Praxis, wie Social Media in der Unternehmenskommunikation funktioniert. Für den Event im Technopark gibt es noch Restkarten. Info unter http://pressetext.com/convention-zuerich
Koordination: Meral Akin-Hecke
convention@pressetext.com
Tel. +41 44 200 11 22
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Staatliche Rente: Studenten verlieren Vertrauen
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Wissenschaftler sieht betriebliche Altersvorsorge als Lösung
Essen (pte026/26.09.2011/15:05) - Die Mehrheit aller angehenden Akademiker glaubt nicht mehr daran, dass die staatliche Rente ihre Grundversorgung im Alter decken kann. Dies zeigt eine Umfrage der Essener FOM Hochschule für Oekonomie & Management http://fom.de . Demnach sind 93% der Studenten - insgesamt wurden 30.000 Studierende befragt - davon überzeugt, dass die Rentenversicherung nicht ausreichen wird. "Für Studierende hat die Rente einen desaströsen Ruf", so Thomas Heupel, Studienleiter und Professor, gegenüber pressetext.
Berufliche Unsicherheit
Das Vertrauen in eine staatlich gesicherte Rente ist unter Nachwuchs-Führungskräften verloren gegangen. Lediglich 1,3% der Befragten sind der Meinung, dass die Rente sehr sicher sei. 56,5% halten sie für sehr unsicher. "Angehende Akademiker befinden sich in der Planungsphase und wissen noch nicht, welchen Berufsweg sie einschlagen werden. Daher herrscht grundsätzlich Unsicherheit vor", sagt Heupel.
Vor 50 Jahren sah die berufliche Situation vieler Akademiker noch anders aus. "Früher arbeitete man lange im gleichen Unternehmen, heute ist man maximal vier Jahre für eine Firma tätig", erklärt der Wissenschaftler. Daher werden die klassischen, standardisierten Rentenprodukte nicht angenommen.
Schlummerndes Potenzial
Der Experte sieht nun die Arbeitgeber am Zug. Eine betriebliche Altersvorsorge ist nämlich laut Umfrage bei künftigen Führungskräften als Alternative angesagt. "Wer hier Lösungen anbietet, wird im Kampf um die klügsten Köpfe die Nase vorn haben", glaubt Heupel. Besonders KMU seien gefordert. "Der überwiegende Teil der großen Konzerne sind in punkto betriebliche Altersvorsorge gut aufgestellt. Bei kleineren Unternehmen gibt es aber noch ein unentdecktes, schlummerndes Potenzial", unterstreicht Heupel im Gespräch mit pressetext. Diese müssten aktiver werden, wenn sie hochqualifiziertes Personal gewinnen wollen.
Neben betrieblichen Lösungen sind auch Riester-Rente (knapp 60%), Immobilien (56,1%) und einfaches Sparen (56%) beliebt. Aktien (20,5%) und Rürup-Rente (4,7%) fallen dagegen ab. Die Umfrage zeigt auch, dass angehende Akademiker auf Rückenwind durch den Fachkräftemangel setzen. Eine große Mehrheit erhofft sich dadurch bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt.
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Arbeitszufriedenheit: Chefs bewerten Lage falsch
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Mitarbeiter wünschen sich mehr Qualifikationsmöglichkeiten
Offenbach (pte004/27.09.2011/06:05) - Bei Firmenveranstaltungen wird gern betont, dass motivierte Mitarbeiter den Wert des Unternehmens steigern und somit das wichtigste Kapital des Unternehmens sind. Laut einer aktuellen Umfrage des von InSites Consulting im Auftrag des Personaldienstleisters Tempo-Team Deutschland http://www.tempo-team.com/ sind 68 Prozent der Chefs mit ihrer Gehaltspolitik zufrieden. Auf der anderen Seite sind dies jedoch nur 47 Prozent der Mitarbeiter.
Hinsichtlich der Aufstiegschancen findet gut die Hälfte (54 Prozent) der Arbeitgeber, dass sie genügend Gelegenheit zur Beförderung bieten - aber nur knapp ein Drittel (30 Prozent) der Arbeitnehmer stimmt dem zu. Auch in puncto Weiterbildung gehen die Meinungen deutlich auseinander.
Bedürfnisse der Belegschaft kennen
Nur 48 Prozent der Arbeitnehmer sagen, dass sie ausreichend Qualifizierungsmöglichkeiten haben, während ganze 69 Prozent der Führungskräfte angeben, dass sie genug in Trainings für ihre Mitarbeiter investieren. Diese Ergebnisse stammen aus einer repräsentativen Befragung von 196 Personal-Managern und 503 Arbeitnehmern in Deutschland.
"Es ist wichtig, die Bedürfnisse der Belegschaft zu kennen und gerade auf den Wunsch nach mehr Qualifizierung mit entsprechenden Angeboten zu reagieren", betont Uwe Beyer, Geschäftsführer des Personaldienstleisters Tempo-Team Deutschland.
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E-Reader gefährden Freiheit der Information
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Kritiker: Erschwerter Zugang zum Lesen, Privatisierung des Wissens
Cambridge/Wien (pte024/26.09.2011/13:50) - Die derzeit stark promoteten E-Books können insbesondere für den unteren Rand der Gesellschaft zum Problem für eine demokratische Verbreitung von Wissen und Bildung werden, meinen Experten. Amazon http://amazon.de hat indes begonnen, E-Books in öffentliche Bibliotheken in den USA auszuliefern.
Öffentliches Gut in Gefahr
Der demokratische Zugang zu Wissen galt lang als öffentliches Gut: Bibliotheken wurden stets mit Steuereinnahmen oder von Philanthropen gestützt. Zumeist werden die ersten Erfahrungen von Kindern mit Büchern via "Second Hand" gemacht: Sie werden entweder von Familienmitgliedern weitergegeben oder gebraucht gekauft.
E-Books könnten diesen für die demokratische Verbreitung von Wissen so wichtigen Sekundärmarkt auslöschen und gleichzeitig den Büchereien die Kontrolle über Kopien eines Textes entziehen. Denn E-Books können nur begrenzt verliehen oder verkauft werden: Tatsächlich arbeiten Verleger daran, die Zahl der Verleih-Möglichkeiten in Bibliotheken auf 26 zu limitieren. Man kann E-Books auch nicht verschenken und nicht bei einem Streifzug durch endlose Bücherregale entdecken. Das Wissen aus Büchern, warnen Insider, wird bald Amazon und Co gehören.
Bibliotheken verlieren Rechte
"In wissenschaftlichen Bibliotheken gibt es auch bei uns schon E-Books. Speziell bei Zeitschriften tritt das gedruckte Material zunehmend in den Hintergrund. Derzeit wird aber in Büchereien versucht, beides zur Verfügung zu stellen", so Wolfgang Hamedinger, Geschäftsführer der österreichischen Bibliothekenverbund und Service GmbH http://www.obvsg.at/ auf Nachfrage von pressetext.
Gedrucktes bringt Lagerprobleme, wogegen bei E-Books Synergieeffekte zu erzielen sind. Andererseits halten die Bibliotheken nur bestimmte Rechte an einem E-Book, während das eigentliche Werk auf den Servern des jeweiligen Verlags lagert. Ob man dann noch Herr des Materials ist und wie es in 50 Jahren mit der Verfügbarkeit von Werken stehen wird sind laut Hamedinger politische Fragestellungen, von denen die Öffentlichkeit zu wenig mitbekomme.
Mehr Lese-Hürden für Kinder
Einen anderen Aspekt dieser Entwicklung stellen die E-Reader selbst dar: Hersteller könnten die Preise in Zukunft senken, aber auch auf einem bestimmten Niveau stagnieren lassen. Digitales Lesen könnte somit zusätzliche Barrieren zwischen den Leser und dem Wissen aufbauen, wie Rechte des geistigen Eigentums oder andere, subtilere. Während Kinder früher zum Lesen eines Buches nur das Lesen beherrschen mussten, stellt sich zunehmend die Frage, was Kinder ohne Zugang zu einem E-Reader in einer Welt des digitalen Lesens machen werden.
Bücher haben einen demokratisierenden Effekt auf Lernen. Sie sind unbedingt notwendig für die reibungsfreie Verbreitung von Information. Sie sind langlebig und billig zu produzieren. Ihre weite Verbreitung - ein Zustand, der von vielen für selbstverständlich gehalten wird - war in den vergangenen Jahrhunderten eine stetige Kraft, die eine informierte Bürgerschaft schuf. Im Lichte dieser Erwägungen bleibt es fraglich, ob die Gefährdung dieses Guts für ein Fortkommen im 21. Jahrhundert sinnvoll ist.
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Vom Traum, sein eigener Chef zu sein
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Die einen rechnen nur mit geringen Chancen auf ein festes Arbeitsverhältnis, die anderen wollen sich selbst verwirklichen – Gründe, sich selbstständig zu machen, gibt es viele. Wer als sein eigener Chef arbeitet, der erfüllt sich oft einen lang gehegten Traum.
Von: Hanni Heinrich
Die Wirtschaftskrise hat vielen gezeigt, wie schnell sich die finanzielle Situation ändern kann: Kurzarbeit, Arbeitslosigkeit – das bereitet vielen Sorge, und die arbeitende Bevölkerung macht sich Gedanken, wie es weitergehen soll. Aber nicht nur die Wirtschaftskrise macht nachdenklich, sondern auch eigene Wünsche oder die Unzufriedenheit auf der Arbeit sorgen dafür, dass immer mehr Leute eine Alternative zum klassischen Angestelltenverhältnis suchen. Die Selbstständigkeit ist eine Möglichkeit, auf anderem Wege Geld zu verdienen.
Wer über ein besonderes Talent verfügt oder in der Lage ist, eine Tätigkeit besser auszuüben als andere, hat gute Chancen, seine Eigenschaften auf dem Arbeitsmarkt einzubringen. Bevor man eine Firma gründet, sollte man sich zunächst fragen, ob der Markt mit der Fähigkeit oder der Idee, die man anbieten will, nicht schon übersättigt ist. Anschliessend stellt sich die Frage, wie es am besten gelingt, die eigenen Stärken Gewinn bringend anzubieten.
Heidrun Schneider hat sich diese Gedanken zur Selbstständigkeit bereits gemacht. Seit vier Jahren lebt und arbeitet sie in Zürich. Ursprünglich kommt sie aus einer kleinen Stadt bei Leipzig in Deutschland. Noch arbeitet sie im Angestelltenverhältnis. „Mir macht es Spass im Büro, und meine Kollegen sind sehr nett. Ich fühle mich hier wohl“, sagt sie. Und nach einer kleiner Pause erzählt sie, dass sie schon als kleines Mädchen davon geträumt hat, Tänzerin zu werden und Tanz zu unterrichten.
Jetzt, mit 32 Jahren, ist es soweit: Sie will sich endlich ihren Traum erfüllen. Dazu hat sie ihre Arbeitszeit auf 80 Prozent reduziert, um einmal in der Woche zur Tanztrainerausbildung zu gehen. „Mit den vielseitigen Tanzangeboten in Zürich und meiner Ausbildung zur diplomierten Jazztanzpädagogin in Zürich erfülle ich mir einen lang ersehnten Traum“, so Heidrun Schneider. „Ich kann meine Leidenschaft für das Tanzenausleben und meine Fähigkeiten pädagogisch weitergeben.“
Schon mit 15 Jahren wollte Heidrun Schneider Sport und Tanzen zu ihrem Beruf machen, doch die Ausbildung zur staatlich geprüften Gymnastiklehrerin an einer privaten Schule in Mitteldeutschland konnten sich ihre Eltern in den 1990er-Jahren nicht leisten. „Aber mit Überzeugung, Geduld und den Glauben an sich und seine Träume und Entscheidungen kommt irgendwann der richtige Zeitpunkt“, sagt sie, und ihre Augen glänzen – so als ob sie schon wüsste, dass sie es bald schaffen wird. „Ohne den Glauben an sich selbst schafft man es nicht. Es gibt immer Menschen, die nicht gut finden, was ich mache, aber von denen will ich mich nicht beeinflussen lassen.“
Nur noch neun Monate muss sie die Schulbank drücken, bis sie die Lizenz zur Tanzlehrerin in der Hand hält. Dann will sie als Personal Trainer arbeiten, im Fitness-Studio Kurse geben und auch in Firmen gehen und dort Sport für Büromenschen anbieten. „Ich bin durch den Sport viel fitter geworden und fühle mich einfach gut.
Sicherlich wird es am Anfang nicht leicht, sofort Kunden zu gewinnen und Geld zu verdienen, aber es ist mein Traum, und den werde ich mir erfüllen“, ist Heidrun Schneider überzeugt. Der Gehaltsreport aus dem Jahr 2009 zeigt, dass 55 Prozent der Selbstständigen mit ihrem Einkommen zufrieden sind. Bei den Angestellten sind es nur 49 Prozent. Selbstständigkeit scheint sich also auch finanziell zu lohnen.
Aber um wirklich als Selbstständige loslegen zu können, muss Heidrun noch einiges organisieren. EU-Bürger können sich problemlos in der Schweiz selbstständig machen oder eine eigene Firma gründen. Dazu benötigen sie eine Arbeits- und Aufenthaltsbewilligung. Für die müssen sie nachweisen, dass sie krankenversichert sind und ihren Lebensunterhalt selbst bestreiten können. Für Personen, die neu in die Schweiz ziehen, stellt die kantonale Behörde oder die Wohngemeinde eine sechsmonatige Kurzaufenthaltsbewilligung aus. Nach sechs Monaten muss die geplante oder bereits begonnene Selbstständigkeit nachgewiesen werden. Das kann in Form eines Handelsregistereintrages geschehen, oder man muss einen Businessplan schreiben. In der Regel wird dann eine fünfjährige Aufenthaltsbewilligung (die sogenannte B-Bewilligung) ausgestellt.
Des Weiteren muss man als Existenzgründer ein vollständiges Dossier einreichen, aus dem hervorgeht, welche Art von Geschäft in der Schweiz ausgeübt werden soll oder mit welchem Beruf man sich selbständig machen will. Für die Behörden ist es hilfreich, wenn man den Lebenslauf beilegt und seinen beruflichen Hintergrund erläutert. Besonders wichtig ist, dass man genug Einkommen erwirtschaften kann, um keine finanzielle Last für die Schweiz und den gewählten Kanton darzustellen.
Sind alle Formalitäten geklärt, kann es losgehen. Eine Firma ist schnell gegründet, Visitenkarten rasch gedruckt und Webseiten aufgebaut. Doch die wirkliche Herausforderung liegt darin, dass man stark bleibt und sich nicht entmutigen lässt. Wer ein Unternehmen gründen will, sollte also zuerst seine Hausaufgaben machen: eine Marktanalyse durchführen, Abnehmer und Absatzmärkte ausfindig machen und sich in jedem Fall mit der Konkurrenz beschäftigen, um zu wissen, in welche Richtung der Wind weht. Schliesslich will man als Neuankömmling auf dem Markt auch bestehen und nicht direkt wieder untergehen.
Im internationalen Vergleich
In der Schweiz sind fast zehn Prozent aller Erwerbstätigen selbstständige Unternehmer. Innerhalb von Europa weist nur Griechenland einen höheren Anteil an Unternehmern in der Bevölkerung auf. Diese Zahlen gehen aus dem Bericht des Projekts Global Entrepreneurship Monitor (GEM) 2005 hervor, der die unternehmerischen Aktivitäten in 35 Ländern in Europa und dem Rest der Welt vergleicht.
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Digitales Erbe
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Die Welt lebt online. Allein in Europa bewegen sich mehr als 400 Millionen Menschen im Internet. Sie versenden Mails, chatten, bloggen, twittern, laden Fotos hoch oder gehen online einkaufen. Auch ältere Menschen nutzen das Internet. Doch was passiert mit den Daten eines Nutzers, wenn er stirbt?
Von: Hanni Heinrich
Wenn ein Mensch stirbt, sehen die Hinterbliebenen alles, was von seinem Leben übrig ist: Fotos, Notizen, Kleidung und Persönliches in Schubladen und Schränken, im Wohn- und Schlafzimmer. Wenn der Verstorbene viel Zeit im Internet verbracht hat, dann sind Überbleibsel seines Lebens auch im Internet zu finden. Der Traum vom ewigen Leben ist heute schon Wirklichkeit – aber eben nur virtuell. Im Netz lebt man weiter. Doch wer die Online-Daten Verstorbener verwalten und entfernen darf, ist bislang kaum geklärt.
Rechtsanwalt Carsten Ulbricht der Kanzlei Diem & Partner in Stuttgart ist auf Rechtsfragen im Netz spezialisiert. Auf die Frage, was mit digitalen Daten im Internet passiert, wenn der Nutzer nicht mehr lebt, sagt er aus Erfahrung: „Trotz zunehmender Vernetzung macht sich momentan kaum jemand darüber Gedanken.“ Wenn im Testament nichts anderes stehe, dann solle für digitale Daten Ähnliches gelten wie für Schriftstücke aus Papier: „Die gesetzlichen Erben übernehmen das Recht daran“, sagt der Anwalt. Ob E-Mails, Facebook-Eintragungen oder die Inhalte des Onlinebankings – all das geht in die Hände der Erben über. In vielen Fällen wissen die Erben gar nicht, wo überall im Netz der Verstorbene seine Spuren und Daten hinterlassen hat. Und selbst wenn sie es wüssten, bleibt das Problem: Wie sollten sie sich einloggen, wenn sie die Zugangsdaten nicht kennen? Bei verstorbenen Mitarbeitern ist es manchmal einfacher: In grossen Unternehmen kennt die IT-Abteilung in der Regel die Zugangsdaten. In Einzel- oder kleinen Familienunternehmen besteht jedoch die Gefahr, dass bei einem Todesfall wertvolle Geschäftsdaten verloren gehen.
Des einen Problem ist des anderen Geschäft: Birgit Janetzky aus Freiburg im Breisgau hat die Marktlücke rund um das digitale Erbe erkannt. Eigentlich ist sie Theologin und unterstützt seit mehr als zehn Jahren Trauernde. Wenn jemand die Bestattungsbranche mit all ihren Dienstleistungen rund um den Tod kennt, dann sie. Vor zwei Jahren, als sie ein paar eigene Einträge im Internet löschen wollte, merkte sie, wie schwierig das oft ist. Daher fragte sie sich: „Wenn das für Lebende schon so kompliziert ist, wie schwierig muss erst das Löschen digitaler Daten von Verstorbenen sein?“
Im Februar 2010 gründete Janetzky daher zusammen mit einem Informatiker die Firma Semno. Ihre Zielgruppe: Erben, die sich um den digitalen Nachlass eines Verstorbenen kümmern wollen, jedoch nicht wissen, welche Daten vorhanden und wichtig sind. „Angehörige können den Computer des Verstorbenen zu uns schicken. Wir machen eine Datenanalyse über die PC- und Internetnutzung“, erklärt Birgit Janetzky. Dadurch erhalten die Experten einen Überblick über Dateien, E-Mail-Konten, Netzwerkprofile und Kontakte. Findet sie es respektlos, ohne testamentarische Einwilligung im digitalen Umfeld eines Verstorbenen zu wühlen? „Manchmal können dabei auch unangenehme Dinge zum Vorschein kommen, etwa Opas heimliche Affären oder böse E-Mails, in denen Verwandte beschimpft werden. Aber auf der anderen Seite helfen wir, sodass wichtige Daten nicht verlorengehen.“ Das Wissen über den Verbleib solcher Informationen kann wertvoll sein. Etwa dann, wenn ausschliesslich digital vorliegende Verträge nicht gekündigt oder Rechnungen nicht beglichen werden konnten.
Jeden Tag entstehen im Internet neue digitale Schauplätze, und Menschen hinterlassen dort ihre Spuren. Manchmal kommt es sogar vor, dass Lebende einem Toten zum Geburtstag gratulieren, weil seine Geburtsdaten in einem sozialen Netzwerk stehen. Die Daten bleiben schliesslich, auch wenn der Mensch geht. Wer in einem sozialen Netzwerk angemeldet ist, ist unsterblich – so scheint es zumindest. Zu Lebzeiten kann man in den Einstellungen ziemlich alles regeln – nur eines nicht: was mit den Daten im Todesfall passieren soll. Je nach Community ist der Umgang mit diesem heiklen Thema unterschiedlich. Mal kümmert es den Betreiber nicht, wenn er vom Tod eines Mitglieds erfährt, mal wird ein Profil unsichtbar oder in einen sogenannten Trauerstatus geschaltet. In der Regel werden aber Profile und E-Mail-Konten nicht automatisch gelöscht. Angehörige und Hinterbliebene können bei den Anbietern neue Passwörter anfordern, um Zugang zu den Accounts des Verstorbenen zu erhalten – allerdings nur, wenn sie den Erbschein und die Sterbeurkunde vorlegen.
Die Verwaltung der digitalen Spuren von Verstorbenen ist noch kein grosses Geschäft. Aber einige Firmen setzen bereits auf diese Nische. In den USA gibt es eine Handvoll Firmen, die sich mit diesem Thema beschäftigen. Die Nutzer eines Internetdienstes können bei solchen Dienstleistern zum Beispiel ihre wichtigsten Passwörter und teilweise auch Dokumente verschlüsselt hinterlegen. Zugleich können sie bestimmen, wer im Todesfall welche Daten erhalten soll. E-Mail-Zugangsdaten, Onlinebanking-Daten, Geschäftsunterlagen und Fotos sollen auf diese Weise gesichert werden.
Im deutschsprachigen Raum gibt es wenige Onlinedienste dieser Art, Beispiele sind Idivus in Berlin oder Data Inherit in Zürich. „Dennoch sollten sich Nutzer gut überlegen, ob sie ihre Passwörter und andere sensible Daten einer externen Firma anvertrauen, die es vielleicht in wenigen Jahren nicht mehr geben wird“, sagt Anwalt Carsten Ulbricht. Sicherer und billiger sei es, in einem Testament unter anderem auch zu regeln, wer nach dem Tod Zugang zu welchen Daten bekommt und was damit geschehen soll.
Vorsorge für die Zeit nach dem Tod
Passwortverwaltung: Bei Anbietern wie www.legacylocker.com können Nutzer einen kostenpflichtigen Account eröffnen. Sie geben ihre Internet-Accounts plus Passwörter an und bestimmen, wer diese nach dem Tod erhalten soll.
Zettelmethode: Kostenlos und Virensicher geht die Vererbung der digitalen Daten per Stift und Papier – ganz altmodisch. Man muss nur seine Passwörter mit dazugehörigem Nutzernamen und die Adresse der Website aufschreiben und sicher verwahren.
Zombie-Service: Wer nicht nur Daten vererben, sondern auch seine Persönlichkeit für die Nachwelt konservieren möchte, kommt bei www.virtualeternity.com („virtuelle Unsterblichkeit“) auf seine Kosten. Auf der Webseite können Hinterbliebene einen digitalen Raum betreten. Dort treffen sie ein künstliches Abbild der Verstorbenen. Aus einem Foto, einer Stimmprobe und einem Persönlichkeitstest kreiert der amerikanische Betreiber der Seite ein virtuelles Ich. Zu Lebzeiten soll es reichlich mit Daten gefüttert werden, damit die Persönlichkeit nach dem Tod umso echter erscheint. Familie und Freunde können dann nach dem Tod mit der digitalen Imitation des Verstorbenen sprechen – am Computer, mit Bild und Stimme.
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Leadership 2020 - Wertereform in der Wirtschaft

Es ist ein offenes Geheimnis, dass Menschen weniger leisten, wenn man ihnen keine Wertschätzung, kein Vertrauen und keinen Respekt entgegenbringt. Eine motivierende Arbeitsatmosphäre zu schaffen ist daher eine der wichtigsten Grundvoraussetzungen, um als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden. Diese Prämisse gewinnt an Bedeutung unter dem Druck des weltweiten Wettbewerbs um die Top-Talente und einer gefährlichen Mischung aus Fachkräftemangel und Überalterung der Gesellschaft, die in den Unternehmen heute schon zu Umsatzeinbußen in Milliardenhöhe führt.
Von: Melanie Vogel
Ein wichtiger Aspekt in der aktuellen Diskussion um Fachkräftemangel und Demographie ist dabei die Rolle der Frau in der Arbeitswelt. Unternehmen erkennen, dass sie in eine positive Arbeitsatmosphäre investieren und den Nährboden für eine divers zusammengesetzte Belegschaft bereiten müssen, um Top-Talente gewinnen und an sich binden zu können. Unternehmen, die über ein vernünftiges System zur Führungskräfteentwicklung verfügen und dieses regelmäßig an neue Marktgegebenheiten und globale Wirtschaftsveränderungen anpassen, sind erfolgreicher und wachsen schneller als die Konkurrenz. Die zentrale Herausforderung für Unternehmen besteht heute und in Zukunft darin, eine frauen-, männer- und familienfreundliche Kultur zu schaffen, und die Arbeitswelt so zu organisieren, dass erfolgreich sein nicht bedeutet, bis abends um 10 Uhr im Büro sein zu müssen.
Autokraten sind out
In der Folge muss sich auch der Führungsstil unter dem Druck des globalen Wettbewerbs radikal ändern. Der einsame Autokrat, der allein über das Wohl und Wehe einer Abteilung oder eines Unternehmens entscheidet, hat ausgedient. Unternehmen stutzen Hierarchien, beseitigen schwerfällige und bürokratische Strukturen, fördern ein kommunikatives, teamorientiertes Arbeiten, verlangen einen integrativen Management-Stil und schaffen just in dem Moment, in dem mehr Frauen denn je weltweit am Arbeitsleben teilnehmen, ein Karriere-Umfeld, das die weiblichen Karriere-Werte widerspiegelt und weibliche Führungsstärken betont.
OECD und Europäische Kommission bescheinigen Frauen einen kollegialen Führungsstil, weniger Risikofreudigkeit, soziale Intelligenz, Verantwortungsbewusstsein und Überzeugungskraft. Zudem sind Frauen nicht hierarchisch geprägt. Der Faktor „Macht“, der in der Position einer Führungskraft mitschwingt, stößt viele Frauen intuitiv ab, denn sie agieren im Regelfall teamorientierter, kommunizieren mehr und teilen Informationen und Wissen. Diese weiblichen Attribute wurden lange Zeit als Schwäche gesehen und als wenig karriereförderlich im Sinne vom Aufstieg in höhere Management-Positionen.
Denken in Netzwerken, nicht in Machtstrukturen
Doch das könnte sich nun ändern. Die Karmasin Motivforschung aus Österreich stellte 2010 fest: Während in der Vergangenheit „Gewinnmaximierung“, „Stabilität“ und Festhalten an „Bewährtem“ zu den höchsten Werten zählte, sind heute Kreativität und Innovation gefragt sowie die Auseinandersetzung mit Kommunikation auf allen Ebenen. „Kooperativ, vielfältig und hierarchieunabhängig“, beschreibt eine aktuelle Studie der Hay Group diese neue Art der Führung und identifiziert Unternehmen mit der besten Führungskultur, unter anderem die Deutsche Bank, General Electric und Siemens. „Diese Unternehmen sind die Vorreiter einer Entwicklung weg von rein hierarchischen Organisationen zu Gunsten von mehr Entscheidungsfreiheit, Führung ohne formale Autorität und stärkerer Zusammenarbeit. Sie legen auch größeren Wert auf Vielfalt sowie auf geografische und kulturelle Belange“, so Andreas Randebrock, Leiter Leadership & Talent bei Hay Group in Deutschland. „Die Unternehmen aus unserer Studie schaffen es, eine motivierende Arbeitsatmosphäre zu schaffen“, so Randebrock weiter. „Sie verfolgen eine eindeutige Strategie und eine klare Vision, definieren unmissverständliche Erwartungen und legen Leistungsziele fest, die messbar und erreichbar sind. Dabei erlauben sie den Führungskräften Handlungsfreiheit und zeigen Entwicklungsperspektiven auf, d.h. die Karrierepfade sind für jede einzelne Führungskraft transparent und nachvollziehbar.“
Dieser neue Führungsstil stellt gleichzeitig aber ganz neue Anforderungen an jetzige und zukünftige Führungskräfte. Gebraucht werden Führungspersönlichkeiten, die mitdenken, mitgestalten und ihre Meinung deutlich äußern können, die Initiative ergreifen und neue Ideen haben. Gleichzeitig müssen sie in der Lage sein, kooperativ zu führen, verschiedene Meinungen unter Berücksichtigung interdisziplinär und multikulturell zusammengesetzter Teams zu akzeptieren und in einer einheitlichen Handlungsstrategie zu vereinen.
Unter „Leadership 2020“ hat Jeanne Meister, die amerikanische Autorin des Buches „2020 Workplace“ fünf geschlechtsneutrale Führungsfähigkeiten zusammengefasst, die sie in unserer modernen, hochtechnologisierten und globalen Arbeitswelt für zwingend erforderlich hält:
1. Kooperatives Denken:
Das Denken in Netzwerken, nicht in Machtstrukturen wird an Bedeutung gewinnen.
2. Teamorientierung:
Offenes Feedback, Entwicklungsmöglichkeiten, Weiterbildung und der Fokus auf jedes einzelne Teammitglied entscheiden über Erfolg oder Mißerfolg einzelner Mitarbeiter und damit des gesamten Teams
3. Technische Affinität:
Der Trend zu virtueller Führung wird die Arbeitswelt von morgen noch viel stärker beeinflussen. Der Umgang mit und die konsequente Nutzung von moderner Kommunikation wird zwingende Voraussetzung.
4. Globales Denken und interkulturelles Bewusstsein:
Führungskräfte benötigen interkulturelles Verständnis und die Fähigkeit, mit Menschen, Regierungen und Unternehmen verschiedener Kulturkreise zusammen arbeiten zu können.
5. Zukunftsorientierung:
Trends vorausschauen, neue Absatzmärkte erkennen und globale Entwicklungen erfassen, werden zu den wichtigsten Kompetenzen von Führungskräften zählen, um die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens langfristig zu sichern.
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Open Systems AG - Netzwerke - Sicherheitsingenieure verlangt
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Alles unter Kontrolle!
Informationstechnologien verändern die Business-Welt radikal. Dies stellt heute wohl niemand mehr in Frage. Die globale Vernetzung steigert die Effizienz, beschleunigt Prozesse und senkt Kosten. Dazu benötigt das operative Geschäft allerdings ein sicheres und verfügbares Netzwerk. Dies scheint jedoch vielen Unternehmungsführungen noch wenig bewusst zu sein.
Von: Sven Brülisauer, Head of Consulting, Open Systems AG
Unternehmen sind heute in der Lage, schnell und gezielt auf Marktbedürfnisse und individuelle Kundenwünsche einzugehen. Bestes Beispiel dafür ist der Kauf eines neuen Autos, bei dem heute dem Kunden in Bezug auf Motorisierung, Innenausstattung und Sonderzubehör beinahe alle Wünsche erfüllt werden können. Oder die massive Beschleunigung der Prozesse: Dauerte zum Beispiel vor ein paar Jahren der Bau eines komplexen Kraftwerks für eine Milliarde Dollar ungefähr fünf Jahre, vergehen heute von der Bestellung bis zur Inbetriebnahme gerade einmal eineinhalb Jahre.
„Diese Effizienzsteigerung ist zu einem grossen Teil der modernen Informationstechnologie zuzuschreiben“, sagt Martin Bosshardt, CEO der Open Systems AG. „Die Globalisierung, die wir in fast jeder Industrie heute beobachten, wäre ohne Datenvernetzung gar nicht denkbar.“ Und dennoch, glaubt Bosshardt, sind sich viele Unternehmen der Bedeutung ihrer Netzwerke nicht bewusst. „Es erstaunt mich, dass in vielen Unternehmen die Wahrnehmung vorzuherrschen scheint, Netzwerke gehörten in den Bereich Infrastruktur, der einfach irgendwie zu funktionieren hat.“
Sicherheitsingenieure gefragt
Der interne Aufwand, um die Sicherheit und Verfügbarkeit von IT-Netzwerken sicherzustellen, nimmt von Jahr zu Jahr zu. Die Anforderungen an die Netzwerke – maximale Sicherheit und dauerhafte Verfügbarkeit zu minimalen und überschaubaren Kosten – sind dabei durchaus vergleichbar mit den Anforderungen an die Gebäudeinfrastruktur. Open Systems sichert mit ihren Mission Control Security Services rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr die Verfügbarkeit sowie den reibungslosen Betrieb der IT- und Kommunikations-Infrastruktur von global tätigen Unternehmen, Institutionen und Non-Profit-Organisationen. „Wir verstärken mit unseren zwei Operation Centers in Zürich und im australischen Sydney die internen IT-Teams unserer Kunden“, erklärt Martin Bosshardt. „Der Kunde wählt, basierend auf seiner Sicherheitsstrategie, die auf seine Bedürfnisse passenden Mission Control Security Services aus. Wir übernehmen dann den Betrieb und die Überwachung der gesicherten Infrastruktur.“
Sicherheitsingenieure von Open Systems arbeiten in einem globalen Umfeld mit aktiven Sicherheitssystemen in über 110 Ländern. Jede Ingenieurin und jeder Ingenieur ist neben dem direkten Tätigkeitsbereich von Anfang an Teil der Mission-Control-Organisation und damit mitverantwortlich für den reibungslosen Betrieb der Services. Die Sicherheitsingenieure arbeiten vorwiegend im Hauptsitz in Zürich, auf Wunsch sind auch Einsätze von drei bis vier Monaten im Operation Center in Sydney möglich.
Agieren bevor der Schaden eintrifft
Ein entscheidender Faktor für die erfolgreiche Überwachung der mehr als 1’600 Security-Systeme in 110 Ländern ist die Distributed Monitoring Architecture. Im Unterschied zu herkömmlichen Überwachungssystemen, die oft erst im Schadensfall reagieren, erkennen unsere Ingenieure dank der Distributed Monitoring Architecture Probleme frühzeitig – bevor überhaupt ein Schadensfall eintritt. Das Modell setzt auf ein zweistufiges Verfahren der Überwachung: Zentrales Herzstück ist ein von Open Systems entwickeltes Framework zur automatisierten Überwachung aller Mission-Control-Installationen und der dazugehörigen Netzwerke. Dieses Framework überwacht den Betrieb der Sicherheitssysteme in Echtzeit durch die automatisierte Auswertung der Logfiles. Die zweite Überwachung passiert dezentral, also direkt auf den bei den Kunden installierten Sicherheitssystemen. Dort überprüfen sogenannte „Nurses“ in regelmässigen Abständen leistungsrelevante Parameter.
Der Mensch im Zentrum
„Unsere Aufgabe ist es, das Problem frühzeitig zu erkennen, dieses danach zu klassifizieren und zum Schluss eine Massnahme einzuleiten, die dem Problem entspricht. Das alles muss natürlich so schnell wie möglich passieren“, bringt es Martin Bosshardt auf den Punkt. Dank der Automatisierung und computergestützter Problemanalysen lassen sich die Ingenieurleistungen in diesem Bereich industrialisieren. Das ermöglicht Open Systems, Geschwindigkeit, Qualität, Komplexität sowie Kosten zu optimieren und effizient am Markt zu agieren. Doch trotz Automatisierung steht auch bei Open Systems nach wie vor der Mensch im Zentrum: Die Sicherheitsingenieure steuern den Prozess, beraten die Kunden und beurteilen Vorfälle, die vom System nicht erkannt worden sind. Die Automatisierung gewisser Abläufe, da ist sich Martin Bosshardt sicher, macht die Aufgabe der Sicherheitsingenieure attraktiver: „Unsere Ingenieure in der Mission Control sollen sich auf die relevanten und bisher ungelösten Probleme fokussieren können. Das ist eine spannende Herausforderung.“
Open Systems AG
Die Open Systems AG wurde 1990 gegründet und gehört heute in der IT-Sicherheit zu den europaweit anerkannten Anbietern. Das Unternehmen ist Mitglied der globalen Vereinigung FIRST (Forum of Incident Response and Security Teams), die das globale Know-how von IT-Security-Spezialisten auf der ganzen Welt koordiniert. Bekannte Unternehmen, Institutionen und Non-Profit-Organisationen nutzen die Mission Control Services der Open Systems AG und sichern so nachhaltig die Verfügbarkeit sowie den reibungslosen Betrieb ihrer IT- und Kommunikations-Infrastruktur. Weitere Informationen über Open Systems AG und die Mission Control Security Services sowie Stellenprofile der aktuell offenen Positionen und Praktika findest Du unter www.open.ch.
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Frauen und Karriere-Fitness: Weg vom "Schauen-wir-mal-was-kommt"-Prinzip, hin zur "Ich-weiß-was-ich-will"-Taktik

Mädchen haben bessere Noten als Jungen, Studentinnen machen im Schnitt bessere Abschlüsse als ihre männlichen Mitstreiter. Frauenbeauftragte und Mentoren mühen sich seit Jahren, Frauen an die Spitze zu coachen. Und doch gilt in den Chef-Etagen der meisten Unternehmen immer noch das Motto "oben ohne". In der wirtschaftlichen Elite dominiert nach wie vor das Y-Chromosom. Woran liegt es, dass das Gros der Frauen im Deutschland des 21. Jahrhunderts immer noch durch Abwesenheit glänzt, wenn es um Karriere und wirtschaftlichen Erfolg geht?
Die Voraussetzungen dafür, dass Frauen die Beschäftigungslücke schließen, sind so gut wie nie zuvor, denn sie haben in den vergangenen Jahrzehnten ihre Qualifikationen erheblich verbessert und in manchen Bereichen die Männer längst überholt. In vielen europäischen Ländern stellen sie bereits die Mehrheit der Hochschulabsolventen. Auf dem Arbeitsmarkt ist davon aber noch wenig zu spüren.
Diesen Widerspruch hat die europäische Staatengemeinschaft erkannt und will nun die weibliche Beschäftigungsrate bis 2020 auf ein Niveau von 70 Prozent heben. Auch das World Economic Forum ermahnt die Unternehmen, die weiblichen Potenziale besser zu erschließen und für die Wirtschaft nutzbar zu machen.
Diese Botschaft ist bei vielen Unternehmen bereits angekommen, und sie haben das Thema „Frauenförderung“ auf ihre Agenda gesetzt. „In zahlreichen Gesprächen, die wir in den letzten Monaten mit Unternehmen geführt haben, wird deutlich, dass sich Unternehmen der Problematik mangelnder weiblicher Führungskräfte sehr wohl bewusst sind“, sagt Melanie Vogel, Initiatorin der women&work, dem bundesweit ersten Messe-Kongress für die Karriereplanung weiblicher Führungskräfte, der am 14. Mai 2011 erstmalig in Bonn statt findet. „Sie nutzen den Messe-Kongress women&work, um gezielt Frauen zu rekrutieren, denn sie wollen die Frauenquote in ihren Unternehmen erhöhen und bieten sehr spannende Karrieremöglichkeiten für Frauen.“
Die gläserne Decke - Wahrheit oder Mär?
Umso erstaunlicher ist es, dass Frauen in Führungspositionen nach wie vor so unterrepräsentiert sind. In Leitungsfunktionen besetzen sie kaum mehr als jeden vierten Posten und das gilt für nahezu alle Branchen und Berufe, zeigen aktuelle Studien des DIW Berlin.
Barbara Bierach hat in ihrem Buch "Das dämliche Geschlecht" die These aufgestellt, Frauen seien nicht unterprivilegiert und unterdrückt, sondern ließen sich immer noch mit den Krümeln von den Tellern der Macht abspeisen. Entnervt vom ständigen Ringkampf um Positionen und Budgets zögen sie sich zurück und verschanzten sich hinter der Mär von der Glasdecke, jenem unsichtbaren Deckel, der ihre Karriere bremst.
Tatsächlich scheint es diese Karrierebremse nicht per se bei allen Frauen zu geben. "Die oft zitierte 'gläserne Decke', die Frauen in Unternehmen von einer Karriere abhalten soll, habe ich selbst nie kennengelernt“, stellt Claudia Geis, Leiterin Diabetes Care von Bayer, fest. „Ein Kernproblem für ambitionierte Frauen sind aus meiner Sicht eher die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, Kinder und Karriere zu vereinbaren.“
"Ich habe immer das Gefühl gehabt, die gleichen Chancen zu haben wie meine männlichen Kollegen", sagt auch Dr. Sonja Unterlechner, Projektleiterin bei der Boston Consulting Group (BCG). "Jeder Berater bei BCG wird regelmäßig bewertet und ausschließlich aufgrund seiner Leistung befördert; eine gläserne Decke habe ich nie über mir gefühlt."
Das Argument allein kann es also nicht sein, das Frauen am Aufstieg hindert. Das zeigt auch eine Studie, die das internationale Management-Netzwerk EWMD (European Women’s Management Development) Anfang 2010 veröffentlicht hat. Dieser Studie zufolge sind Selbstbewusstsein, Durchsetzungskraft und Durchhaltevermögen sowie eine strukturierte Karriereplanung wichtige Voraussetzungen, damit Frauen Führungspositionen einnehmen und auch auf Vorstandsebenen bestehen können.
"Viele junge Akademikerinnen, die ich in den letzten Jahren beraten habe, waren überdurchschnittlich gut qualifiziert", bestätigt auch Melanie Vogel. "Sie waren fit für eine Karriere und hatten alle Chancen, es bis ganz nach oben zu schaffen. Sie standen sich nur oft selbst im Weg."
Berufseinstieg mit angezogener Handbremse
Haupt-Hindernis waren laut Melanie Vogel vor allem mangelnder Mut und die Angst vor Verantwortung. „Hinzu kommt“, so berichtet sie weiter, „dass viele junge Frauen unbewusst nur bis zum ersten Kind planen. Sie steigen schon mit angezogener Handbremse in den Beruf ein und viele fahren nur mit halber Kraft weiter. Sie schöpfen ihr Potential nicht aus, weil sie nicht wissen, wie sich der potentielle Kinderwunsch auf den eigenen Job ausüben wird. Dieses 'Schauen-wir-mal-was-kommt'-Prinzip ist absolut hinderlich für eine erfolgreiche Karriere. Da haben Männer einen strategischen Vorteil. Gedanklich haben viele ihre Karriere schon bis zum ersten Vorstandsposten skizziert – und wenig hält sie davon ab, dieses Ziel zu erreichen.“ Auch die im Rahmen der EWMD-Studie befragten Frauen teilen die Einschätzung, dass Frauen eher der Glaube an den Erfolg und das Zutrauen in ihre Fähigkeiten als die Fähigkeiten selbst fehle.
Dr. Sonja Unterlechner von BCG dazu: "Frauen neigen dazu, ihre eigene Leistung skeptischer zu beurteilen als ihre männlichen Mitbewerber. Sie sind manchmal zu zurückhaltend und zu kritisch mit sich selbst. Potenziellen Bewerberinnen würde ich gern folgenden Rat mit auf den Weg geben: Traut es Euch zu und versucht es einfach."
Barbara Klunker, Fachbereichsleiterin bei der DIS AG, ist überzeugt: „Die Karriere beginnt im Kopf, mit dem eigenen Selbstverständnis und dem eigenen Selbstbewusstsein. Die meisten Karriere-Frauen, die ich persönlich kenne, haben zu Beginn ihrer Laufbahn keinen Gedanken daran verschwendet, als Frau gegenüber ihren männlichen Kollegen benachteiligt zu sein. Ganz im Gegenteil: Einige sehen für sich als Frau sogar große Vorteile – und der Erfolg gibt ihnen Recht!“
Erfolgreiche Frauen haben offensichtlich eine andere Einstellung zu Erfolg und Karriere, das bestätigt auch Melanie Vogel. „Sie sind mindestens ebenso zielstrebig und ehrgeizig wie Männer und der Unterschied zu den weniger erfolgreichen Frauen ist genau der gleiche wie bei Männern: erfolgreiche Frauen und Männer geben nicht auf. Sie beißen sich durch und wissen, was sie wollen.“
Melanie Vogel rät zu einer Abkehr vom 'Schauen-wir-mal-was-kommt'-Prinzip und plädiert für eine „Ich-weiß-was-ich-will“-Taktik. „Es hat schon seinen Grund, warum man 'Karriere' symbolisch mit einer Leiter darstellt und nicht mit einer Rolltreppe. Der Aufstieg ist mühsam, manchmal wackelig und die Gefahr des Abstürzens begleitet einen, je höher man kommt.“ Sie empfiehlt Frauen daher, die eigene Karriereplanung von langer Hand zu planen und selbstbewusst, durchsetzungsstark und zielstrebig anzugehen. „Die Saat für Frauen mit Karriere-Ambitionen ist gesät, sie müssen nur noch ernten. Die Chancen dazu waren nie besser.“
Eine gute Möglichkeit für Frauen, ihre eigene Karriere-Fitness zu testen, bietet der Messe-Kongress women&work, der am 14. Mai 2011 zum ersten Mal im Bonner Plenargebäude statt findet. Auf der ersten bundesweiten Karrieremesse für Frauen treffen karriereorientierte Besucherinnen das Who-is-Who der deutschen Unternehmen. Vorterminierte Vier-Augen-Gespräche, spannende Kontakte am Messestand und ein umfangreiches Kongress-Programm helfen den Frauen beim persönlichen Networking und bei der erfolgreichen Karriereplanung. Weitere Infos zum Messe-Kongress women&work gibt es unter http://www.womenandwork.de. Link zu anderen Stories |
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Fachmessen: Der Turbo für die Job-Suche
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Deutschland ist der international führende Standort für Messen und Ausstellungen. Fünf der zehn größten Messegesellschaften der Welt sind hier angesiedelt. Von den global führenden Messen der einzelnen Branchen finden etwa zwei Drittel in Deutschland statt. Wichtigster Pluspunkt der deutschen Messen ist ihre Internationalität: Über die Hälfte der Aussteller kommen aus dem Ausland, davon ein Drittel aus Ländern außerhalb Europas. Eine optimale Gelegenheit für Messebesucher, mit den Firmenvertretern nicht nur über aktuelle Branchen-Entwicklungen und Innovationen zu fachsimpeln, sondern auch die Fühler auszustrecken nach potentiellen neuen beruflichen Herausforderungen.
Job-Suche kompakt
Für Unternehmen sind Messen eines der wichtigsten Instrumente im Marketing-Mix überhaupt. Doch auch für Bewerber, Jobsuchende und Interessierte bieten Fachmessen eine exzellente Möglichkeit, an den Messetagen mit Firmenvertretern verschiedener Unternehmen aus verschiedenen Ländern Kontakt aufzunehmen.
Nirgendwo sonst erlebt man den regionalen mittelständischen Weltmarktführer buchstäblich Wand an Wand mit riesigen Weltkonzernen. Eine effektivere Möglichkeit, sich in persönlichen Gesprächen nicht nur über neue Produkte und Trends zu informieren, sondern auch konkret herauszufinden, welche offenen Positionen die Wunscharbeitgeber bieten können, gibt es kaum.
Gerade auf den Leitmessen sind die wichtigen Ansprechpartner vor Ort nicht unbedingt die Personalverantwortlichen der Unternehmen, sondern Geschäftsführer, Vertriebsleiter oder Fachleute aus den Entwicklungsabteilungen. Mit anderen Worten: die Entscheidungsträger in den Unternehmen, die an wichtigen Schlüsselpositionen sitzen und oft schon sehr früh abschätzen können, wann und in welchen Bereichen Vakanzen im Unternehmen entstehen werden.
Zwei Drittel aller offenen Stellen werden nicht öffentlich ausgeschrieben. Auf den Fachmessen gibt es die Möglichkeit, an diese verdeckten Jobs zu kommen und sich damit einen deutlichen Wettbewerbsvorteil bei der Job-Suche zu verschaffen.
Der Vorteil dabei: Die Job-Suche ist branchenbezogen und verläuft daher auch überaus zielorientiert. Bewerber haben eine optimale Möglichkeit, den eigenen Marktwert im direkten Vergleich mit den Unternehmen einer Branche zu testen.
Vorbereitung ist das A und O
Der Besuch einer Fach-Messe kann also der erste Schritt ins Berufsleben oder zum lang ersehnten Jobwechsel sein. Doch wie überall im Bewerbungsprozess stellt sich der Erfolg ohne eine gründliche Vorbereitung nicht ein.
Neben einer groben Vorab-Selektion von Unternehmen, mit denen man unbedingt sprechen will und über deren Produkte man sich im Vorfeld im Internet einen kurzen Überblick verschafft, muss vor allem die persönliche Bestandsaufnahme im Fokus der Vorbereitung auf den Messebesuch stehen.
Die zehn Kernfragen lauten:
1. Was wollen Sie beruflich erreichen (kurz-, mittel- und langfristig)?
2. Wovon träumen Sie beruflich (Was motiviert Sie? Was macht Ihnen Spaß?)?
3. Was sind Ihre Stärken?
4. Wo liegen Ihre Grenzen?
5. Welche fachlichen Qualifikationen bringen Sie mit?
6. Was unterscheidet Sie von anderen Bewerbern?
7. Welche Eigenschaften sollte der potentielle Arbeitgeber mitbringen?
8. Was erwarten Sie von Ihrem potentiellen Arbeitgeber?
9. Wie sollte Ihr optimales Arbeitsumfeld aussehen?
10. Welches Ziel verfolgen Sie mit dem Messebesuch? Was muss passieren, damit Sie Ihren Messebesuch im Nachhinein als erfolgreich verbuchen können?
Je intensiver Sie sich darüber Gedanken machen und je detailgenauer Ihre Antworten ausfallen, umso leichter wird es Ihnen später fallen, im konkreten Gespräch mit den Firmenvertretern Ihre beruflichen Wünsche zu äußern und festzustellen, ob die deckungsgleich mit den Karriere-Chancen sind, die das Unternehmen bieten kann.
Selbstmarketing – die ersten 30 Sekunden entscheiden
Fachmessen sind für viele Unternehmen das geschäftliche und soziale Highlight des Jahres und viele Firmen „rüsten“ daher richtig auf und präsentieren sich mit beeindruckenden Ständen auf vielen hundert Quadratmetern.
Auf einem solchen Stand den Überblick zu behalten und herauszufinden, wer für was zuständig ist, ist eine Kunst. Standhaftigkeit und Durchsetzungskraft ist hier gefragt, bis man den richtigen Ansprechpartner gefunden hat.
Erster Anlaufpunkt eines „Mega-Standes“ ist in jedem Fall der „Info-Point“. Dort gibt es nicht nur die so beliebten Give-Aways, sondern dort finden Sie im Regelfall eine große Anzahl freundlicher Mitarbeiter/innen, die Ihnen helfen können, einen für Sie zuständigen Gesprächspartner ausfindig zu machen.
Haben Sie den richtigen Ansprechpartner gefunden, liegt Ihre Kunst nun in der Überzeugungskraft – und viel Zeit haben Sie dafür nicht, denn hunderte Besucher werden an den Messeständen abgefertigt und nach der ersten Stunde weiß das Standpersonal häufig nicht mehr, mit wem es schon alles gesprochen hat. Viele Gespräche sind darüber hinaus völlig unproduktiv und dauern viel zu lange, weil der interessierte Messebesucher nicht auf den Punkt kommt.
Damit Ihnen das nicht passiert und Sie schon in den ersten Sekunden Ihres Bewerbungsgesprächs am Messestand einen guten Eindruck hinterlassen, gibt es ein wirkungsvolles "Geheimrezept" für Ihre Selbstpräsentation: den Elevator Pitch - eine überzeugende Präsentation (Pitch), die nur soviel Zeit in Anspruch nehmen darf, wie eine 30-90 sekündige Fahrt mit dem Fahrstuhl (Elevator).
Ob in einer Vorstellungsrunde, am Telefon oder bei einem Gespräch am Messestand - Sie haben meist nicht mehr als 30 Sekunden Zeit, um sich und das was Sie tun vorzustellen. Schaffen Sie es in dieser kurzen Zeit, Ihren Gesprächspartner neugierig zu machen auf die „Marke Ich“?
Wesentlich beim Elevator Pitch ist die emotionale Ansprache. Wecken Sie bei Ihrem Gesprächspartner positive Emotionen durch Ihre Begeisterung, Ihr Interesse und Ihre Neugier, dem Unternehmen, den Produkten oder der Branche gegenüber.
Das schaffen Sie aber nur, wenn Sie sich im Vorfeld Gedanken zu den zehn Kernfragen gemacht haben, deren Antworten nun genau an dieser Stelle zum Einsatz kommen. Denn auch wenn wir oft von einer Sekunde auf die andere in Aktion treten müssen, können wir nur dann im Handumdrehen überzeugen und begeistern, wenn wir die richtigen Argumente bereits parat haben. Egal, wie interessant Sie Ihre fachlichen Qualifikationen verkaufen, Ihr Gesprächspartner wird Ihnen nur dann Gehör schenken, wenn Sie auch als Person überzeugen.
Antworten Sie im Elevator Pitch auf die – oft unausgesprochene – Frage, warum Ihr Gesprächspartner ausgerechnet mit Ihnen zusammenarbeiten bzw. an Sie denken sollte, wenn die entsprechende Vakanz entsteht. Bieten Sie Ihrem Gesprächspartner einen klaren Vorteil.
Neben der fachlichen Qualifikation beeindrucken wir einen Zuhörer im persönlichen Gespräch nämlich mit echten Gefühlen, Authentizität und Persönlichkeit. Sie müssen begeistern und selbst begeistert sein, von dem, was Sie machen oder machen wollen.
Und auch dabei hilft der Besuch einer Fachmesse. Hier werden Innovationen lebendig, hier atmet die Zukunft einer Branche – und nichts ist spannender und mitreißender. Leichter kann ein positiver Gesprächseinstieg kaum noch werden.
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Windparks - an der Energiezukunft bauen
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Erneuerbare Energien sind heute in aller Munde. In der Schweiz sind bisher 15 Windkraftwerke in Betrieb, Dutzende weitere sind in Planung. Wie aber ist ein Windparkprojekt überhaupt aufgebaut, und was sind die Herausforderungen eines solchen Grossprojekts?
Von: Dr. Matthias Haldimann, Operativer Direktor der Alpine Wind AG
Um die Energie- und Klimaziele der Schweiz zu erreichen, muss die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien rasch und massiv ausgebaut werden. Als einheimische, erneuerbare, ganzjährig verfügbare, schadstoff- und CO2-freie Energiequelle ist Wind besonders vielversprechend. Die Technologie ist ausgereift, und sie ermöglicht Landeignern, Gemeinden und Kantonen in oft strukturschwachen Gebieten ein Zusatzeinkommen. Auch für die Konsumentinnen und Konsumenten ist Windenergie attraktiv, denn die Gestehungskosten für eine Kilowattstunde Windstrom betragen nur ungefähr ein Viertel der Kosten des Stroms aus Photovoltaikanlagen.
Natürlich ist auch die Stromproduktion aus Wind vom Wetter abhängig und damit nicht konstant. Im Gegensatz zur Photovoltaik produzieren Windkraftwerke jedoch auch nachts und erbringen bei starker Bewölkung ebenfalls eine gute Leistung. Im Jura, einer für Windkraftwerke idealen und daher für Alpine Wind prioritären Region, ist die Produktion im Winter höher als im Sommer und folgt damit besser der Nachfrage als andere Technologien. Die verbleibenden Schwankungen der Energieproduktion können in der Schweiz mit ihren zahlreichen sehr schnell regulierbaren Wasserkraftwerken problemlos ausgeglichen werden.
Weltweit wurden bis Ende 2009 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 159‘000 Megawatt (MW) installiert. Diese Anlagen produzieren pro Jahr etwa 340 Milliarden Kilowattstunden (kWh) Strom. Im laufenden Jahr werden die weltweiten Windkraftkapazitäten die Marke von 200‘000 MW erreichen. Das entspricht bei optimalem Wind etwa der Leistung von 200 Atomkraftwerken.
Obwohl es in der Schweiz nicht an geeigneten Standorten und Know-how für den Bau und Betrieb von Windparks mangelt, ist das Land bei der Nutzung der Windenergie im Vergleich zu seinen Nachbarländern weit zurück. Derzeit sind ganze 15 Windenergieanlagen, also einzelne „Windräder“, mit einer gesamten Leistung von rund 18 MW in Betrieb. Grund für die geringe Nutzung von Windenergie ist unter anderem die Tatsache, dass sie hierzulande erst seit 2009 mit der kostendeckenden Einspeisevergütung, einem staatlich garantierten Abnahmepreis für die produzierte Elektrizität, gefördert wird. Des Weiteren spielen auch die ausserordentlich komplexen und zeitintensiven Planungs- und Bewilligungsprozesse eine Rolle sowie die zahlreichen Möglichkeiten, die es Windkraftgegnern erlauben, Projekte zu verzögern und zu verhindern.
Wie entwickelt man Windparkprojekte?
Windparks sind komplexe, interdisziplinäre Grossprojekte. Das Investitionsvolumen kann für einen einzelnen Park bei deutlich über 100 Millionen Schweizer Franken liegen.
Die Projektentwicklung beinhaltet folgende wichtige Phasen, die zum Teil parallel laufen:
- Identifikation eines geeigneten Standortes und Voranalysen
- Abschluss von Verträgen mit den beteiligten Gemeinden und Landeigentümern
- Detaillierte Analyse des Standortes insbesondere bezüglich Windverhältnissen und Ertragsprognose, Raumplanung und Bewilligungsfähigkeit, Auswirkungen auf die Umwelt (Landschaft, Flora, Fauna usw.), Erschliessung, Anbindung an das Hochspannungsnetz sowie Geologie
- Entscheidung über die politische, technische und wirtschaftliche Machbarkeit
- Sicherstellung der Finanzierung und des Verkaufs der produzierten Elektrizität
- Planung der Windenergieanlagen, Strassen, Leitungen usw. unter Einbezug sämtlicher Anspruchsgruppen
- Abwicklung sämtlicher Planungs- und Bewilligungsverfahren mit den Behörden
- Realisierung
- Betrieb und Unterhalt
Wie bei allen interdisziplinären Projekten wird Erfolg erst durch die effiziente und zielgerichtete Zusammenarbeit zahlreicher Fachleute aus unterschiedlichen Disziplinen möglich. Von den akademischen Berufen sind insbesondere Bau-, Umwelt-, Maschinen-, Elektro-, Elektronik-, Werkstoff- und Geomatikingenieure, Geologen, Biologen, Raumplaner, Architekten, Landschaftsarchitekten, Juristen, Ökonomen und Marketingfachleute beteiligt.
Die grössten Herausforderungen
Erneuerbare Energien haben derzeit klar Rückenwind. Überwältigende 89 Prozent der Bevölkerung in der Schweiz befürworten gemäss einer Umfrage des Westschweizer Instituts Mediactif die Windenergie. Trotzdem warten zahlreiche Hürden auf dem Weg zur Realisierung:
Erstens muss ein Windpark-Standort im kantonalen Richtplan entweder explizit vorgesehen oder nicht ausgeschlossen sein und einer Reihe von Kriterien genügen. Einige Kantone sind diesbezüglich bereits sehr weit, in anderen kann es noch Jahre dauern, bis definitive Entscheide über mögliche Standorte vorliegen. Zweitens gilt es, die Interessen der meist sehr vielen betroffenen Landeigner, Kantone, Gemeinden und Anstösser unter einen Hut zu bringen. Drittens müssen Projekte bezüglich Landschafts- und Naturschutz höchsten Anforderungen gerecht werden, um bei Behörden, Verbänden und Schutzorganisationen auf umfassende Akzeptanz zu stossen. Wie bei anderen grösseren Bauprojekten auch, können Gegner ein Vorhaben um Jahre verzögern oder sogar unmöglich machen. Viertens muss jedes Projekt aufwendige Verfahren auf kommunaler, kantonaler und eidgenössischer Ebene durchlaufen. Was das bedeuten kann, zeigte exemplarisch der Ausbau des Windparks Mont Crosin durch eine Tochtergesellschaft des Schweizer Energieunternehmens BKW: Die Verfahrens- und Bewilligungsabläufe dafür haben – ohne jede Verzögerung durch Einsprachen und Beschwerden – fast zehn Jahre gedauert.
Die Projektentwicklung braucht also nicht nur viel Geduld und Geld, sondern birgt auch stets das Risiko eines Scheiterns. Für die Beteiligten ist sie aber auch eine ausgesprochen interessante Herausforderung im breiten Spannungsfeld von Politik, Technologie, Natur, Ökonomie und Recht. Deshalb macht es Freude, am Aufbau einer ökologischen Energiezukunft für die Schweiz mitarbeiten zu dürfen. Dutzende von Windparks sind in der Schweiz in Planung. Ob und wann sie realisiert werden können, hängt entscheidend vom politischen Willen auf allen Stufen sowie vom Verhalten der Natur- und Landschaftsschutzorganisationen ab.
Auch wenn das Potenzial für die Windkraft in der Schweiz naturgemäss begrenzter ist als in Ländern mit langen, extrem windigen Küsten oder riesigen Wüsten, so ist es technisch durchaus realistisch, dass bis 2050 mehr als eine Million Haushalte in der Schweiz mit Windstrom versorgt werden können.
Das Unternehmen
Die Alpine Wind AG ist eine ausschliesslich auf die Entwicklung von Windparkprojekten in der Schweiz spezialisierte Unternehmung. Mit einem erfahrenen Ingenieur- und Expertenteam deckt es die gesamte Palette der dafür nötigen Leistungen von der Standortsuche über die Planung und Realisierung bis zum Betrieb ab. Dabei ist einerseits die lokale Verankerung in der Schweiz entscheidend, andererseits aber auch der intensive Austausch mit den internationalen Partnern und den Schwestergesellschaften, die Projekte in Europa und Nordafrika entwickeln.
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Der Weg nach oben ist der Weg zu sich selbst!
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Befördert und bisweilen überfordert
Es ist allgemein bekannt: Leute mit hohen fachlichen Fähigkeiten, die sich in der Praxis bewähren, erhalten früher oder später Führungsaufgaben. Dabei zeigt sich ein Phänomen: Ein Teil dieser Personen gelangt mit den neuen Aufgaben an die persönlichen Grenzen und wird vom Umfeld deshalb oft als unfähig erlebt.
Von: David D. Kaspar (MLaw, MM)
Die betroffenen Führungskräfte stellen dabei selbst fest, dass Führungsaufgaben neben fachlichen Fähigkeiten zusätzliche Qualifikationen erfordern. Aber für Führungsaufgaben im engeren Sinne werden Führungskräfte häufig zu wenig ausgebildet. Es wird zum Teil immer noch unterstellt, dass man komplexe Führungsaufgaben durch eine technische oder betriebswirtschaftliche Ausbildung plus einige Tage Führungsseminar bewältigen kann. In der Praxis zeigt sich dann oft, dass eine solche „Schnellbleiche“ nicht ausreicht. Anspruchsvolle Führungsaufgaben bewältigt man nicht nur durch das Erlernen der so genannten Soft Skills – etwa in den Bereichen Selbstmanagement, Kommunikation, Konfliktmanagement, Verhandlungsführung – , sondern vor allem durch die Klärung der eigenen Führungsrolle in verschiedenen Spannungsfeldern.
Spannungsfelder
Führungskräfte müssen in einem hochkomplexen Umfeld und unter Zeitdruck Entscheidungen treffen, für welche sie im Prinzip nie genügend Entscheidungsgrundlagen (Informationen) zur Verfügung haben. Dabei ändern auch die Rahmenbedingungen häufig und immer wieder tauchen unklar definierte Problemstellungen auf. Dieser Sachverhalt bedingt, dass man kreativ nach Lösungen sucht und bereit ist, Nebenwege zu gehen. Dies kostet jedoch Zeit, was wiederum der Vorgabe, schnell ans Ziel zu kommen, widerspricht. Dabei müssen Führungskräfte, trotz der meist in der Aufgabe liegenden „Unsicherheit“ so tun, als hätten sie alles im Griff.
Auch steht eine Führungskraft in der Spannung zwischen Mitarbeiter- und Zielorientierung. Um seine Ziele zu erreichen, instrumentalisiert der Chef bis zu einem gewissen Grad seine Mitarbeitenden. Einerseits ist er daher auf gute Beziehungen zu diesen angewiesen, andererseits darf keine zu grosse Nähe entstehen, die den Instrumentalcharakter des Mitarbeiters zu stark überlagern könnte. Denn für den Chef müssen die Ziele immer im Vordergrund stehen. Es entsteht so ein Verhalten der doppelbödigen Beziehungsgestaltung: einerseits „Wir-Gefühle“, andererseits unternehmenspolitische manchmal an Manipulation grenzende Beinflussung. Denn Entscheidungen sind leider allzu häufig entweder unternehmerisch problematisch oder menschlich schwierig.
Führung erfordert persönliche Klarheit
Wie gehe ich im Führungsalltag mit Komplexität um? Führe ich eher mitarbeiter- oder eher zielorientiert? Es gibt leider keine definitiven Antworten auf diese Fragen. Genau deshalb drücken sich viele Führungskräfte davor, Stellung zu beziehen. Dabei wäre der bewusste Umgang mit diesen Fragestellungen höchst lohnenswert. Die schonungslose und ehrliche Auseinandersetzung mit sich selbst und den eigenen Werten führt nämlich zu einer eindeutigen Positionierung. Die so gewonne Klarheit wiederum garantiert mehr persönliche Überzeugungskraft. Und genau diese Kraft wird tagtäglich gebraucht: Es heisst ja nicht vergebens Führungskraft!
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Internationale Bewerbungsstandards - Job-Mobilität leicht gemacht

„Ich bin ein Weltbürger“, behauptete schon Diogenes und was vor über 2.000 Jahren für einen einzelnen Mann galt, gilt heute erst recht für eine weltweite Generation junger Berufseinsteiger. Der globale Arbeitsmarkt bietet – auch in Krisenzeiten – hervorragende Chancen für Job-Nomaden, denn hochqualifizierte Weltenbummler sind gesucht. Laut der Studie „Trends in Managing Mobility 2007“ von ECA International, haben 72 Prozent der Unternehmen die Zahl ihrer internationalen Entsendungen ausgebaut, zwei Drittel erwarten ein weiteres Wachstum in den kommenden drei Jahren – und zwar weltweit.
Von: Melanie Vogel
Immer mehr Unternehmen nutzen den grossen Talent-Pool, den ein globaler Arbeitsmarkt bietet. Doch die zunehmende Internationalisierung des Arbeitsmarktes erfordert von Bewerbern künftig eine noch stärkere Orientierung an internationalen Bewerbungsstandards, um die weltweiten Job-Möglichkeiten überhaupt ausschöpfen zu können und als Expatriate in spe nicht in Wettbewerbsnachteile aufgrund fehlerhafter Bewerbungsunterlagen zu gelangen.
Bewerbungen für Auslandseinsätze – sei es als Praktikant oder für eine Festanstellung – treiben vielen Jobsuchenden den Schweiss auf die Stirn. Dabei ist Panik völlig überflüssig, denn es gibt ein paar ganz einfache Grundregeln in der Bewerbungsetikette, die weltweit gelten.
Grundsätzlich muss jede Bewerbung in der Landessprache verfasst werden – es sei denn, das Unternehmen hat ausdrücklich eine Bewerbung z.B. in Englisch angefordert. Das bedeutet: egal wo man sich bewirbt, die Landessprache muss man zumindest in Grundzügen beherrschen. Für den sprachlichen Feinschliff fragt man dann unbedingt Muttersprachler und bittet sie, die Bewerbungsunterlagen zu korrigieren.
Zusätzlich schadet es nicht, landestypische Gepflogenheiten zu kennen. Nicht in jedem Land ist man „per Sie“, ein „Du“ in der Ansprache sollte nicht dazu verleiten, im Anschreiben flapsig zu werden und das Fehlen eines guten, höflichen Stils kann in manchen Ländern schon das Aus bedeuten.
Und wie bei einer Bewerbung im eigenen Land, so gilt auch im Ausland die Regel: Eine wirklich gute Bewerbung kann nur dann schreiben, wenn man sich über das Unternehmen informiert und seine eigenen Zielvorstellungen und beruflichen Wünsche klar vor Augen hat.
Eine internationale Bewerbung besteht immer aus einem Anschreiben und dem Lebenslauf. Im internationalen Anschreiben wird, wie im eigenen Land auch, die eigene Motivation und Persönlichkeit herausgearbeitet: Wer bin ich, was kann ich, was möchte ich in dem Unternehmen machen und warum interessiert mich das Unternehmen oder die ausgeschriebene Stelle. Dabei sollte eine Seite nicht überschritten werden.
In manchen Ländern sind immer noch handschriftliche Bewerbungen erwünscht und in den anglo-amerikanischen Ländern sollte man unbedingt darauf achten, aktive Verbformen im Anschreiben zu verwenden, denn sie drücken Aktivität und Handlungsbereitschaft aus. Soft-Skills, die in diesen Ländern sehr geschätzt sind. Eine gute Selbstvermarktung öffnet die Türen in das Wunsch-Unternehmen, das ist weltweit ein offenes Geheimnis. Wer sie nicht beherrscht, hat im Ausland genauso schlechte Karten wie im Heimatland. Im Lebenslauf werden, auch das ist ein weltweiter Standard, die Eckdaten des beruflichen Werdegangs dargestellt. Hier gibt es vielfältige Variationen hinsichtlich der Länge und der Gliederung. Während wir in den deutschsprachigen Ländern im Lebenslauf chronologisch alle Stationen unseres Werdegangs auflisten, zeigt man sich im Ausland häufig etwas anspruchsloser und verlangt eine Auflistung der für die entsprechende Stelle wichtigen Tätigkeiten. In den meisten Ländern wird viel Wert gelegt auf praktische Erfahrung, denn Bewerber werden häufig als Quereinsteiger eingestellt und müssen sich „on the job“ beweisen. Was zählt ist, was der Bewerber in der Praxis zu leisten vermag. Verspricht er zu viel, verliert er den Job allerdings dann auch recht schnell wieder, denn der Kündigungsschutz ist in den meisten Ländern deutlich weniger ausgeprägt als im eigenen Land. Der internationale Lebenslauf wird im Regelfall anti-chronologisch dargestellt und beschränkt sich auf maximal ein bis zwei Seiten. Ein gravierender Unterschied zum deutschsprachigen Lebenslauf besteht im Nennen der persönlichen Daten. In den anglo-amerikanischen Ländern ist es strikt verboten, persönliche Daten wie Alter oder Geburtsort zu nennen. Persönliche Daten, die geneigt sind, für diskriminierende Nachteile zu sorgen, haben im Lebenslauf nichts verloren. Aus diesem Grund werden bei ausländischen Bewerbungen auch keine Fotos mitgeschickt. Ausnahmen sind lediglich die Länder im südeuropäischen Mittelmeerraum, wo Bewerbungsbilder durchaus noch üblich sind. Und wenn man es dann bis zum Bewerbungsgespräch geschafft hat, kann man in den USA mit einem eher lockeren Auftreten und mit etwas Humor in der Unterhaltung punkten. In Ländern wie der Türkei würde das negativ auffallen. In Russland wird von einem Bewerber erwartet, dass er sich in jedem Fall den Namen des Gesprächspartners merkt, während es in Skandinavien normal ist, dass man sich schnell mit dem Vornamen anspricht. Allgemein gilt jedoch, dass ein freundliches, selbstsicheres und vor allem motiviertes Auftreten bei Personalchefs rund um den Globus Interesse weckt. |
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Karriere-Messen im Bewerbungsprozess: Persönliche Kontakte erhöhen die Chancen bei der Jobsuche

In Zeiten von eMail und Internet, wird bei allem „Gruscheln“, „Twittern“ und „Social-Networken“ oft vergessen, dass der Bewerbungsprozess nicht nur aus dem Versenden von Bewerbungsunterlagen oder im Networken mit Personalern besteht, sondern dass am Ende einer solchen Kontaktaufnahme zwangsläufig immer auch der persönliche Kontakt erfolgt, nämlich im Bewerbungsgespräch.
Von: Melanie Vogel
Im Bewerbungsgespräch selbst zählt vor allem eines: der persönliche Eindruck.
Der Mensch steht im Mittelpunkt.
Schlägt man als Bewerber hier über die Grenzen oder tritt man im Vorstellungsgespräch von einem Fettnäpfchen ins nächste, weil man sich über die wichtigsten Do's und Dont's in der Kommunikation nicht im Klaren ist, helfen alle vorher virtuell ausgetauschten Informationen nichts: der Job geht an jemand anderen.
Folglich macht es sehr viel Sinn, Foren zur persönlichen Kontaktaufnahme in die Jobsuche mit einzubeziehen und dazu gehören auch Karrieremessen.
Hier kann man relativ unkompliziert mit Personalverantwortlichen in Kontakt treten und in persönlichen Gespräche nicht nur den Schritt der ersten Kontaktaufnahme und Selbstvorstellung üben, sondern man kann an einem Messetag auch einen Blick hinter die Kulissen werfen und lernt die Menschen kennen, die in dem Unternehmen arbeiten.
Der Besuch einer Karriere-Messe kann also der erste offizielle Schritt ins Berufsleben sein, daher lautet die Grundregel: eine gute Vorbereitung ist das A und O und erhöht die persönlichen Chancen.
Ein gepflegtes Äußeres und der Verzicht auf jegliche Kreativität, mit der man sich durch die Kleidung von der Masse abheben will, sind angebracht.
Mit einem dezentem Business-Look kann man nichts falsch machen und signalisiert die Bedeutung, die man den Gesprächspartnern und dem Unternehmen entgegenbringt. Dennoch sollte die „offizielle“ Kleidung nicht in Verkleidung ausarten, denn nur, wenn man sich in seiner äußeren Hülle wohl fühlt, wird man sicher und souverän auftreten können.
Zur Vorbereitung auf einen solchen Messebesuch gehört – neben dem korrekten Outfit – eine sorgfältige Recherche über die Unternehmen, mit denen man ins Gespräch kommen will. Was das Unternehmen anbietet, in welcher Branche es arbeitet und was einen persönlich an dem Unternehmen interessiert sollte man in Erfahrung bringen, bevor man mit dem Unternehmen ins Gespräch kommt.
Informationen zu den Unternehmen findet man hier auf SCROGGIN, in Messemagazinen der Messeveranstalter, im Internet oder auf den firmeneigenen Homepages.
Am Messetag sollte man seine vollständigen Bewerbungsunterlagen in ausreichender Anzahl mitbringen. Wenn man sich nicht gezielt bewirbt und noch nicht weiß, wer der Ansprechpartner vor Ort ist, bereitet man am besten ein kurzes Standardanschreiben vor. Ein Lebenslauf mit Foto und die Kopie der Zeugnisse gehören ebenfalls in die vollständige Bewerbungsmappe. Wenn man den Gesprächspartnern seine Bewerbungsunterlagen im Anschluss des Gesprächs übergibt, haben sie eine Erinnerungsstütze und können sich auch im Nachhinein besser an das Gespräch erinnern und bei Interesse an dem Kandidaten schneller wieder Kontakt aufnehmen. Ebenso hilfreich sind Visitenkarten. Oft entwickeln sich auf der Messe spontane Gespräche mit Unternehmensvertretern, mit denen man gern in Kontakt bleiben möchte. Auf einen Papierfetzen gekritzelte Kontaktdaten wirken nicht professionell und das Interesse am Gesprächspartner ist unter Umständen schnell wieder erloschen. Die erhaltenen Visitenkarten legt man ab, oder man vernetzt sich gleich online. Mit dem Business-Netzwerk XING bleibt man seinem Gegenüber in Erinnerung und hat stehts die aktuellen Kontaktdaten bereit. Der erste Eindruck ist richtungweisend für den weiteren Bewerbungsprozess – und der kritischste Moment in der Kontaktaufnahme überhaupt. In nicht mal mehr als vier Sekunden haben sich beide Gesprächspartner ein erstes Bild vom Gegenüber gemacht, sind die Weichen für Sympathie oder Antipathie gestellt und man erhält im Regelfall keine zweite Chance, den ersten Eindruck zu revidieren. Für junge Berufseinsteiger ist es daher elementar wichtig, persönliche Gesprächs- und Vorstellungssituationen so früh wie möglich zu üben, um Sicherheit und Souveränität im Kontakt mit Vorgesetzten und Entscheidungsträgern zu erlangen, die darüber entscheiden, ob sich die Tür in das Unternehmen weiter öffnet oder für immer verschliesst. Link zu anderen Stories |
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